The Witcher 2 - Technikdetails zur laut Entwickler besten Rollenspiel-Engine der Welt - Video-Update
Technische Details zu CD Projekts The Witcher 2 erfuhr PC Games Hardware im Gespräch mit CD Projekts Senior Producer Tomasz Gop auf der Gamescom 2010. Die Themen: PC versus Konsole, DRM und Engine. Ganz neu: Diverse Witcher-2-Videos von Gamescom 2010.
Nachdem wir bereits gestern ausführlich über die Witcher-2-Präsentation berichteten, fokussieren wir uns heute auf die technischen Aspekte von The Witcher 2 und der eigens dafür entwickelten TSOOD-Engine. Auskunft gibt uns dabei Tomasz Gop, Senior Producer bei CD Projekt, dem Entwickler von The Witcher 2.
Vorab sei gesagt, dass die Präsentation auf dem derzeitigen Entwicklungsstand von The Witcher 2 basiert, welcher sich laut Tomasz Gop in etwa zwischen später Alpha und früher Beta-Phase befindet. Änderungen und vor allem Ausbesserungen mancher genannter Punkte können und sollen bis zum Release von The Witcher 2, welcher für das erste Quartal 2011 geplant ist, auf jeden Fall noch stattfinden, teilt uns Tomasz mit. Man sei keine Firma, die halbfertige Produkte auf den Markt werfe.
The Witcher 2: Die "beste Rollenspiel-Engine der Welt"
Quelle: PC Games Hardware
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Quelle: PC Games Hardware
The Witcher 2 - Technische Details
Quelle: PC Games Hardware
The Witcher 2 - Technische Details der TSOOD-Engine
Die Engine, deren Name TSOOD die englische Umschrift des polnischen Wortes "Cud" ist und Wunder bedeutet, hat CD Projekt komplett neu entwickelt. Man habe direkt nach der Fertigstellung von The Witcher damit begonnen und hauptsächlich darauf gesetzt, um ein komplettes, umfangreiches Toolsystem zu ermöglichen, damit die Spieldesigner ohne weitere Umstände alle Details der Welt beeinflussen können. Heraus gekommen sei, so CD Projekt, die beste RPG-Engine der Welt. Natürlich habe man auch grafische Verbesserungen mitgenommen, dies sei aber nicht der Hauptgrund für eine neue Engine gewesen. Vielmehr habe man von Anfang an auch auf die Möglichkeit geachtet, The Witcher 2 auf allen drei wichtigen Plattformen - PC, Xbox 360 und Playstation 3 - herausbringen zu können, auch wenn bis auf die PC-Version noch nichts davon in trockenen Tüchern sei. Man habe auf jeden Fall technische Prototypen für alle Versionen und auch für neuere DirectX-Versionen, zurzeit nutzt The Witcher 2 noch DirectX 9.
Von der Rücksicht auf Konsolen hat auf jeden Fall das Streaming-System profitiert. Innerhalb der einzelnen Kapitel wird bei The Witcher 2 nicht mehr störend nachgeladen. Auf die Frage nach Mehrkern-Unterstützung sagte Tomasz Gop, The Witcher 2 profitiere von mehreren Kernen, aber der Anstieg sei nicht linear. Drei Kerne könne man aufgrund der Xbox-360-Architektur gut auslasten, darüber werde es aber schwierig, auch wenn im Labor eine Achtkernmaschine auf allen Kernen Last signalisierte - mit dem Windows-Taskmanager ist das allerdings auch nicht schwierig. Die Systemanforderungen für The Witcher 2 habe man noch nicht zusammengestellt, aber zwei CPU-Kerne sollten es aber schon sein, verriet uns Tomasz Gop.
The Witcher 2: Vorteile der PC-Version?
Und in der Tat machte das, was sich auf dem Bildschirm abspielte, angesichts des Status zwischen Alpha und Beta bereits einen mehr als ordentlichen Eindruck. Die Version, die CD Projekt uns zeigte, lief auf dem PC - zurzeit sei ein Modell aus der gehobenen Mittelklasse ausreichend für volle Details und hohe Auflösungen, bis zum Release werde das nur noch der Mittelklasse entsprechen. Der Einstiegs-Dungeon wirkte recht detailliert, die Kerkerwände waren per Parallax-Mapping plastisch ausgearbeitet. Im Außengebiet bot der gezeigte Level eine hohe Weitsicht und stimmungsvolle Beleuchtung. Im Gegensatz zu vielen anderen Titeln übertrieb es The Witcher 2 nicht mit Überstrahl- und Blendeffekten. Die Texturen fallen größtenteils detailliert, aber nicht herausragend aus - gegenüber den internen Konsolen-Prototypen habe die derzeitige PC-Version abseits der höheren Bildschirmauflösung keine optischen Vorteile.
