Test Kaspersky Internet Security 2011

Kaspersky 2011 im Test: Malware-Erkennung auf einem hohen Niveau

AV-Test und PC Games Hardware haben die nagelneue Version der Anti-Malware-Software Kaspersky Internet Security 2011 getestet. Dabei zeigt Kaspersky 2011 eine Malware-Erkennung auf einem hohen Niveau. (Marco Albert, 24.06.2010)
 
Kaspersky Internet Security 2011
 
Kaspersky Internet Security 2011 [Quelle: siehe Bildergalerie]
Seit einigen Tagen ist die neue Serie Virenscannersoftware von Kaspersky im Handel erhältlich. Zusammen mit AV-Test haben wir einen ersten Test gemacht, dabei schlägt sich Kaspersky 2011 recht gut. Die finalen deutschen Versionen haben wir jeweils unter einem aktuellen Windows XP (SP3, 32 Bit) und Windows 7 (RTM, 32 und 64 Bit) geprüft.

Versionsinformationen
Wir haben die Version "11.0.0.232 (a)" der Kaspersky Internet Security 2011 am 23. Juni 2010 in Augenschein nehmen können. Alle Tests wurden mit den jeweils aktuellsten Updates durchgeführt. Weiterhin bestand eine permanente Internet-Verbindung, so dass auch "in the cloud"-Abfragen durchgeführt werden konnten.

Statische Malware-Erkennung
Wir haben sowohl den On-Demand-Virenscanner, als auch den On-Access-Virenwächter gegen die aktuelle WildList-Virensammlung (Stand: Mai 2010) antreten lassen. Das Ergebnis ließ keinen Spielraum für Kritik offen, da alle 4.685 Samples (100%) in diesem Test unter beiden Betriebssystemen erkannt und geblockt wurden. Weiterhin haben wir den Scanner gegen 445.775 weitere Schädlinge aus den Bereichen Ad-/Spyware, Hintertürenprogramme (Backdoors), Bots, Viren, Würmer, Trojanische Pferde (inkl. Password-Stealer) usw. getestet. Das Ergebnis war hervorragend, denn 443.322 Schädlinge (99,45%) wurden entdeckt. Das Ergebnis liegt damit auf dem sehr hohen Niveau der Vorversion. Fehlalarme haben wir bei unserem Testlauf gegen etwa 200.000 bekanntermaßen gutartige Dateien nicht feststellen können.

Real World (0Day) Schutz
Da die meisten Infektionen durch Malware über das Internet geschehen, haben wir diesen Punkt ausführlich getestet. Dabei haben wir die gesamte typische Infektionskette berücksichtigt und nicht nur einzelne Schutzfunktionen. So konnte die Malware beispielsweise an Hand der Download-URL, einer Signatur, per Heuristik, einer "in the cloud"-Abfrage oder auf Grund ihres Verhaltens (dynamischer Schutz) geblockt werden. Dies funktionierte im Test erstaunlich gut: 23 der 25 getesteten Malware-Angriffe (92%) wurden erfolgreich geblockt.

Kaspersky Internet Security 2011 (9)
 
Kaspersky Internet Security 2011 (9) [Quelle: siehe Bildergalerie]

Reinigungsleistung (Reparatur infizierter Systeme)
Falls ein Schädling das System bereits befallen hat, so konnte ihn Kaspersky in 23 von 25 Fällen auch wieder inkl. der gedroppten Dateien bereinigen (d.h. die Malware war nach einem Neustart des Rechners nicht mehr aktiv). Allerdings entfernte Kaspersky nicht immer die Startup-Einträge der Malware ("Run"-Keys) aus der Registry und in einigen Fällen wurde die "hosts"-Datei nicht bereinigt. Hier muss der Kaspersky noch nachbessern.

Erkennung und Beseitigung von Rootkits
Wie bereits in der Vorversion ist die Erkennung von Kaspersky 2011 auf einem hohen Niveau. Es wurden bei unserem Test mit 25 Samples alle Rootkits im aktiven und inaktiven Zustand entdeckt. Die Bereinigung war bei allen getesteten Rootkits vorbildlich (inkl. aller Hooks, Prozessen und Registry-Einträgen).

