GTX 460M & Co.

Geforce 400M mit Optimus: Nvidia startet neue DirectX-11-Flotte für Notebooks

Fermi goes Notebook: Drei Monate nach der Geforce GTX 480M debütiert heute Nvidias restliche 400M-Familie. Rebranding ist kein Thema, alle Neulinge basieren auf der Fermi-Architektur und unterstützen die Optimus-Technologie. (Raffael Vötter, 03.09.2010)
 

Geforce 400M

GTX 460M: die korrekten Specs mit 1,5 GiByte VRAM
 
GTX 460M: die korrekten Specs mit 1,5 GiByte VRAM [Quelle: siehe Bildergalerie]
Nvidia stellt sein Notebook-Aufgebot um: Der Hersteller verkündet am heutigen Tag den Start der Geforce-400M-Serie, ingesamt sind das sieben neue Grafikchips für Notebooks. Zusammen mit der im Juni vorgestellten Geforce GTX 480M, dem Topmodell, umfasst die Flotte acht Grafikeinheiten für den Performance- bis High-End-Bereich. Alle Neulinge basieren auf der Fermi-Architektur und beherrschen daher nicht nur DirectX 11, sondern auch die flinke Ausführung von Hardware-Tessellation. Nvidias Optimus-Technologie, welche Geforce-Notebooks das Stromsparen lehrt, wird von der gesamten GTX-400M-Familie unterstützt.

Handelt es sich bei der Geforce GTX 480M noch um einen GF100 in abgespeckter Form, basieren die neuen Familienmitglieder auf den kleineren Grafikchips GF104 und GF106. Die Unterschiede zwischen den SKUs betreffen die Taktraten, die Anzahl der Recheneinheiten und die Speicherbestückung. Gemeinsamkeiten gibt es beim 40-Nanometer-Fertigungsprozess sowie der Unterstützung für CUDA, Physx, 3D Vision und Optimus. Letzteres wird zwar von allen Geforce-400M-SKUs unterstützt, das bedeutet aber nicht, dass alle Notebook-Hersteller die nötige Verdrahtung vornehmen. Wird eine Geforce 400M mit einem Core i7 kombiniert, dann ist Optimus gar nicht möglich - die Technologie benötigt die Intel-IGP zur Funktion, welche der i7-Serie fehlt.

Geforce 400M: GTX 470M und GTX 460M, die Oberklasse
Die Geforce GTX 470M (GF104) nimmt den Platz unter der GTX 480M (GF100) ein, während die GTX 460M mit ihrem voll ausgebauten GF106 den unteren "Enthusiast"-Bereich bedient. Beide Modelle verfügen über eine 192 Bit breite Speicherschnittstelle, an der 1,5 GiByte GDDR5-RAM mit 1.250 MHz werkelt - die Angabe "Up to 1GB" in der unten aufgeführten Tabelle ist rechnerisch unmöglich. Auf Nachfrage bestätigte Nvidia, dass es sich hier um einen Fehler handelt. Mit ihren 288 respektive 192 Shader-ALUs ("CUDA Cores") verfügen beide Grafikeinheiten über mehr Rechenkraft als die älteren Spitzenmodelle der GTX-200M-Reihe (128 ALUs).

Geforce GTX 470M und GTX 460M Specs
 
Geforce GTX 470M und GTX 460M Specs [Quelle: siehe Bildergalerie]

Die GTX 480M scheint auf den Papier mit ihren 352 ALUs haushoch überlegen, auf den zweiten Blick ist ihr die GTX 470M jedoch dicht auf den Fersen: Dank des höheren Chiptakts verfügt sie über einen Hauch mehr Texturfüllrate und Arithmetikleistung. Die Geforce GTX 480M punktet mit ihrem 256-Bit-Speicherinterface und damit 33 Prozent mehr Datendurchsatz, flankiert von deutlich höherer Tessellationsleistung - und einem höheren Stromverbrauch.