Zwar sind in der aktuellen Version noch keine Gesichtsanimationen und keine lippensynchrone Sprachausgabe integriert, die Kampfanimationen machten allerdings einen ausgezeichneten Eindruck. Auch der Boxkampf-Modus, in dem in eine Schulterkamera gewechselt und per Tiefenunschärfe-Effekt der Fokus auf die Kontrahenten verstärkt wird, bot in der Demo gelungene und abwechslungsreiche Choreografie.
The Witcher 2: Bugs, aber nicht im finalen Produkt
Die dynamischen Lichteffekte und der daraus resultierende Schattenwurf konnten überzeugen. Probleme gibt's allerdings noch bei der Eigenverschattung, die zurzeit unschöne Artefakte erzeugt. Tomasz Gop, der diesen Fehler sogar von sich aus ansprach, beteuerte, solche Bugs würden sicherlich nicht im finalen Produkt vorhanden sein - auch sporadisches Z-Fighting bei der nur wenig verbesserten Haar-Darstellung an Geralt falle darunter. Die Wasserdarstellung in der Demo konnte im Gegensatz zum dynamischen Feuer nicht begeistern. Pfützen im Burgkeller zum Beispiel wirkten sehr statisch und waren beim Betreten durch Wachleute nicht interaktiv. Ab und an gab es allerdings eine kurze animierte Textur, als Tropfen von der Decke hineinplätscherten.
Am Ende der Präsentation zeigte CD Projekt noch einen Schlachtfeld-"Level", auch wenn die Bezeichnung Level bei The Witcher 2 nicht mehr so ganz zutrifft. Der dortige Bossgegener verfügt über die Fähigkeit, sich einen Wirbelsturm zu verwandeln, was einen seiner Spezialangriffe darstellt. Per Havok berechnet die TSOOD-Engine ohne merklichen Performance-Verlust herumfliegende Trümmer und andere Objekte.
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The Witcher 2: Kein "lächerliches DRM-System"
DRM, Digitales Rechtemanagement oder einfach nur Kopierschutz: Das Thema, das Spielern oft auf die Nerven geht, hat viele Namen und Tomasz Gop dazu eine eindeutige Meinung: Zwar sei in der derzeitigen Entwicklungsphase noch nichts final, aber man solle die ehrlichen Spieler lieber belohnen, anstatt ihnen mehr Hindernisse in den Weg zu legen als Raubkopierern. Lächerliche DRM-Systeme, so Tomasz wörtlich, wie sie andere nutzen, würde man bei The Witcher 2 nicht bringen.

The Witcher 2: Neue Screenshots mit stimmungsvoller Grafik - Bildergalerie - 2010/11/311041.jpg
das Pixelige (Haare, Schilf) und so ein Texturmatsch (Bild 3 z.B.)
Nichts anderes habe ich behauptet.
Ich finde, daß hier etwas zu verschwenderisch mit den Superlativen umgegangen wird. Ich habe mich lediglich zu den Screenshots (im Vollbildmodus) und dem armseligen Video geäußert.
Ja, ich habe gelesen, dass das noch keine Endversion ist.
Zum Gameplay kann ich nichts sagen weil ich das Spiel noch nicht angespielt habe. Und die meisten von euch wohl auch nicht.
Wenn es ein Rollenspiel mit Super-KI und Supergrafik gäbe kann man wieder sämtliche Superlative auspacken. Aber bis dahin sollte man sich an die Realitäten halten.
Die Argumente haben ja fast religiöse Züge angenommen...
Jetzt bist aber du derjenige, der Superlativen auspackt.
Aber du hast recht, Superlativen zu einem Produkt das man kaum kennt sind unangebracht. Auch wenn der Vorgänger schon eine Superlative an sich ist, es gab ja schon genug enttäuschende Fortsetzungen in der Videospielgeschichte.
Gamescom 2010: The Witcher 2 - Meisterwerk für den PC
...andere Überschrift...
Ich finde, daß hier etwas zu verschwenderisch mit den Superlativen umgegangen wird. Ich habe mich lediglich zu den Screenshots (im Vollbildmodus) und dem armseligen Video geäußert.
Ja, ich habe gelesen, dass das noch keine Endversion ist.
Zum Gameplay kann ich nichts sagen weil ich das Spiel noch nicht angespielt habe. Und die meisten von euch wohl auch nicht.
Wenn es ein Rollenspiel mit Super-KI und Supergrafik gäbe kann man wieder sämtliche Superlative auspacken. Aber bis dahin sollte man sich an die Realitäten halten.
Die Argumente haben ja fast religiöse Züge angenommen...