Der Globalfoundries-Standort in Dresden wird für rund 1,3 Milliarden Euro ausgebaut. [Quelle: siehe Bildergalerie]
Globalfoundries gab bekannt, dass der Chiphersteller seine weltweite Fertigungskapazität ausbauen wird. Dazu sind zwei Großprojekte geplant. Fab 8, die derzeit in den USA entsteht, wird so angelegt, dass sich die Gesamtkapazität auf bis zu 60.000 Waferstarts pro Monat steigern lässt, sobald der Standort voll ausgebaut ist. Außerdem wird besonders in Dresden investiert. Dort ist ein neues Reinraumgebäude angedacht, mit dessen Hilfe die Kapazität des Standorts auf 80.000 Waferstarts pro Monat erhöht werden soll. Der neue Komplex wird sich laut Globalfoundries auf einer Fläche von 10.000 Quadratmetern erstrecken und mit Produktionsanlagen zur Fertigung von 45-, 40- und 28-Nanometer-Technologie ausgerüstet. Die Aufnahme der Produktion ist bereits für 2011 zu erwarten.
Laut Dr. Udo Nothelfer, Geschäftsführer der Fab 1 in Dresden, beläuft sich der Wert der in den deutschen Standort fließenden Investitionen auf rund 1,3 Milliarden Euro. Durch den Ausbau sollen außerdem einige hundert neue Arbeitsplätze geschaffen werden.
Ein weiteres Projekt, das in Zusammenhang mit den angekündigten Investitionen steht, ist die Schaffung eines High-Tech-Clusters in Abu Dhabi durch Advanced Technology Investment Company (ATIC) - Mehrheitseigner von Globalfoundries. Dieser Standort soll High-Tech-Unternehmen die Möglichkeit bieten, sich im Mittleren Osten anzusiedeln.
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BIOS-Overclocker
09.06.2010 15:51
Interessant wäre aber auch zu wissen, was die opportunen Politiker Sachsens angestellt haben, dass in diesem Maße investiert wird. Die Puffs der Region waren bestimmt gerammelt voll...
Nicht jeder Kunde wäre bereit oder gar in der Lage, derartige Mehrkosten zu tragen. Deshalb sind ja auch Produkte "Made in China" generell so erfolgreich.
Moderator
06.06.2010 20:50
Im Vergleich zu der Chemie, die zur Produktion nötig ist, der z.T. katastrophalen Abbaubedingungen einiger Rohstoffe oder auch einfach nur dem Energieaufwand zur Erzeugung diverser Reinst??? dürften die ökologischen Folgen des Transportes vernachlässigbar sein. So ein bißchen Silizium wiegt schließlich fast nichts, würde mich nicht wundern, wenn man die gesamte Jahresproduktion aus Dresden mit einem mittleren Transportflugzeug rüberschaffen könnte. Die globale Verteilung fällt danach sowieso an. Wenn du ökologisch Hardware kaufen willst, dann kauf gar keine. Die Weiterverwendung der alten schlägt alles andere mit sehr, sehr großem Vorsprung.
Die Politik dürfte vermutlich weiterhin massiv Subventionen einfließen lassen. Sei es direkt oder indirekt z.B. über Forschung an und auf Kosten staatlicher Einrichtungen. ("die Universitäten müssen sich mehr an den Bedürfnissen des Marktes orientieren")
PC-Selbstbauer
06.06.2010 20:41
Deswegen ist es auch nicht sinnvoll, von "in Deutschland" hergestellten CPUs zu sprechen. AMD lässt zwar mehr in Deutschland machen, als Intel, aber unterm Strich sitzt der Löwenanteil der involvierten Arbeitsplätze trotzdem im Ausland.
Interessant... und mal wieder ein schönes Beispiel für den absolut besc***en Teil der Globalisierung. Was das dann an Rohstoffen kostet, den Mist durch die Gegend zu karren... Ernsthaft, wären da nicht 100 Euro Mehrkosten pro CPU vertretbar für uns Kunden? Ich zahle lieber 200 - 300 Euro für ne CPU und weiß, ich unterstütze in diesem Fall kein Umweltharakiri. So oder so werden wir zur Kasse gebeten. Entweder jetzt in Nachhaltigkeit invetieren oder die ganz dicke Rechung kommt irgendwann.
Interessant wäre aber auch zu wissen, was die opportunen Politiker Sachsens angestellt haben, dass in diesem Maße investiert wird. Die Puffs der Region waren bestimmt gerammelt voll...