Jason West und Vince Zampella verlassen Infinity Ward

Call of Duty: Infinity Ward-Chefs entlassen - Update: Activision von Klage enttäuscht

Infinity Ward verliert zwei leitende Angestellte: Jason West und Vince Zampella, bisher Chefs des Call-of-Duty-Studios, wurden von Activison Blizzard entlassen. Gehorsamsverweigerung und Vertragsverletzung wird den Beiden vorgeworfen. (Andreas Link, 05.03.2010)
 
Infinity Ward: Chefs des Call-of-Duty-Studios wegen Gehorsamsverweigerung entlassen
 
Infinity Ward: Chefs des Call-of-Duty-Studios wegen Gehorsamsverweigerung entlassen [Quelle: siehe Bildergalerie]
Original-Artikel vom 02.03.2010: Infinity Ward: Chefs des Call-of-Duty-Studios wegen Gehorsamsverweigerung entlassen
In einer offiziellen Mitteilung an die US-Börsenaufsicht meldet Activision Blizzard, dass man die beiden Chefs des Call-of-Duty-Studios Infinity Ward wegen Gehorsamsverweigerung entlassen habe. Zudem wird Jason West und Vince Zampella Vertragsverletzung vorgeworfen. US-Medien berichten, dass die beiden Leiter des Studios nach einer Besprechung mit Activision Blizzard nicht mehr gesehen worden sein sollen. Zudem seien am gleichen Tag unbekannte Männer mit gut gebauter Statur im Studio gewesen, die ihren Aufenthalt nicht begründen wollten. Jason West soll sich in sozialen Netzwerken bereits als arbeitslos gemeldet haben.

Über die Hintergründe kann derzeit nur spekuliert werden. Ob es mit Vorgängen zum bereits erschienen Modern Warfare 2 zusammenhängt oder an einem geplanten nächsten Titel ist offen. Treyarch wird wohl den nächsten Shooter der Serie produzieren, der Gerüchten zufolge in Vietnam spielen soll. Bei Infinity Ward könnten die Planungen zu einem Spin Off der Serie gestartet worden sein. Activision Blizzard ließ bereits verlauten, dass man neue Wege für die Serie sucht. Gefallen sind hier mitunter der Begriff Onlinerollenspiel.

Update vom 03.03.2010: Activision Blizzard mit neuer Ausrichtung und 3 Spielen in der Entwicklung
Nachdem gestern bekannt wurde, dass Activision Blizzard die beiden Chefs von Infinity Ward wegen Gehorsamsverweigerung und Vertragsverletzung vor die Tür gesetzt hat, liefert der Publisher heute neue Informationen: Zuerst bestätigten Activision Blizzard, dass Vince Zampella und Jason West nicht mehr bei Infinity Ward sind, nennt aber keine Gründe.

Gerüchte aus US-Medien besagen, dass sich Infinity Ward zur Übernahme 2008 zusichern hat lassen, dass man an einem neuen Spiel arbeiten dürfe. Der Publisher habe aber nun ein weiteres Call of Duty verlangt. Zudem hätten Zampella und West das Studio verkleinern sollen, das mit 80 Mitarbeitern ohnehin schon eine der kleineren Schmieden im Geschäft ist. Hier hätten sich die beiden Chefs geweigert. Andere Medien berichten, dass es Streitigkeiten bei den Gewinnbeteiligungen gegeben habe. Diese hätte höher ausfallen sollen, wenn Infinity Ward Modern Warfare 3 produziert hätte anstelle des anderen Projektes aus der Zusicherung 2008.

Hier kann aber weiter nur spekuliert werden. Offiziell ist, dass Activision Blizzard das Geschäftsmodell zur COD-Serie umbaut. 2010 erscheinen Downloadinhalte für Modern Warfare 2 und ein weiterer COD-Ego-Shooter von Treyarch. 2011 soll Infinity Ward nachlegen. Zudem wird es ein Spin-off der Serie geben, das kein klassischer Ego-Shooter sein wird. Im 2009 gegründeten Studio Sledgehammer Games entsteht ein COD-Action-Adventure. Hier sind viele Ex-EA-Mitarbeiter untergekommen.

Update vom 04.03.2010: West und Zampella klagen
Neuer Tag und neue Runde im Call of Duty-Schlagabtausch. Jason West und Vince Zampella haben US-Medien zufolge Activision Blizzard verklagt. Sie fordern die Tantimen, die ihnen der Publisher angeblich vorenthält. Bei Activision Blizzard habe man Vorwände gesucht, um die Beiden los zu werden und so die Zahlungen einzusparen.

