Microsoft Security Essentials 2.0 (Beta) (6) [Quelle: siehe Bildergalerie]
Seit 20. Juli ist die englische Beta-Version des Virenscanners Microsoft Security Essentials 2.0 für Teilnehmer des Microsoft-Connect-Programms erhältlich. Zusammen mit AV-Test haben wir einen ersten Test gemacht, dabei hinterlässt Microsoft Security Essentials 2.0 einen guten ersten Eindruck. Wir haben die englischsprachige Version jeweils auf einem aktuellen Windows XP (SP3, 32 Bit) und Windows 7 (RTM, 32 Bit und 64 Bit) untersucht.
Versionsinformationen Wir haben die Version "2.0.375.0" der Microsoft Security Essentials 2.0 in Augenschein nehmen können. Als Engine-Version kam "1.1.6004.0" zum Einsatz und die Signaturversion "1.87.348.0" wurde verwendet. Alle Tests wurden mit den jeweils aktuellsten Updates durchgeführt. Weiterhin bestand eine permanente Internet-Verbindung, so dass auch "in the cloud"-Abfragen durchgeführt werden konnten
Statische Malware-Erkennung Wir haben sowohl den On-Demand-Virenscanner, als auch den On-Access-Virenwächter gegen die aktuelle Wildlist-Virensammlung (Stand: Mai 2010) antreten lassen. Das Ergebnis ließ keinen Spielraum für Kritik offen, da alle 4.685 Samples (100%) in diesem Test unter beiden Betriebssystemen erkannt und geblockt wurden. Weiterhin haben wir den Scanner gegen 504.307 weitere Schädlinge aus den Bereichen Ad-/Spyware, Hintertürenprogramme (Backdoors), Bots, Viren, Würmer, Trojanische Pferde (inkl. Password-Stealer) usw. getestet. Das Ergebnis war mit 474.957 entdeckten Schädlingen (94.18%) noch gut. Das Ergebnis liegt damit auf dem sehr hohen Niveau der Vorversion. Fehlalarme haben wir bei unserem Testlauf gegen etwa 200.000 bekanntermaßen gutartige Dateien nicht feststellen können.
Microsoft Security Essentials 2.0 (Beta) (3) [Quelle: siehe Bildergalerie]
Real World (0Day) Schutz Da die meisten Infektionen durch Malware über das Internet geschehen, haben wir diesen Punkt ausführlich getestet: Dabei haben wir die gesamte typische Infektionskette berücksichtigt und nicht nur einzelne Schutzfunktionen. So konnte die Malware beispielsweise an Hand der Download-URL, einer Signatur, per Heuristik, einer "in the cloud"-Abfrage oder auf Grund ihres Verhaltens (dynamischer Schutz) geblockt werden. Wenngleich Microsoft diverse Verbesserungen in diesem Bereich angekündigt hat, haben sich diese nicht in unseren Tests bemerkbar gemacht. 18 von 25 Malware-Angriffen wurden entweder vom Smart Screen Filter des Internet Explorers geblockt oder mit einer traditionellen Virensignatur von Microsoft Security Essentials.
Reinigungsleistung (Reparatur infizierter Systeme) Falls ein Schädling das System bereits befallen hat, so konnte ihn Microsoft Security Essentials in 24 von 25 Fällen bereinigen. Allerdings entfernte das Programm nicht alle ausführbaren Malware-Dateien. Da die Startup-Einträge der Malware ("Run"-Keys) entfernt wurden, konnte sich die Malware aber immerhin nicht mehr aktivieren. Hier müssen die Programmierer noch einmal nachbessern.
Erkennung und Beseitigung von Rootkits Die Erkennung von aktiven Rootkits lag mit 21 von 25 Fällen noch im ordentlichen Bereich. Allerdings konnten nur 17 (ca. 2/3) der Rootkits unter Windows XP und Windows 7 auch erfolgreich entfernt werden. In einigen Fällen blieben noch Hooks, Services, Prozessmodule und Registry-Einträge zurück.
Geschwindigkeit Der On-Demand-Scanner scheint für Windows 7 optimiert zu sein, denn die Scans verliefen dort signifikant schneller als unter Windows XP. Wir haben eine leichte Geschwindigkeitsverbesserung bei einem zweiten Suchlauf festgestellt, es scheint also mittlerweile ein Caching-Mechanismus integriert zu sein. Allerdings macht sich dieser mit einem Speed-Up von nur 15-20 % bemerkbar wohingegen andere Scanner oft bis zu 90 % erreichen. Es gibt also keine deutlichen Performance-Unterschiede im Vergleich zur Vorversion. Der Virenwächter scheint im Vergleich zur Vorversion etwas langsamer geworden zu sein.
Fazit: Microsoft Security Essentials 2.0 (Beta) Der Veröffentlichungstermin der finalen Version von
Microsoft Security Essentials 2.0 ist uns derzeit nicht bekannt. Es ist davon auszugehen, dass die Entwickler die beschriebenen Fehler noch ausbessern. Insgesamt wirkt Microsoft Security Essentials 2.0 (Beta) aber schon recht ausgereift und bietet eine (voraussichtlich) kostenlose Möglichkeit, den heimischen Rechner effektiv vor Malware zu schützen.
Informationen zu AV-Test Die vollständige Test-Methodologie ist in verschiedenen Veröffentlichungen auf der
AV-Test-Webseite im Bereich "Publikationen" verfügbar. Die AV-Test GmbH ist ein aktives Mitglied der Anti-Malware Testing Standards Organization (
AMTSO). Alle Tests werden nach den Leitfäden der AMTSO durchgeführt.
Sysprofile-User
18.11.2010 18:39
bei antivirus würd ich prinzipiell für hauptrechner was schickes wie bitdefender, kaspersky etc. kaufen. für zweitrechner super alternative!
Gesperrt
15.11.2010 19:36
Denst D vllt..
Aber ok der Sicherheitsleitfaden ist da
Schraubenverwechsler
14.11.2010 20:55
Neulich ist mir dass passiert:
Microsoft Security Essentials Alert entfernen - Trojaner-Board
Kam mir etwas verdächtig vor, da ich besagtes "Virenschutzprogramm" gar nicht besitze...
Ich würde mich generell nie auf ein Schutzprogramm von Microsoft verlassen.
Firewall: ZoneAlarm (hohe Sicherheitseinstellungen)
Wirenschutz: Emsisoft Anti-Malware
gegen sonstige unerwünschte Parasiten wie z.b. "Doubleclick":
PeerGuardian 2
So kann man halbwegs ungestört (und kostenlos) surfen...