Geschwindigkeit
Unter den getesteten Windows-Versionen waren Scanner (Suchlauf) und Wächter (durchlaufen typischer Anwendungsszenarien) in etwa gleich schnell, die Abweichungen liegen nur bei wenigen Sekunden. Da Kaspersky über einen Caching-Mechanismus verfügt durch den die Informationen zu den bereits untersuchten Dateien abgelegt werden, ist ein zweiter Suchlauf deutlich schneller, da nur noch wichtige Systembereiche und neue bzw. modifizierte Dateien untersucht werden müssen. Auf unseren Testsystemen dauerte so eine Prüfung dann nur noch ca. 7 Sekunden unter Windows 7 bzw. 12 Sekunden unter Windows XP.

Kaspersky Internet Security 2011 (12)
 
Kaspersky Internet Security 2011 (12) [Quelle: siehe Bildergalerie]

Fazit: Kaspersky 2011
Insgesamt hinterlässt Kaspersky Internet Security 2011 einen sehr guten Eindruck und ein Preis von rund 30 Euro (siehe auch Preisvergleich) ist für die Software angemessen. Einen Abzug in der B-Note verdient Kaspersky allerding auf Grund seines rigorosen Kopierschutzes. Wird im lokalen Netzwerk eine andere Kaspersky-Installation mit dem gleichen Lizenzschlüssel gefunden, wird eine der beiden Kopien sofort deaktiviert. Besser wäre es sicherlich, zunächst nur eine Benachrichtigung bzw. Lizenzwarnung anzuzeigen an statt das Produkt gleich lahmzulegen. Da Kaspersky-Software in diversen illegalen Downloadportalen zu den meist geladenen Virenscannern gehört, ist der rigorose Kopierschutz aber verständlich.

Informationen zu AV-Test
Die vollständige Test-Methodologie ist in verschiedenen Veröffentlichungen auf der AV-Test-Webseite im Bereich "Publikationen" verfügbar. Die AV-Test GmbH ist ein aktives Mitglied der Anti-Malware Testing Standards Organization (AMTSO). Alle Tests werden nach den Leitfäden der AMTSO durchgeführt.

(Ansicht vergrößern für Quellenangaben)
     
 

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Aktuelle Kommentare
SchwarzerQuader
PC-Selbstbauer
12.07.2010 10:47
AW: Kaspersky 2011 im Test: Malware-Erkennung auf einem hohen Niveau

Ahoi zusammen.
Ich habe mir letztens auch die 2011er Version zugelegt und bin zumindest nicht negativ überrascht. Eine Sache verwundert mich momentan allerdings noch etwas, die ich aktuell mit Kaspersky in Verbindung bringe. Ich habe die in einem anderen Thread hier bereits geschrieben (siehe hier: extreme.pcgameshardware.d... ) und zitiere mich hier mal kurz selber:

Wie ich inzwischen feststellte, tritt bei mir nun wohl ein ähnliches Verhalten auf wie bei Spherre08. Ich habe es etwas beobachtet:
Ziemlich genau alle 15 Minuten steigt der belegte Arbeitsspeicher geradlinig an, bis ungefähr 2 GB mehr als im Normalzustand belegt sind, gleichzeitig steigt die Prozessorlast auf ca. 40%. Dieser Zustand hält dann etwa 1,5 Minuten vor, bis dann der RAM-Verbrauch abrupt auf Normalniveau + 300 MB absinkt. Nach weiteren 30 Sekunden steigt der RAM-Verbrauch dann nochmal um etwa 1 GB, um schließlich nach nochmals 30 Sekunden wieder völlig normal zu werden. Die Prozessorlast bleibt während dieser Zeit relativ hoch, pendelt zwischen 40 und 70 %. Bereits geöffnete Programme können in dieser Zeit problemlos genutzt werden, alles andere (Bild öffnen, Programm starten, sogar der Bildschirmschoner) wird um mindestens 15-20 Sekunden verzögert.

