Youtube-Urteil: Google-Manager in Italien verurteilt [Quelle: siehe Bildergalerie]
Das Youtube-Video, in dem ein Jugendlicher drangsaliert wird, sorgte bereits für Aufsehen. Nun hat ein Gericht in Mailand drei Google-Manager wegen Verletzung der Privatsphäre bestraft. Ein Manager wurde freigesprochen. Sechs Monate Haftstrafe auf Bewährung müssen nun verbüßt werden. Die Begründung des Gerichtes lautet, dass Youtube keine ausreichenden Schutzmechanismen installiert habe, um das Portal vor Missbrauch durch Dritte zu schützen.
Im Detail geht es um ein Video aus dem Jahr 2006, das mit einem Handy aufgezeichnet wurde. In ihm wird ein geistig behinderter Junge gezeigt, der von Schülern schlecht behandelt wird. Nach Aufforderung entfernte Google das Video Ende 2008. Doch das reichte den italienischen Behörden nicht. Ihrer Auffassung nach müsse Google verhindern, dass solche Videos auf Youtube hochgeladen werden können.
Google wird mit Einspruch reagieren - das wurde bereits bekannt. Das Internetunternehmen ist verwundet über das Urteil und sieht die Prinzipien der Freiheit in Frage gestellt, auf denen das Internet aufbaue. Die Staatsanwaltschaft in Italien zeigt sich indes zufrieden und sieht das Ziel als erreicht: Google müsse nun genauer Kontrollieren, welche Videos auf Youtube hochgeladen werden. Der entscheidende Richter stellte die Menschenwürde über die Interessen eines Unternehmens, liest man weiter.
Die vier Täter im Video wurden bereits verurteilt, nachdem Google bei der Aufdeckung des Falls half. Sie mussten umfangreiche gemeinnützige Arbeit leisten.
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PC-Selbstbauer
25.02.2010 09:59
wenn du also die totale freiheit möchtest, muss du auch damit leben, das jemand dir diese abspenstig machen möchte, nur weil dieser eine eigene auffassung seiner freiheit hat.
und überhaupt, wer sich stark gegenüber behinderten fühlt, und diese es auch fühlen lässt, ist in seiner sozialen entwicklung selber behindert, wennicht sogar verkrüppelt.
das urteil finde ich einerseits schwach und andererseits ok.
das video wurde 2006 hochgeladen und erst 2008 entfernt. es konnten sich also ca. 2jahre lang irgendwelche sozialkrüppel über das opfer lustig machen.
somit ist es doch bewiesen, das eine kontrolle seitens youtube sehr zu wünschen übrig lässt.
klar ist das schlimm und verachtend. Und nu? Das Video ist das eine aber wer sagt nicht das Du, Dein Nachtbar oder ich morgen eine Straftat begehen. Soll man uns deswegen vorverurteilen für den Fall das es passieren könnte? Das kann und sollte man erst hinterher bei Leuten die noch nicht vorher auffällig waren. Wenn es technisch 100% möglich ist kann man das natürlich auch filtern. Aber es geht nicht.
PCGH-Community-Veteran
25.02.2010 03:00
Einfach ein paar Löschadmins von Wikipedia anmieten - Problem gelöst!
Administratives Postpanoptikum
25.02.2010 02:55
Auch wenn sich das Beispiel nicht direkt übertragen lässt, zeigt es meines Erachtens durchaus, welches Grundproblem für Forenbetreiber besteht. Ich verrate wohl kein Geheimnis, wenn ich sage, dass das PCGHX-Forum in der aktuellen Form nicht existieren würde, wenn jeder Beitrag manuell freigeschaltet werden müsste.