Links der USB-3.0-Stick von Supertalent - rechts ein handelsüblicher USB-2.0-Stick [Quelle: siehe Bildergalerie]
Seit einigen Tagen ist ein 32-GByte-Modell der neuen Raid Drive USB 3.0-Serie von Super Talent im PCGH-Testlabor. Ein Vergleichsbild zeigt den Größenunterschied zu einem handelsüblichen USB-2.0-Stick.
Der erste USB-3.0-Stick im TestDie positiven Eigenschaften vorweg: Die USB-3.0-Stick-Serie von Super Talent mit der Bezeichnung USB 3.0 RAID-Drive ist enorm schnell. Wir haben die Variante mit 32 GByte getestet. Sie bewältigt unseren PCGH-Kopiertest mit einer 5 GiByte großen Datei in lediglich 87 Sekunden. Der beispielhaft angetretene USB-2.0-Stick Survivor GT von Corsair (ebenfalls mit 32 GByte) benötigt hierfür 570 Sekunden - also neuneinhalb Minuten statt knapp eineinhalb Minuten mit dem USB-3.0-Modell. Nur die SSD Corsair P64 in einem 2,5-Zoll-Gehäuse von Icy Box für USB 3.0 ist mit 71 Sekunden noch schneller. Langsamer ist dagegen eine WD2001FASS-HDD in einem 3,5-Zoll-Gehäuse (107 Sekunden).
Bei der Leserate, die wir mit dem Tool HD-Tach ermittelt haben, erzielt der Super-Talent-Stick mit 175,7 MByte pro Sekunde etwa die fünfeinhalbfache Übertragungsrate des USB-2.0-Stifts (175,7 gegen 32,5 MByte/s). Die Corsair-SSD ist hier gleichaus, die externe HDD liegt bei 120 MByte/s. Im eher theoretischen Burst-Test ist der USB-3.0-Neuling sogar siebeneinhalb Mal so schnell wie der USB-Vorfahre.
Super Talent Raid Drive USB 3.0: SSD-RAIDDie hohe Leistung erreicht das USB 3.0 RAID-Drive laut Hersteller mithilfe von zwei Mini-SSDs, die (wie der Name schon andeutet) im RAID-0-Verbund (Striping) laufen. Damit ergeben sich allerdings auch mehrere Nachteile: Der USB-3.0-Stick ist groß: Er misst 9,4 x 3,4 x 13 Zentimeter (Länge x Breite x Höhe). Daher blockiert er zudem die benachbarten USB-Ports. Die Oberfläche ist, wie bei Klavierlack-Optik üblich, sehr empfindlich für Fingerabdrücke. Mit 50 Gramm ist der Stick für seine Größe allerdings relativ leicht. Zum Vergleich: Ein gewöhnlicher USB-2.0-Stick wiegt 10 Gramm, der wuchtige Survivor von Corsair 44 Gramm. Wichtigster Nachteil ist allerdings der Preis: Die 32-GByte-Variante kostet rund 200 Euro, für die 64-GByte-Version zahlen Sie 310 und für das 128-GByte-Topmodell sogar 500 Euro.
Bevor Sie den USB-3.0-Stick nutzen können, müssen Sie zunächst, wie bei einer Festplatte üblich, ein logisches Laufwerk erstellen und formatieren. Zudem sollten Sie nicht die Standard-Windows-Treiber verwenden, sondern die Treiber von Super Talent installieren. Er ist im
Download-Bereich der Hersteller-Webseite abrufbar. Ansonsten dauert unser Kopiertest nämlich 129 statt 87 Sekunden.
Im PCGH-Preisvergleich wird das Super Talent Raid Drive als
32-GB-Modell ab ca. 195 Euro, als
64-GB-Modell ab ca. 299 Euro und als
128-GB-Modell ab rund 485 Euro gelistet. Weitere Informationen finden Sie auch direkt beim
Hersteller.
Alle Infos zu
SSDs oder Solid State Disks finden Sie auf der Themenwebseite. Wenn Sie sich über
HDDs oder Festplatten informieren möchten, empfehlen wir unsere Themenseite. News, Tests und Wissen zu
Festplatten, SSDs und (optischen) Laufwerken allgemein finden Sie auf der Laufwerke-Produktseite von PC Games Hardware Online.
Schraubenverwechsler
17.05.2011 09:13
Naja, im Prinzip unterscheidet sich ein USB stick nicht sehr von einer SSD. Beide basieren auf Nand-Flash und das Interface bestimmt zum grössten Teil die Übertragunsgeschwindigkeit.
Wir haben schon ein paar Supertalent SuperCrypt PRO USB 3.0 RAID Drives in Irland gekauft, da wir ziemlich viel mit Photoshop und Autocad arbeiten und unsere MacPros und PCs mit SSDs ausgestattet sind. Der Vorteil ist, dass der Stick sowohl auf USB 3.0 und USB 2.0 läuft und für schnelle und sichere Datenübertragungen super funktioniert.
Kann ich also nur empfehlen.
Frank
PC-Selbstbauer
27.02.2010 09:51
Finde dieses Angebot nicht schlecht. Wenn keine Firma den ersten schritt macht, kommt usb 3.0 nie in Fahrt. Da die technik noch so jung ist, ist der ganze kram natürlich teuer und groß, wie immer. Aber wie bei den 2.0-Sticks wird sich das auch geben (schaut euch doch mal die Supertalent Pico-serie an, kleiner geht eigentlich wirklich nimmer, denn sonst steht zu wenig "aus dem port raus" und man kriegt ihn nicht mehr abgezogen (Könnte man mit einem kleinen Band lösen
Kommt für mich auch nicht in Frage aber ich könnte mir vorstellen, dass Supertalnt gut daran verdient, denn es gibt immerhin momentan keine Konkurrenz und auch Sammler werden sich den ersten usb 3.0-Stick kaufen ^^
Freizeitschrauber
18.02.2010 23:28
Wie schlägt sich der usb 3.0 stick am 2.0 port? ist da noch eine beschleunigung gegenüber den 2.0 Sticks drin?