Youtube: Ab morgen erstmals kostenpflichtige Videos und ab sofort auch HTML5 statt Flash möglich [Quelle: siehe Bildergalerie]
Original-Artikel vom 21.01.2010: Die Betreiber von Youtube haben gestern auf ihrem offiziellen Blog zwei wichtige Ankündigungen getätigt. Zum einen hat man das Videoportal nun um eine experimentelle Unterstützung von HTML5 erweitert und zum anderem wird man morgen erstmals kostenpflichtige Inhalte anbieten.
Anlässlich des am morgigen Freitag beginnenden Sundance Film Festival 2010 wird Youtube insgesamt fünf Filme der dies- und letztjährigen Ausgabe der Veranstaltung rund um unabhängige Produktionen für US-Bürger kostenpflichtig auf Abruf ("On Demand") bis zum Sonntag, dem 31.1.2010, anbieten. Dies soll gleichzeitig den Auftakt für das künftige Anbieten kostenpflichtiger Videos und Filme darstellen. Weitere Informationen hierzu und Trailer zu diesen ersten fünf Filmen gibt es auf dem entsprechenden
Blog-Eintrag.
Ab sofort kann Youtube außerdem nicht mehr nur Videos mithilfe eines Flash-Players, sondern auch durch einen integrierten HTML5-Player abspielen. Mitsamt einem "modernen Browser" inklusive HTML5- und H.264-Codec-Unterstützung, also aktuell nur mit Google Chrome und Apple Safari, ist es nun theoretisch möglich, Clips auch ohne installierten Flash-Player oder äquivalenter Browser-Erweiterung zu betrachten. Obwohl dieses Merkmal damit offiziell eingeführt worden ist, unterliegt die Funktionalität noch einigen Einschränkungen, weswegen eine Freischaltung noch über eine
spezielle Test-Webseite erfolgen muss. Künftig soll der HTML5-Player jedoch noch weiter verbessert werden. Weitere Informationen hierzu gibt es ebenfalls auf dem entsprechenden
Blog-Eintrag.
Update vom 25.01.2010: Ersten Tests zufolge kommt der Browser Firefox nicht mit dem neuen Format zurecht. Der Grund soll im verwendeten Codec liegen. Youtube setzt dabei offensichtlich auf Vimeo, für dessen Verwendung eine Gebühr fällig wird. Firefox hingegen beherrscht nur die Wiedergabe mit dem kostenlosen Codec Theora. Bei Mozilla zeigt man Unverständnis darüber, dass man bei Youtube auf einen kostenpflichtigen Codec setzt. Selbst wenn man die Lizenzgebühren von fünf Millionen US-Dollar aufbringen könnte, sehe man bei Mozilla wenig Sinn darin, wenn man ähnliche Projekte denke (beispielsweise Linux-Distributionen).
Lizenzkosten sind für Entwickler von freien Browsern kaum tragbar. Die beiden Webkit-Browser Chrome und Safari unterstützen den Codec, doch hinter beiden steht ein Unternehmen und im Fall von Chrome sogar der Youtube-Eigentümer Google.
Es kann nun mit Spannung erwartet werden, welche Codecs die verschiedenen Videoportale einsetzen werden. Hier könnte sich erstmals eine Spaltung abzeichnen.
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PC-Selbstbauer
26.01.2010 20:44
AV
Weil die Dinger nur rund 1kg wiegen und man/Frau sie sogar bequem in der Handtasche mit in die Uni nehmen kann.
Außerdem sprach ich auch allgemein von älterer Hardware, die sicher noch verbreiteter ist als Netbooks.
Außerdem geht's ums Prinzip und der Flashplayer verursacht beim Abspielen mal gut 30% mehr CPU-Last.
Komplett-PC-Aufrüster
26.01.2010 01:34
Die Frage muss anders lauten: Warum sollte ich Netbooks nutzen, wenn ich auf einem ordentlichen Laptop mehr fürs gleiche Geld bekomme.
AV
Komplett-PC-Aufrüster
25.01.2010 22:28
Hmm...vielleicht hatte schonmnal einer hier den Gedanken, den ich grad hab, aber ist das nicht Wettbewerbsverzerrung, wenn Google bei Youtube mittels des Codecs den eigenen Browser begünstigt und die anderen damit quasi aussticht? Bleibt zu hoffen, dass es fähige Freeware Addon Bastler bei Firefox gibt, die den Codec irgendwie in Firefox rein bringen können, oder aber das die Leute vom Theora Codec die fehlende Kompatibilität ausmerzen können, ohne gegen irgendwelche Lizenzrechte zu verstoßen...
Ich halt es jedenfalls für rechtlich fragwürdig was Google da abzieht, das sieht auf den ersten Blick verdammt geplant und abgekartet aus...Würde mich nicht wundern, wenn da eine geschäfftliche Kooperation mit den Leuten vom Safaribrowser besteht...