Google und Co werden vielleicht zur Kasse gebeten [Quelle: siehe Bildergalerie]
In einer Meldung der spanischen Zeitung El Pais wird deutlich, dass die großen Telekommunikationsunternehmen wie Telefonica klare Vorstellungen davon haben, wie sie auf die ständig wachsenden Anforderung an ihre Netze reagieren wollen. Die Internetdienstanbieter wie Google, deren Angebote sich für einen großen Teil des weltweiten Datenverkehrs verantwortlich zeigen, sollen für die Beanspruchung der Datenleitungen zur Kasse gebeten werden. Laut den Aussagen des Telefonica-Chefs will man nicht mehr lange dabei zusehen wie Google und andere entsprechende Internetdienstleister Ihr Angebot auf, für sie kostenlosen, Datenautobahnen bereitstellen können, ohne dass die Netzbetreiber daran mitverdienen. Gebührenforderungen an Google und Co für die Nutzung der Netze seien notwendig, so der Telefonica-Chef.
Inwiefern sich diese Pläne wirklich umsetzen lassen werden bleibt abzuwarten, denn sie stehen im Widerspruch zu den Forderungen der US-Regierung und der EU nach Netzneutralität, nach der die Nutzung der Netze nicht ganz allein dem freien Markt unterworfen werden soll und eine freie, kostenlose Nutzung der Datenleitungen zwischen Backbones vorsieht. Bezahlt wird wie bisher die Anbindung der Rechenzentren von Unternehmen bei Netzbetreibern und der Anschluss der Zugangskunden. Sollten sich die Bestrebungen nach dieser Netzneutralität nicht gegen die Forderungen der Netzbetreiber durchsetzen ist ein Zwei-Klassen-Datennetz zu befürchten.
Weitere Interessante News zum Thema Internet bei PC Games Hardware: •
Google versus Twitter: Eigenen Mikroblogging-Dienst mit Google-Mail •
Verbraucherzentrale warnt vor Live-Auktionen •
Google Books: US-Justizministerium lobt und tadelt neuen Vorschlag zugleich
Alle Infos zum
Firefox, dem Internetbrowser von Mozilla, finden Sie auf der Themenwebseite. Auch zum
Internet Explorer, dem Internetbrowser von Microsoft, finden Sie alles auf der Themenwebseite. Wenn Sie sich für
Chrome, den Internetbrowser von Google interessieren, sollten Sie die passende Specialseiten anrufen. News, Tests, Downloads und Wissen zu Themen wie
Internet-Browser, Suchmaschinen und soziale Netzwerke finden Sie auf der Internet-Übersichtsseite von PC Games Hardware Online.
Freizeitschrauber
11.02.2010 16:10
ich glaub jetzt hab ichs kapiert.
PCGH-Community-Veteran
11.02.2010 15:08
Nein, das innerdeutsche Netz wird fast genauso belastet wird wie vorher. Die Belastung bleibt also im Land nahezu die selbe, während es den Rest entlastet wird.
Lediglich der Standort der Datenquelle/Schnittstelle könnte sich Ändern. In Ländergrenzen betrachtet: Statt das der gesamte Verkehr über ein Gateway an einer Grenze geroutet wird und von dort aus nach ganz DE verteilt wird, wird der gesamte Verkehr eben über einen Server in FFM (Beispielsweise) in ganz DE verteilt.
Die Netzlast innerhalb DE bleibt also nahezu gleich, und wird nicht extra belastet.
Und wie gesagt: Je engmaschiger man das Servernetz legt, desto mehr Netz- Infrastruktur wird entlastet.
Freizeitschrauber
11.02.2010 14:21
Wieso? Wenn die Netz-Last von den Interkontinental-Leitungen genommen wird und stattdessen innerhalb von Deutschland (wie in deinem Beispiel) auftritt, dann ist das genau das, was ich geschrieben habe, nämlich ein Teil des Netzes entlastet wird und ein anderer Teil des Netzes belastet.