Viel schmerzhafter dürfte aber der zweite Teil der Klage sein: West und Zampella klagen die ihnen wohl vertraglich zugesicherten Rechte an der Marke Modern Warfare ein. Je nach Ausgang könnte Activision Blizzard hier durchaus eine schmerzhafte Niederlage erleiden, sollten die Rechte abwandern. Dies könnte die Planungen für die Zukunft deutlich beeinflussen. Interessant dürfte auch die Entwicklung sein, wie geschlossen das Studio hinter den beiden ehemaligen Chefs steht. Sollten Programmierer abwandern, dürfte dies ebenfalls einen unangenehmen Effekt haben.

Update vom 06.03.2010: Activision von Klage enttäuscht
In einer Pressemitteilung lässt Activision Blizzard nun folgendes verlauten:
"Activision ist enttäuscht, dass Mr. Zampella und Mr. West sich dazu entschieden haben, eine Klage einzureichen. Seit acht Jahren haben Activision Aktionäre diesen beiden Verantwortlichen das Kapital verschafft, Infinity Ward zu starten. Darüber hinaus gab es finanzielle Unterstützung, Ressourcen und die kreative Unabhängigkeit, die ihnen half, professionell arbeiten zu können. Im Gegenzug erwartet Activision die Erfüllung ihrer Verpflichtung - wie von jedem anderen Geschäftsführer, Leiter oder Vorstand in der Firma."
Man gehe davon aus, dass die Forderungen der Ex-Infinity-Ward-Chefs wertlos sei. Problematisch könnten allerdings die an Zampella und West abgetretenen Rechte der Call-of-Duty-Serie werden. So könnten die ehemaligen Infinity Ward Chefs weitere DLC-Inhalte und Nachfolger behindern oder sogar verbieten, falls das Gerichtsurteil zu ihren Gunsten ausfallen sollte.
 
 
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Aktuelle Kommentare
push@max
Volt-Modder
06.03.2010 22:07
AW: Infinity Ward: Chefs des Call-of-Duty-Studios wegen Gehorsamsverweigerung entlassen

Ganz erhlich...der ganze Prozess interessiert mich überhaupt nicht.

Gunny Hartman
Gesperrt
06.03.2010 19:15
AW: Infinity Ward: Chefs des Call-of-Duty-Studios wegen Gehorsamsverweigerung entlassen

Kaum ist das Spiel so populär, geht der Zank ums Geld los. Für mich ein Zeichen, dass zu viel Erfolg schlecht für eine Spieleserie ist. Denn Dann wird versucht möglichst viel Geld zu verdienen, auch in dem man das Spiel beschneidet, Gewalt rausnimmt, es für die Masse interessanter macht. Irgendwann ist das Spiel ab 16 zu haben, dann ab 12, usw. Dann könnt Ihr euch ja vorstellen was daraus wird. Dann kommt noch der Mist mit den DLCs, dann wird der Netzwerkmodus beschnitten usw.

Ich sage: Lieber ein Spiel, das nur für wenige interessant, dafür aber hervorragend gemacht ist.
Die Zeiten, als Spiele noch ein Nischenmarkt darstellten, ware schon gut. Heute verkommt alles zur Massenware.

Und sowas kommt dabei heraus!

Torsley
Software-Overclocker
05.03.2010 23:27
AW: Infinity Ward: Chefs des Call-of-Duty-Studios wegen Gehorsamsverweigerung entlassen

Quote: (Zitat von Veriquitas)
Ist auch wayne Activision braucht cod nicht.Das Dingt ist die beiden Parteien streiten sich um den namen.Das sagt doch alles oder, aber ne jetzt kommt wieder Activision.So ein Blödsinn die Leute von Blizzard produzieren ihre eigenen Spiele die brauchen kein cod, die mahcen mit ihren eigenen Games soviel Kohle und das zurecht.Urväter vom Spielprinzip.Cod ist nur irgendein Spiel für die, warum streiten die sich??Es geht um Geld die beiden Vollprfosten sollen mal kugen wo die bleiben.Die wollten dick cash wer wollte dahin ?Die also.........
Die beiden wollen genauso die Kohle wie Activision, sieht man ja jetzt.


klar macht blizzard viel kohle. aber was hat das damit zu tuhen, das sie mit dem namen call of duty auch nochmal ne menge kohle reinholen können? wenn die beiden die rechte für den namen bekommen und dann mit dem namen weitermachen können, ganz im sinne von "back to the roots", ist das nen ziemliches verkaufsargument. und wenn sie das spiel tatsächlich wieder in diese richtung führen können, dann ist das fast ne garantie dafür das es gekauft wird. also warum sollte activision den beiden so ein luxus schenken wollen? und das am ende des monats alle beteiligten den einen oder anderen geldbetrag aufm konto haben wollen, ist schon klar. so far....

 
 
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Geforce-7-Reihe (0.10%)
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