"Modern Warfare Live"

Jason West & Vince Zampella gründen Respawn Entertainment, Activision klagt

Jason West & Vince Zampella werden mit Respawn Entertainment ein neues Studio aufbauen. Geldgeber ist Electronic Arts. Derweil droht eine gerichtliche Schlammschlacht, denn Activision erhebt schwere Vorwürfe gegen die Ex-Infinity-Ward-Mitarbeiter. (Andreas Link, 12.04.2010)
 
Jason West & Vince Zampella gründen Respawn Entertainment, Activision klagt
 
Jason West & Vince Zampella gründen Respawn Entertainment, Activision klagt [Quelle: siehe Bildergalerie]
Vergangenen Freitag hieß es noch von Jason West & Vince Zampella, dass man bald Neuigkeiten habe. Nun sind diese bekannt geworden: Die beiden entlassenen Infinity-Ward-Mitarbeiter haben laut L.A. Times das Studio Respawn Entertainment gegründet. Als Start-Up-Helfer springt Electronic Arts mit einem größeren Millionen-Betrag ein. Dafür erhält der Publisher die exklusiven Vertriebsrechte am ersten Projekt und den eventuell entstehenden Ablegern. Die Produktrechte sollen aber bei Respawn Entertainment bleiben. Damit wollen West und Zampella die Integrität und Qualität dieses Produktes sicherstellen.

Die beiden kehren so zu ihrem alten Publisher zurück. Infinity Ward ging einst als aus 2015, Inc. hervor, die für EA Medal of Honor: Allied Assault produziert haben. Nachdem den Mitarbeitern die Arbeitsbedingungen und Bonuszahlungen nicht zusagten, gründete man Infinity Ward und fand mit Activision einen Publisher. EA sehe die Sache als Ironie des Schicksals an und wolle sich diese Möglichkeit keinesfalls entgehen lassen.

Unterdessen brodelt es zwischen West, Zampella und Activision weiter. Die L.A. Times berichtet auch, dass man sich bei Activision für eine Gegenklage entschieden habe. Die Vorwürfe sind schwerwiegend. Activision beschuldigt die beiden Ex-Infinity-Ward-Mitarbeiter, dass sie dem Unternehmen eines seiner wertvollsten Besitztümer haben stehlen wollen. Zudem sollen die beiden das Studio nur zum eigenen Vorteil und zur eigenen Bereicherung geführt haben. Zudem hätten die beiden Activision daran gehindert, die Studio-Mitarbeiter gerecht zu entlohnen. Weiterhin hätten sich die beiden mit einem Konkurrenz-Publisher getroffen. Mittlerweile weiß man, dass hier EA gemeint sein dürfte. Sogar Modern Warfare 3 wird genannt: Zampella und West hätten die Produktion des Spiels beabsichtigt verzögert. Die komplette Klageschrift ist auf IGN zu finden.

Natürlich bestreitet der Anwalt von West und Zampella diese Vorwürfe. Es zeichnet sich ab, dass hier eine gerichtliche Schlammschlacht bevorsteht, deren Ausgang ungewiss ist. Sollte es vor Gericht gehen, dürften zumindest die Einzelheiten genauer bekannt werden und sich so klarer herausstellen, wer nun den schwarzen Peter gezogen hat.

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Aktuelle Kommentare
HerrWu
Komplett-PC-Aufrüster
12.04.2010 21:39
AW: Jason West & Vince Zampella gründen Respawn Entertainment, Activision klagt

“We have a real culture of thrift. The goal that I had in bringing a lot of the packaged goods folks into Activision about 10 years ago was to take all the fun out of making videogames.”

Ich glaube wenn mein Chef so was von sich gäbe, würde ich mich auch nach einem neuen Job umschauen.

Die kriegen jetzt nur Muffen sausen weil sie fähige Leute verloren haben, die jetzt etwas entwickeln können das ihren Produkten fähige Konkurrenz bietet.

Ich wäre mit einem Anfang vom Ende Activions sehr zufrieden. Die machen den Markt und die Spielkultur kaputt. Es muss Platz für neue Publisher geschaffen werden.

EDIT: Im Prinzip würde es auch reichen wenn die Verantwortlichen wie Kotick gehen würden. Aber da mache ich mir keine Hoffnung. Unkraut vergeht nicht.

Hackman
Freizeitschrauber
12.04.2010 20:34
AW: Jason West & Vince Zampella gründen Respawn Entertainment, Activision klagt

Quote: (Zitat von bernder)
Respawn Entertainment?
Ein ewiges nervtötendes CoD Problem zum Namen zu machen, ob das gut ausgeht?

Made my day!

Hackman
Freizeitschrauber
12.04.2010 20:33
AW: Jason West & Vince Zampella gründen Respawn Entertainment, Activision klagt

Von Activision zu EA zu wechseln, da tauscht man Not gegen Elend. Aber gute Publisher, die den Designern ihre Freiheiten lassen und nicht nur auf die Dividende schielen, und ansonsten Mitarbeiter entlassen, wird es wohl nimmer viele geben. Und mit der IW-typischen überzogenen Pompös-Produktion muss natürlich auch einiges an Kosten vorab finanziert werden, was kleinere Publisher vielleicht gar nicht könnten.
Hoffentlich haben die beiden eine kreative Ideee abseits vom Gehabten *gähn*

 
 
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