Google: Urheberrecht in Frankreich verletzt [Quelle: siehe Bildergalerie]
Original-Artikel: 19.12.2009Das Digitalisieren von Büchern kommt Google zumindest in Frankreich teuer zu stehen. Der Sammelklage von französischen Verlegern und Autoren wurde von einem Pariser Gericht stattgegeben: Google verletzt demnach durch die Digitalisierung von Büchern das Urheberrecht. Dafür soll Google nicht nur 300.000 Euro bezahlen, sondern darf auch keine in Frankreich geschützten Werke mehr ins Internet stellen. Alter Artikel müssen entfernt werden. Die Forderungen der Kläger beliefen sich auf 15 Mio. Euro.
Google will diese Gerichtsentscheidung aber nicht hinnehmen und kündigte folgerichtig Berufung an. Man sei sich sicher, dass die Auszüge aus den Werken mit dem Urheberrecht vereinbar seien. Mit amerikanischen Verlagen und Autoren hat Google augenscheinlich einen Kompromiss gefunden, der nicht zur Klage führt.
Update: 21.12.2009Mittlerweile gibt es weitere Reaktionen zum Gerichtsurteil. So äußerte sich Verlegerpräsident Serge Eyrolles folgendermaßen: „Sie wollen mit ihren Milliarden alles kaufen. Frankreich aber ist eine Kulturnation. Wir sind nicht gegen die Digitalisierung, aber sie ist nicht umsonst. Wir werden uns anpassen, aber dafür brauchen wir die Amerikaner nicht.“ Der Pariser Anwalt von Google findet naturgemäß keine lobende Worte. Frankreich werde „zum Schlusslicht der Internetentwicklung“.
Angesichts des Urteils ist zu erwarten, dass andere französische Verlage ebenfalls gegen Google klagen werden. Bisher gilt das Urteil nur für Bücher des Verlagshauses La Martinière.
Mehr zu Google:• 18.12.09:
Bericht: Google Netbook kommt 2010• 17.12.09:
Street View: Stadt Ratingen verlangt von Google Gebühr für Fotos• 16.12.09:
Google Phone Nexus One - Update: zwei Youtube-Videos• 16.12.09:
Webkit-Browser Chrome und Safari mit Schlagabtausch• 15.12.09:
Neue Linkverkürzer Goo.gl und Fb.me - Bit.ly rüstet auf• 10.12.09:
Google-CEO äußert sich zu Datenschutz-Bedenken
Alle Infos zum
Firefox, dem Internetbrowser von Mozilla, finden Sie auf der Themenwebseite. Auch zum
Internet Explorer, dem Internetbrowser von Microsoft, finden Sie alles auf der Themenwebseite. Wenn Sie sich für
Chrome, den Internetbrowser von Google interessieren, sollten Sie die passende Specialseiten anrufen. News, Tests, Downloads und Wissen zu Themen wie
Internet-Browser, Suchmaschinen und soziale Netzwerke finden Sie auf der Internet-Übersichtsseite von PC Games Hardware Online.
PC-Selbstbauer
22.12.2009 07:58
Autoren und Verlage sind nicht bereit für umsonst zu arbeiten.
Ich bin auch kein Fan von PDF Büchern, hab sie lieber in klassischer Form als Papier vor mir liegen. Ich kann sie überall mit hin nehmen und lesen. PDFs sind da schon schwieriger da Stromabhängig.
PCGHX-HWbot-Member
21.12.2009 20:03
Was ich kritisch sehe: Man kann sich für wenige Euro eine "Bücher-Flatrate" holen (halt in einer normalen Bücherei)
Im Internet ist das nicht möglich, oder soll man die heruntergeladenen pdfs wieder zurückgeben?
Und: Wieso geht das nicht so wie bei Youtube (die sind nebenbei eine Google-Tochter), dass pro "Klick" (in dem Fall herunterladen) eine bestimmte Gebühr an die Urheber geht?
So wie das jetzt ist, ist das auf jeden Fall Murcks. Ich bin nicht bereit, für eBooks zu zahlen.
Ex-Lookbeyond-Member
21.12.2009 18:40
Vor allem auch "Weitere Redaktionen" ... sogar gleich zwei mal
Ich bitte einen von der PCGH-"Reaktion" die ganzen Fehler auszubessern