Und ähnlich wie Spherre08 glaube ich, dass Kaspersky Internet Security 2011 etwas damit zu tun hat. Wenn man sich nämlich alle Prozesse aller Benutzer im Taskmanager anzeigen lässt sieht man zwei Prozesse von Kaspersky. Der des aktuellen Benutzers zeigt keine Änderung, der vom Benutzer "SYSTEM" hingegen zeigt zumindest die vorher beschriebene, erhöhte Prozessorlast. Der Speicherverbrauch des Prozesses steigt angeblich nicht an, doch würde es mich sehr wundern, wenn das nicht doch irgendwie zusammenhängt.

Ich schaue mal, ob die Weiten des Internets oder die Leute bei Kaspersky da was wissen. Ein Abschalten der Teilnahme am "Kaspersky Security Network" ändert auf alle Fälle schonmal nichts. Ich bleibe da mal am Ball. Im Alltag bemerke ich das Phänomen zwar manchmal gar nicht (surfen, Musik etc. werden halt nicht gestört), aber was genau da vorgeht will ich dann ja doch wissen.

Schöne Grüße, der Quader

derEinsteiger
Komplett-PC-Aufrüster
01.07.2010 16:44
AW: Kaspersky 2011 im Test: Malware-Erkennung auf einem hohen Niveau

Quote: (Zitat von e-freak)
Benutze KIS 2011 seit gut einer Woche mit der 2010'er Lizenz.


So mache ich das auch seit eben wusste gar nicht das es ein Update gibt

Habe noch 258 Tage und nutze K. schon seit 2008 und hatte nie Probleme damit!

Dashquide
Komplett-PC-Aufrüster
01.07.2010 13:41
AW: Kaspersky 2011 im Test: Malware-Erkennung auf einem hohen Niveau

Hi leute

Also wie es aussieht ist das K11 sehr gut , darum will ich mir es auch kaufen,
sollte jetzt lemand kommen und sagen "nimm doch das free anti virus von avira" also mit dem teil binn ich durch.
Warum? das kann ich euch sagen, ich bin immer davon außgegeangen das es ausreicht, tut es aber nicht .
jetzt das eigentliche ,ich habe gestern eine E-mail von T-online bekommen .

hier der text :

Sehr geehrte Kundin,
sehr geehrter Kunde,

von Ihrem Anschluss wurde Spam (unerwünschte E-Mail) bei fremden
Mailservern eingeliefert. Daher haben wir mit einer vorläufigen
Beschränkung dieses Versandweges (Port 25) reagiert. Bitte lesen Sie
diesen E-Mail aufmerksam durch, um weiteren Missbrauch Ihrer/s
Computer/s zu vermeiden.

...


Uns liegen Hinweise vor, nach denen von Ihrem Anschluss auf direktem
Wege E-Mail-Werbung (Spam) an "Bot-Fallen" (sogenannten "Spam-Traps")
auf fremden Mailservern gesendet wurde. Bewerten Sie dies bitte als
alarmierendes Anzeichen dafür, dass vermutlich mindestens ein Computer,
mit dem Sie diesen Anschluss nutzen, durch Schadsoftware kompromittiert
wurde.

...

Beachten Sie bitte, dass es in vielen Fällen nicht ausreicht,
Schadsoftware nur mit einem Virenscanner zu entfernen. Auch die ggf. von
der Schadsoftware hinterlassenen Komponenten wie Backdoors oder
Registrierungseinträge im Betriebssystem müssen beseitigt werden.
........................................................................................


so könnte ich mit K11 dieses teil was ich drinn habe wieder entfernen?
oder muss ich noch was anderes machen?

windows neu drauf machen hab ich keine lust.

Weil an diesem beispiel sieht man das Avira auch fette fische durch lasst und net wirklich aktiv ist .

gruß

 
 
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