Intel Itanium 9300: Tukwila-Server-Prozessoren vorgestellt
Tukwila 9300 ist die neueste Generation von Itanium-Prozessoren. Intel stellte die CPU in San Francisco offiziell vor und verspricht deutlich mehr Leistung. Harte Benchmarks hat Intel nicht im Gepäck, aber ein neues Speicherinterface aus dem Nehalem EX (Xeon).
Quelle: Intel
Intel Itanium: Tukwila-9300-Server-Prozessoren vorgestellt
Intel hat während einer feierlichen Veranstaltung in San Francisco die neuen Server-Prozessoren Itanium vorgestellt. Tukwila 9300 wird in fünf verschiedenen Leistungsklassen erscheinen. Die Präsentation indes war eher unspektakulär, denn Intel blieb Benchmarks schuldig, wie es einst bei einem der Vorgänger Montecito war. Die Aussage blieb die Gleiche, wie man sie schon seit längerem von Intel hört: doppelt so schnell wie Montvale und mit der sechsfachen Speicherbandbreite, neunfacher Interconnect-Bandbreite und dabei 30 Prozent weniger Energieaufnahme. Partner Hewlett Packard will ermittelt haben, dass Anwendungen unter gewissen Umständen sogar bis zu neun Mal schneller laufen als beim direkten Vorgänger. In den kommenden 90 Tagen will HP die ersten Systeme vorstellen. Bull, NEC, Hitachi, Inspur und Supermicro haben ebenfalls keine fertigen Systeme zu präsentieren und SGI und Fujitsu scheinen zunächst abwarten zu wollen.
Die nackten Zahlen der Prozessoren sind bereits hinlänglich im Internet spekuliert worden. Tukwila 9300 wird in fünf Versionen an den Start gehen, die zwischen 1,33 Gigahertz und 1,73 Gigahertz takten. Mittels neuem Turbo-Boost sind je nach Modell 1,46 bis 1,86 Gigahertz möglich. Der neue Itanium wird in 65 Nanometern gefertigt und besitzt vier Kerne, die SMT beherrschen. Lediglich das Kleinste Modell muss sich mit zwei Kernen und SMT begnügen. Auch der L3-Cache variiert je nach Modell und liegt zwischen 10 und 24 MiByte.
Während der Entwicklung machte das auf FBDIMM ausgelegte Speicherinterface eine deutliche Verzögerung aus. Schon vor einem Jahr hätte die CPU an den Start gehen können, wenn man sich nicht doch zum Wechsel auf das Scalable Memory Interface geeinigt hätte. Damit lässt sich bis zu ein TiByte DDR3-Speicher nutzen. Vorteil für Intel ist die Nutzung der bereits vorhandenen Infrastruktur aus dem Nehalem EX (Chipsätze und Technologie) und der kleine, gescheiterte Ausflug mit RDIMM vor einigen Jahren dürfte Intel ebenfalls zu Denken gegeben haben.
| Modell | Kerne | L3-Cache (MiB) | Standard-Takt | Turbo-Takt | Preis | Anwendungsbereich |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Itanium 9350 | 4/8 | 24 | 1,73 GHz | 1,86 GHz | 3.838,00 USD | Perfomance |
| Itanium 9340 | 4/8 | 20 | 1,60 GHz | 1,73 GHz | 2.059,00 USD | Perfomance/Preis |
| Itanium 9330 | 4/8 | 20 | 1,46 GHz | 1,60 GHz | 2.059,00 USD | Performance/Watt |
| Itanium 9320 | 4/8 | 16 | 1,33 GHz | 1,46 GHz | 1.614,00 USD | Value |
| Itanium 9310 | 2/4 | 10 | 1,60 GHz | 1,60 GHz | 946,00 USD | Low Power |
Intel preist zudem die Zukunftssicherheit der Itanium-Prozessoren an. OEM-Systeme auf Basis der Intel Itanium 9300 Prozessor-Familie sind kompatibel zu bestehender Software und liefern große Performance-Verbesserungen, ohne die Software zusätzlich optimieren zu müssen, lässt der Chip-Hersteller wissen. Poulson, so der Codename für den nächsten Itanium-Prozessor, bringt dann laut Intel eine Multi Core-Architektur, verbessertes Hyper-Threading und mehr Befehlsstufen sowie neue Funktionen für mehr Ausfallsicherheit. Poulson und künftige Itanium-Prozessoren sind beim Sockel und beim Binärcode mit heutigen Systemen und Software auf Basis der Intel Itanium 9300 Prozessoren kompatibel.
Die Preise für die Intel Itanium 9300 Prozessor-Serie reichen von 946 US-Dollar bis 3.838 US-Dollar bei der Abnahme von 1.000 Stück. Die Auslieferung erster Systeme wird innerhalb der nächsten 90 Tage erfolgen. Wer sich für das Systemdesign interessiert, findet bei Intel ein umfangreiches Whitepaper über Konfigurationsmöglichkeiten, QPI, Bandbreiten und mehr.

Nur das X86_64 CPUs abwärtskompatibel zum 32 und 16 Bit mode sind.
Da IA-64 rein gar nichts mit x86 - Befehlsatz zu tun hat können auch keine X86 nativ drauf laufen (Intel Itanium haben nen Emulator).
Aber mit deiner weiteren Aussage hast du natürlich recht, bei solchen Systemen wird schlichtweg kein Windows eingesetzt.
Mich würde mal interessieren inwiefern sich die IA64 Erweiterung aktueller x86 CPUs zum nativen IA64 Design unterscheidet, denn theoretisch dürfte es ja eigentlich keinen großartigen Unterschied geben d.h. es müsste auch Vista/7 64Bit laufen.
Nur das X86_64 CPUs abwärtskompatibel zum 32 und 16 Bit mode sind.
Da IA-64 rein gar nichts mit x86 - Befehlsatz zu tun hat können auch keine X86 nativ drauf laufen (Intel Itanium haben nen Emulator).
Außerdem hat auch i-ein Windoof nichts auf so einer Hardware zu suchen.
Das bleibt höhren Betribsystememn wie BSD und Linux vorbehalten die auch auf IA-64 laufen.
Aber mit deiner weiteren Aussage hast du natürlich recht, bei solchen Systemen wird schlichtweg kein Windows eingesetzt.
Mich würde mal interessieren inwiefern sich die IA64 Erweiterung aktueller x86 CPUs zum nativen IA64 Design unterscheidet, denn theoretisch dürfte es ja eigentlich keinen großartigen Unterschied geben d.h. es müsste auch Vista/7 64Bit laufen.
Ich dachte immer, MS hätte die Unterstützung anno 2004 komplett eingestellt.
Aber für die Nutzer solcher CPUs wird das vermutlich zu 90% egal sein, denn niemand wird typische Wintel-Anwendungen drauf laufen lassen wollen - und bei speziell für diese Leistungsklasse entwickelten Programmen werden dann auch andere Betriebssysteme in gleichem Maße unterstützt.