Facebook: US-Datenschützer bemängeln neue Richtlinien [Quelle: siehe Bildergalerie]
Die Electronic Privacy Information Center, eine US-Amerikanische Datenschutzorganisation, hat bei der Federal Trade Commission offiziell eine Beschwerde über Facebook eingereicht. In Mittelpunkt der Kritik steht wiedereinmal der Datenschutz und die Richtlinien bei Facebook. Am 9. Dezember hatte Facebook die Einstellungen zum Datenschutz überarbeitet, die laut Electronic Privacy Information Center gegen die Rechtssprechung des obersten US-Gerichts und gegen internationale Konventionen verstoßen sollen.
Die Datenschutzorganisation hegt den Verdacht, dass Facebook seine Nutzer mit der Umstellung dazu verleiten will mehr Daten öffentlich zugänglich zu machen. Die neuen Einstellungen bei der Privatsphäre entsprächen nicht dem, was allgemeinhin von den Nutzern erwartet worden sei. Gemäß Abschnitt 5 sei das unfaire und irreführende Geschäftsgebaren zu untersuchen. Ganz unrecht könnte das Electronic Privacy Information Center nicht haben, denn die Standardeinstellung liegt nun bei öffentlich sichtbar. Nutzer, die nicht genau hingesehen haben, dürften schnell sämtliche ihrer Informationen ungewollt preisgegeben haben. Erst nachträglich wurde auf "Opt-Out" umgestellt.
Chris Kelly, bei Facebook für Datenschutz zuständig, erklärte vor dem US-Kongress während einer Anhörung, dass die meisten Nutzer sensible Daten nur mit ihren Freunden teilen. Daher ist es unverständlich, warum Facebook als Standard öffentlich sichtbar gewählt hat. Wohl beabsichtigt ließ so auch CEO Mark Zuckerberg tiefgehende Einblicke in sein Profil zu. Brenzlig war auch die Aussage von Facebook-Manager Barry Schmidt, der meinte, dass Facebook-Nutzer ja Fotos entfernen könnten oder eine Falsche Stadt angeben könnten. Falsche Angaben verstoßen jedoch gegen die Nutzungsbedingungen von Facebook ("Du wirst keine falschen persönlichen Informationen auf Facebook bereitstellen").
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