Verlage und Firmen gegen Google: Beschwerden beim Kartellamt [Quelle: siehe Bildergalerie]
Original-Artikel: 17.01.2010 Kein Tag vergeht ohne neue Meldungen über Suchmaschinengigant Google. Wie mehrere Medien übereinstimmend berichten, liegen beim Bundeskartellamt drei Beschwerden von Mitbewerbern gegen Google vor. Die Beschwerden stammen von der Microsoft-Tochter Ciao (einem Bewertungsportal), den Verbänden deutscher Verleger VDZ und BDZV und dem Kartendienst-Anbieter Euro-Cities.
Google-Deutschland-Sprecher Oberbeck bestätigte, dass "wir natürlich gern bereit sind, dem Bundeskartellamt unsere Produkte und Geschäftspraktiken zu erklären, und wir sind davon überzeugt, dass sie den deutschen und europäischen Gesetzen entsprechen". Eine entsprechende Stellungnahme ist nötig, damit das Bundeskartellamt über ein formales Verfahren entscheiden kann.
Den Berichten zufolge moniert der Kartendienst-Anbieter Euro-Cities, dass Google sein Kartenmaterial über Google Maps kostenlos anbietet. Bei der Microsoft-Tochter Ciao geht es darum, dass Microsoft den ursprünglich zwischen Ciao und Google abgeschlossenen Vertrag offenbar aufheben will. Microsoft hatte Ciao erst nach Abschluss des Vertrages übernommen.
Die deutschen Verleger argumentieren schon länger, dass Google seine Werbeeinnahmen mit den Verlagen teilen muss. Schließlich würden bei Suchtreffern Teile des Inhalts angezeigt und durch eingeblendete Google-Adsense-Anzeigen Geld verdient.
Update: 19.1.2010Wie jetzt bekannt wurde, hat das Bundeskartellamt ein Verfahren gegen Google eingeleitet. Berichten zufolge prüfen die Wettbewerbswächter aber nicht die Beschwerde der deutschen Verleger, sondern die oben beschriebene Situation der Microsoft-Tochter Ciao.
Ciao moniert, dass Google sein ursprüngliches Verhalten gegenüber dem Verbraucherportal geändert hat, nachdem Microsoft Ciao aufkaufte. Verhandlungen über einen Werbevertrag zwischen Ciao und Google seien abgebrochen worden. Das Kartellamt will nun Google zu einer Stellungnahme bitten.
Mehr zu Google: •
Nach Hackerangriff: Google auf Konfrontationskurs mit China - Update: China als Täter entlarvt? •
Google Docs bald mit kostenlosem Onlinespeicher für alle Dateiformate •
Deutsche Justizminsterin schießt gegen Google •
Google sucht Einstieg ins Stromgeschäft
Alle Infos zum
Firefox, dem Internetbrowser von Mozilla, finden Sie auf der Themenwebseite. Auch zum
Internet Explorer, dem Internetbrowser von Microsoft, finden Sie alles auf der Themenwebseite. Wenn Sie sich für
Chrome, den Internetbrowser von Google interessieren, sollten Sie die passende Specialseiten anrufen. News, Tests, Downloads und Wissen zu Themen wie
Internet-Browser, Suchmaschinen und soziale Netzwerke finden Sie auf der Internet-Übersichtsseite von PC Games Hardware Online.
Freizeitschrauber
21.01.2010 03:18
Komplett-PC-Käufer
19.01.2010 16:53
Wobei ich auch gleichen Inhalt, kostenlos vorziehen wuerde.
Das sind dann genau die, die bei Vorratsdatenspeicherung, biom. Pass usw laut rumschreien ... Datenschutz .. aber die Datenkrake Google nutzen.
Wird Zeit dass endlich mal was gegen Google unternommen wird. (und damit meine ich nicht den reinen(!) Suchdienst, sondern der ganze Datensammler rundrum!)
Komplett-PC-Aufrüster
19.01.2010 15:01
Was immer alle auf google rumhacken, ich nutze einige von googles diensten gerade weil sie kostenlos sind, da is es mir doch egal wenn da werbung kommt. besser so als wenn ich für schlechten inhalt geld zahlen muesste.
Wobei ich auch gleichen Inhalt, kostenlos vorziehen wuerde.