Telekom fordert Regulierung für Kabelnetze [Quelle: siehe Bildergalerie]
Einst wehrte sich die Deutsche Telekom gegen die Öffnung des Netzes für Drittanbieter, doch nun fordert man genau dies von den Kabelnetzbetreibern. Das Bonner TK-Unternehmen ließ bei der Regulierungsbehörde durchleuchten, dass man sich eine Öffnung des Kabelnetzes für Drittanbieter wünschen würde.
Bisher hat die Bundesnetzagentur bei den Kabelbetreiben kein Eingreifen für nötig gehalten, da deren Marktanteil überschaubar war, doch im letzten Jahr stieg die Kundschaft mit Kabel-Internet auf 2,4 Millionen. Allein im ersten Halbjahr 2009 lag das Wachstum bei 25 Prozent. Noch verteilt sich dies auf mehrere Kabelbetreiber, doch schon länger plant US-Mann John Malone die Zusammenführung dieser Splittergruppen zu einem schlagkräftigen Anbieter. Bei Kabel BW und Unitymedia hat der Medienmacher bereits angeklopft, Orion und Marktführer Kabel Deutschland seien im Visier.
Telekom-Chef René Obermann wünscht sich in der Tageszeitung
Die Welt "Kabelnetzbetreiber haben die breitbandige Verkabelung in den Häusern, auf die Wettbewerber auch Zugriff haben sollten". Dagegen hält Kabel-Deutschland-Sprecher Marco Gassen im Gespräch mit
Golem: "Die Kabelnetzbetreiber haben derzeit einen Marktanteil von 10 Prozent am gesamten Breitbandmarkt. Das rechtfertigt aus unserer Sicht keine Regulierung, zumal eine Regulierung richtigerweise nach deutschem und europäischen Recht grundsätzlich an das Vorliegen von Marktbeherrschung anknüpft."
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PCGH-Community-Veteran
13.02.2010 15:09
Vermutlich gerade deswegen
Die wissenganz genau wie ungern ein Unternehmen sowas macht. Also wird das von alleine eh nie passieren.
Kabelverknoter
13.02.2010 14:44
Das von einem Unternehmen, dass sich auch mal ziemlich schwer damit tat, im Kommunikationsbereich ihr Netz für Drittanbieter bzw Mitbewerber zu öffnen.
Komplett-PC-Aufrüster
11.02.2010 17:37
ich kann nur den artikel in der aktuellen c`t empfehlen. da steht drin, warum deutschland so hinterherhinkt mit dem ausbau der netze. was einerseits mit der privatisierung der telekom, der regulierungsbehörde und dem daraus geschichtlichem verlauf zu tun hat.
das ding ist einfach, dass man infrastruktur vom serviceprovider einfach trennen sollte.
klar die frage nach dem geld, wo soll das herkommen?
aber wer will würde da schon was finden, weil für die banken war ja auch zufällig geld da