Neben RIM sind nun auch Google und Skype im Visier der Regierungen. [Quelle: siehe Bildergalerie]
Update vom 16.08.2010: RIM gestattet Indien Zugriff auf Datenströme Nach der Forderung der indischen Regierung hat der Blackberry-Hersteller Research in Motion (RIM) offenbar eingelenkt und will entsprechende Programme entwickeln, die die Datenströme auf den eigenen Blackberrys abgreifen können. Diese sollen dann Inhalte von E-Mails samt Absender, Empfänger und Datum liefern - allerdings ist noch nicht ganz klar, wo die Geheimdienste ansetzen dürfen. Laut RIM will man den Regierungen helfen, Zugriff auf die unverschlüsselten Datenströme zu den RIM-Server zu bekommen. Auch Chatprogramme sollen so überwachbar sein. Damit hätte die indische Regierung mit dem gesetzten Ultimatum ihre Forderungen durchgesetzt. Man drohte RIM mit der Abschaltung bzw. Blockierung der Blackberry-Dienste.
In den Fokus gelangte RIM, weil die angebotenen Blackberry eine besonders gute Datenverschlüsselung anbieten und so laut einiger Regierungen besonders für Terroristen interessant seien. Der kanadische Hersteller hat auch in Indonesien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Saudi Arabien solche Probleme. RIM muss nun den Spagat bewältigen, einerseits den guten Ruf bei Geschäftsleuten zu wahren und andererseits nicht wichtige Märkte zu verlieren.
Quelle:
Wall Street Journal Original-Artikel vom 13.08.2010: Indien fordert unverschlüsselte Datenströme von RIM, Google und Skype PC Games Hardware
berichtete bereits von dem Vorhaben diverser Länder, die E-Mail-Dienste des Blackberry von RIM aufgrund der nicht überwachbaren Daten zu sperren. Unter anderem haben Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate RIM ein Ultimatum gesetzt. Wie mittlerweile bekannt wurde, hat RIM angeboten, eigene Server in Saudi-Arabien einzurichten, damit hat man vorerst eine Sperrung der Dienste verhindern können. Die VAE haben RIM ein Ultimatum bis zum 11. Oktober gesetzt, wie die Lösung in diesem Land letztendlich aussehen wird, ist noch nicht bekannt. Da der Nahe Osten ein politisches Spannungsgebiet ist, wird es vermutlich kein zentrales Datencenter für diese Region geben.
Indiens Innenministerium hat dem Blackberry-Anbieter Research in Motion (RIM) nun ebenfalls eine Frist bis zum 31. August gesetzt. Bis dahin soll sich der Konzern überlegen, wie man den Informationsaustausch in Indien überwachen kann, der durch die Blackberrys ermöglicht wird. Schafft es RIM nicht, den Forderungen der indischen Regierung nachzukommen, werde der Staat im Namen der inneren Sicherheit den Nachrichtendienst komplett sperren.
Doch nicht nur RIM scheint im Visier einiger Staaten zu sein, laut der Financial Times sind auch einige Dienste von Google und Skype der indischen Regierung ein Dorn im Auge, da diese so gut verschlüsselt sind, dass der Geheimdienst nicht mitlesen kann. Durch die aktuelle Häufung Fälle erwarten Experten, dass sich große Anbieter von Datendiensten demnächst zu einer Interessengemeinschaft zusammenschließen.
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Komplett-PC-Käufer
17.08.2010 09:15
Ich glaube das Indien da nicht das erste und mit Sicherheit nicht das letzte
Land ist die so etwas machen, von kommerziellen Firmen ganz zu schweigen.
Freizeitschrauber
17.08.2010 07:31
aber zu wenig Hacker
Die Inder haben genug Hacker, aber evtl rechtliche Probleme, wenn sie vor des Unternehmens Nase einen US-Server hacken. Eigener Server im Land = Zugriff, siehe Swift, genau die selbe ****. Wir sollten da mal nicht zu weit aus dem Fenster lehnen und über Indien lachen. Die Fangen "nur" Nachrichten ab, bei uns jede Finanztransaktion.
Grüße Nuklon
Komplett-PC-Aufrüster
17.08.2010 00:24
?????