Google Bücher: US-Justizministerium lobt und tadelt zugleich neuen Vorschlag [Quelle: siehe Bildergalerie]
Im November letzten Jahres hat
PC Games Hardware berichtet, dass Google zusammen mit Autorenverbänden und Verlagen in den USA einen überarbeiteten Konzeptvorschlag für das eigene Bücher-Projekt vorgelegt hat. Dieses neue sogenannte Google Book Settlement war nun bereits der zweite Versuch, einer Klage diverser Verlage und Schriftsteller aus dem Jahre 2005 außergerichtlich beizulegen. Inzwischen hat das US-Justizministerium eine Stellungnahme veröffentlicht.
Trotz einiger Entschärfungen versuche Google demnach weiterhin, "mit dem Instrument der Sammelklage Geschäftsbedingungen zu schaffen, die weit über das hinausgehen, was eigentlich verhandelt werden sollte". Man würde trotz eines begrenzten Geltungsbereiches noch immer konkurrenzlosen Zugriff auf eine enorme Anzahl von Büchern erhalten.
In einer ersten Reaktion bezieht sich Google selbst vor allem auf die positiven Aspekte dieser Stellungnahme. Laut
golem.de freue man sich, dass eine Verbesserung gegenüber dem ersten Vorschlag zu erkennen sei. Das Unternehmen bekräftigte sein Vorhaben, Millionen Bücher der Öffentlichkeit wieder zugänglich zu machen. Man sei nun gespannt, wie die Justiz entscheide.
Ob das Google Book Settlement in der aktuellen Form offiziell anerkannt wird, muss noch per Gericht entschieden werden. Eine Anhörung wurde für den 19. Februar 2010 angesetzt.
Hintergrund: Wie oben erwähnt, werfen Google einige Verlage und Schriftsteller damals wie heute Urheberrechtsverletzungen vor, weil der Konzern seit einigen Jahren in öffentlichen Bibliotheken zu findenden Werke digitalisiert und teilweise ins Internet stellt, ohne dies vorher mit allen betroffenen Autoren beziehungsweise Rechteinhabern abzuklären.
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