Heute im Performance-Brief: der Core i7-970, Intels zweite Gulftown-CPU mit sechs Kernen und für unter 1.000 Euro.
Erläuterung: Performance-Brief Der Performance-Brief ist eine Möglichkeit, die umfangreichen Tests, die PC Games Hardware mit Grafikkarten, CPUs und anderer Hardware durchführt, kurzfristig online verfügbar zu machen. Im Performance-Brief erfahren Sie alles Wichtige zu einem Produkt übersichtlich auf einer einzigen Seite. Dabei kommen jedoch keine Messwerte zu kurz, nur die von umfangreichen Tests gewohnten Benchmark-Orgien bleiben auf der Strecke. Dafür gibt es, passend zum getesteten Produkt, ausgewählte Vergleiche zu zwei bis drei anderen Modellen.
Intel Core i7-970: Überblick Das "Tick Tock"-Modell von Intel sieht bei einem "Tick" eine neue CPU-Generation vor, bei "Tock" wird diese geshrinkt und optimiert. Auf Basis der Nehalem-Architektur wurde somit Westmere geboren, die beiden 32-nm-Linien hören auf den Namen Clarkdale (Dualcore) und Gulftown (Hexacore). Der bisher einzige Sechskerner in Intels Portfolio ist der Core i7-980X (
PCGH-Test), eine Extreme-Edition mit 3,33 GHz und offenem Multiplikator für rund 1.000 Euro. Der Core i7-970 ist praktisch identisch, einzig der Multiplikator ist eine Stufe weiter unten angesetzt und zudem gelockt. Unser Modell taktet ergo mit 3,2 GHz (133 x 24) und benötigt hierfür laut CPU-Z 1,08 Volt. Die wichtigsten technischen Daten finden Sie in unserer Übersichtstabelle:
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Core i7-970 |
Core i7-860 |
Phenom II X6 1090T |
| Takt |
3,20 GHz (bis zu 3,46 GHz) |
2,80 GHz (bis zu 3,46 GHz) |
3,20 GHz (bis zu 3,60 GHz) |
| Kerne/Threads |
6/12 |
4/8 |
6/6 |
| L3-Cache |
12 MiByte |
8 MiByte |
6 MiByte |
| TDP |
130 Watt |
95 Watt |
125 Watt |
Intel Core i5-970: Undervolting und Overclocking Da sich Westmere-CPUs tendenziell von allen aktuellen Prozessoren am besten übertakten lassen, erwarten wir über 4,0 GHz. Und tatsächlich können wir dem Core i7-970 benchstable 4,37 GHz bei 1,35 Volt entlocken - dies entspricht fast genau dem Resultat unseres Core i7-980X. Eine starke Luftkühlung ist trotz 32-Nanometer-Fertigung jedoch Pflicht, auch steigt der Stromverbrauch des gesamten Systems unter Vollast auf über 400 Watt. Den umgekehrten Weg gehen wir per Undervolting: Die übliche Frequenz von 3,2 GHz schafft die CPU auch bei 1,00 Volt - die Leistungsaufnahme mit CoreDamage verringert sich hierbei um über 50 Watt.
Core i7-970 übertaktet auf 4,37 GHz [Quelle: siehe Bildergalerie]
Intel Core i7-970: Leistungsaufnahme Trotz sechs Kernen samt SMT arbeitet der Core i7-970 auf dem Niveau des auslaufenden Bloomfield-Modells Core i7-975 XE mit nur vier Kernen. Der 980X genehmigt sich dank mehr Takt und höherer Spannung deutlich mehr elektrische Energie. AMDs Sechskerner 1090T verbrät unter Volllast rund 30 Watt weniger, ist aber in Anwendungen auch deutlich langsamer.
Intel Core i7-970: Benchmark-Tests Im Test muss sich der Core i7-970 gegen AMDs Topmodell Phenom II 1090T und den Intel Core i7-860 beweisen, der 860 ist einen Hauch flotter als AMDs Speerspitze. Die beiden letztgenannten CPUs kosten ungefähr gleichviel. Der 1090T kann sich in unseren Benchmarks in CoD Modern Warfare 2 und CMR Dirt 2 knapp vor dem Core i7-970 behaupten, beide Titel sind jedoch grafiklimitiert. Auch Anno 1404 zeigt die Grenzen der Radeon HD 5870 auf, in Dragon Age Origins ist der Core i7-970 dem 1090T bei gleichem Takt satte 50 Prozent voraus. Spiele wie Grand Theft Auto 4, NfS Shift oder auch Starcraft 2 laufen auf einem Core-i-Prozessor fast so gut wie Dragon Age, AMD-Domänen sind selten geworden. In Anwendungen dreht der Intel-Sechskerner erst richtig auf und schlägt den 1090T mit 40 bis 60 Prozent Vorsprung, einzig in Truecrypt kann AMDs Hexacore mithalten.
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Core i7-970 |
Core i7-860 |
Phenom II X6 1090T |
| Cinebench R10 (Punkte) |
25.470 |
16.291 |
18.551 |
| Paint.Net (Sekunden) |
10,4 |
17,9 |
17,1 |
| Truecrypt (MB/s) |
181 |
117 |
173 |
| x264 HD (Fps) |
45,3 |
26,6 |
28,3 |
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Intel Core i7-970: Fazit Der Core i7-970 bietet für knapp 800 Euro eine extrem hohe Leistung, insbesondere in Anwendungen wird er nur vom minimal schnelleren 980X geschlagen - AMDs Phenom II 1090T ist zumeist chancenlos, kostet daher aber auch nur knapp ein Drittel. In Spielen kann sich der Core i7-970 naturgemäß erst dann entfalten, wenn die Grafikkarte nicht bremst. Dragon Age Origins zeigt das große Potenzial der Core-i5/i7-Riege sehr gut. Da 800 Euro samt teurem X58-Unterbau ein kostspieliges Vergnügen sind, raten wir Anwendern eher zum Core i7-860 oder dem ähnlich flotten Phenom II X6 1090T. Spieler sollten sich im Intel-Lager umschauen, der kürzlich
getestete Core i5-760 etwa ist sehr attraktiv und hier zumeist schneller als alle AMD-Modelle; Ausnahmen bestätigen wie üblich die Regel.
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PCGH-Preisvergleich: Intel Core i7-980X •
PCGH-Preisvergleich: Intel Core i7-970 •
PCGH-Preisvergleich: Intel Core i7-860 •
PCGH-Preisvergleich: AMD Phenom II X6 1090T
Moderator
13.10.2010 09:43
Teure Cpus für Spiele bringen so gut wie nie was, teure Grafikkarten dagegen sehr.
In genres die für mich komplett uninteresannt sind (strategie u. rollenspiele) mögen sie schneller sein in einer handvoll Spiele.
Wie gesagt ich persönlich würde solche CPU games nicht einmal installieren geschweige den kaufen wenn man mir drohen würde.
mfg
mfg
Komplett-PC-Käufer
13.10.2010 03:53
Mal wieder traurig zusehen wie schwach Intel mit dem Grafiklimit umgeht.
Teure Cpus für Spiele bringen so gut wie nie was, teure Grafikkarten dagegen sehr.
In genres die für mich komplett uninteresannt sind (strategie u. rollenspiele) mögen sie schneller sein in einer handvoll Spiele.
Wie gesagt ich persönlich würde solche CPU games nicht einmal installieren geschweige den kaufen wenn man mir drohen würde.
Moderator
01.09.2010 19:48
die PC-Welt besteht nicht nur aus Spielen
mfg