Google Street View: Verbraucherministerin erwägt rechtliche Schritte [Quelle: siehe Bildergalerie]
Original-Artikel vom 06.02.2010: Google Street View: Deutsche Verbraucherministerin erwägt rechtliche SchritteHarsche Kritik an Google Street View: Ilse Aigner, Bundesverbraucherschutzministerin, sagte gegenüber dem Focus, dass man dem Kartographievorhaben von Google skeptisch gegenüber stehe. "Die flächendeckende Fotoaktion ist nichts anderes als eine millionenfache Verletzung der Privatsphäre", so Aigner im Interview mit dem Focus. Sie geht sogar noch einen Schritt weiter und behauptet, dass "kein Geheimdienst dieser Welt so ungeniert auf Bilderjagd gehen" würde. Man wolle rechtliche Schritte in Zusammenarbeit mit dem Innenministerium prüfen. Auch Gesetzesänderungen sind nicht ausgeschlossen.
Aigner glaubt, dass das Verfahren zur Erlaubnis der Fotoaufnahmen anders herum aufgezäumt werden müsste. Google müsste die Bürger um einen Erlaubnis ersuchen. Aktuell muss gegen eine Veröffentlichung Einspruch eingelegt werden. Die Spezialkameras, die Google für Street View einsetzt, sind 2,50m hoch und überragen dadurch die meisten Schutzmaßnahmen für Privatsphäre.
Update vom 9.2.2010: Deutsche Verbraucherministerin erneuert KritikDie deutsche Verbraucherschutzministerin legt bei ihrer Kritik an Google Street View nach. Gegenüber der Nachrichtenagentur dpa erneuerte sie die Forderung, dass Google aktiv die Einwilligung der betroffenen Bürger einholen müsse. "Dass Google den Anwohnern ein Widerspruchsrecht einräumt, genügt nicht", so Aigner. Google würde mit persönlichen Daten Geld verdienen wollen, deshalb müsse die Firma auch entsprechende Einwillungen einholen. Die Möglichkeit des Widerspruchs allein, wie es heute praktiziert wird, wäre zu wenig.
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Schraubenverwechsler
18.02.2010 22:23
Da kommt einem ja echt die Galle hoch! Da spielt sich eine Ministerin zur Göttin auf, die normale PC Nutzer nur bevormunden will, was sie sehen dürfen und was nicht. Ich habe meine eigenen Einträge und Fotos bei time-o-rama.com und wäre echt stinksauer, wenn ich die Fotos von Häusern jetzt alle löschen müsste, bloß weil irgendjemand meint, es müsse verboten werden, Steine und Gartenzäune zu fotografieren. Das ist ja sowas von krank, das solche Frauen überhaupt Ministerin werden können ...
Komplett-PC-Aufrüster
10.02.2010 23:59
Hallo Leute hier geht es doch gar nicht um Google und deren Aktivitäten!
Hier geht es um nichts anderes als Werbung oder besser Propaganda.
Sie stell sich als großer Beschützer der Privatsphäre hin, viele glauben das auch noch, na klar weil Datenvorratsspeicherung etc. halt schon wieder vergessen oder noch nie verstanden worden sind. "Ich beschütze euch ich bin gut" wird dabei in den meisten Köpfen drin bleiben und darauf wird spekuliert. Falls nun noch ein paar Gelder dabei abfallen um so besser.
Sysprofile-User
10.02.2010 00:14
Gibt es eigentlich nichts wichtigeres zu tun als sich damit zu profilieren an Google rum zu nörgeln ??
Die Autos von Google fahren auf öffentlichen Straßen und sind somit für mich kein Problem.
Jeder LKW-Fahrer sitzt auch min. 2,5 m hoch und sieht somit auch über jede Hecke oder Mauer.
Oder der Blick aus einem Hochhaus. Da sieht man auch in jeden Hinterhof.
Wo ist denn da die Privatsphäre ?
Dazu kommen noch die ganzen öffentlichen Überwachungskameras und Leute die in der öffentlichkeit Bilder machen.
Die letzten Jahre wird das immer schlimmer mit den Fotos :
"Ich bin auf einem Foto im Internet zu erkennen , wie furchtbar. Da muß ich jetzt aber irgendwen verklagen."
Wo das wohl noch hinführt ?