Nvidia Optimus
 
Nvidia Optimus [Quelle: siehe Bildergalerie]
Geforce 400M: die Performance-Klasse

Unterhalb der Geforce GTX 460M fängt das "Performance"-Segment mit der GT 445M an, signalisiert durch das fehlende X (GT anstatt GTX). Bei diesem Modell ist besondere Vorsicht angebracht, da Nvidia hier nicht nur den Einsatz verschieden breiter Interfaces, sondern auch alternativ GDDR5- oder GDDR3-Speicher erlaubt. Ein ähnliches Spiel betreibt AMD seit Monaten mit der Mobility Radeon HD 5850, wo sich trotz gleicher Modellnummer bis zu 50-prozentige Leistungsdifferenzen ergeben. Ob GDDR5 mit 1.250 MHz oder GDDR3 mit 800 MHz zum Einsatz kommt, dürfte sich ähnlich stark auswirken. Ab der GT 435M dürfen die GPUs nur noch mit GDDR3-RAM gepaart werden; sie alle nutzen ein 128-Bit-Speicherinterface. Die Angabe "Up to 800 MHz" sollte jedoch auch hier hellhörig machen, da die Notebookhersteller hier den Takt absenken können, um Strom und Kosten zu sparen.

Geforce GTX 445 bis 415M Specs
 
Geforce GTX 445 bis 415M Specs [Quelle: siehe Bildergalerie]

Doch damit ist das Notebook-Portfolio von Nvidia noch nicht erschöpft. Unter den genannten DirectX-11-Chips bleiben noch die älteren DX10.1-Modelle Geforce G 310M und Geforce G 305M bestehen, um das "Mainstream"-Segment zu bedienen. Die gesamte Geforce-200M-Serie (DX10.0) befindet sich im EOL-Status (End of Life) und läuft aus.

Geforce GTX 460M im Asus G73JW: Hands-on-Test
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Weitere Tests folgen in der PCGH 11/2010.

(Ansicht vergrößern für Quellenangaben)
     
 
 
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Aktuelle Kommentare
k4m1k42e
Komplett-PC-Aufrüster
09.09.2010 21:43
AW: Geforce 400M mit Optimus: Nvidia startet neue DirectX-11-Flotte für Notebooks

Quote: (Zitat von PCGH_Raff)

Haben/machen wir: Aber im Heft.


Ist der Test in der kommenden Ausgabe ab 06.10 ?

bltpgermany
Komplett-PC-Aufrüster
09.09.2010 08:50
AW: Geforce 400M mit Optimus: Nvidia startet neue DirectX-11-Flotte für Notebooks

FullHD bei 15 Zoll, ja ne is klar

da brew
PC-Selbstbauer
08.09.2010 13:40
AW: Geforce 400M mit Optimus: Nvidia startet neue DirectX-11-Flotte für Notebooks

Quote: (Zitat von zuogolpon)
Absolut uninteressant!
Notebooks müssen (wenn überhaupt!) leicht und handlich sein. Leistung brauch ich nicht. Dafür hab ich diesen Desktop hier!
Ich muss schließlich nicht doppelt Geld ausgeben!
Und deshalb würde sich für jeden ein MacBook Pro 13" mehr lohnen und dazu ein Windows Desktop mit Super-Leistung.


Wie kommst du eigentlich drauf, dass alles was für dich gilt auch für den Rest der Welt gelten muss???


Quote: (Zitat von zuogolpon)

Die Windows-Laptops sind zu 90% nicht zu gebrauchen, weil schwer, wenig Akku, schlechtes Design und unhandlich!
Wann verstehen die Entwickler das endlich? Vielleicht muss ich selbst mal da einsteigen...


Also ich persönlich kenne hinreichend viele leichte, schöne und handliche Notebooks mit gradezu gewaltigen Akkus, die nur etwa die Hälfte eines Macbooks kosten.

 
 
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