Tatsachen oder leere Versprechungen?

IT-Gipfel 2009: Über Datenschutz, Vorratsdatenspeicherung und Breitbandinternet-Ausbau

Vieles will man demnächst besser machen: Mehr Breitbandinternet für alle, Hilfsorganisationen für geschädigte Internetnutzer und Beratungsstellen für Internetshops. Die Vorratsdatenspeicherung soll allerdings unverändert weiterlaufen. (Mario Riemann, 10.12.2009)
 
Mehr Breitbandinternet für alle, bessere Kommunikation zwischen Regierung und der Netzgemeinde und Stiftung für Hilfsbedürtige Online-Nutzer waren nur einige der besprochenden Punkte des IT-Gipfels 2009.
 
Mehr Breitbandinternet für alle, bessere Kommunikation zwischen Regierung und der Netzgemeinde und Stiftung für Hilfsbedürtige Online-Nutzer waren nur einige der besprochenden Punkte des IT-Gipfels 2009. [Quelle: siehe Bildergalerie]
In Stuttgart fand gestern der vierte IT-Gipfel der Bundesregierung statt, auf dem einige wichtige Brennpunkte zum Thema IT und Internet angesprochen wurden.

Breitbandinitiative
Unter anderem sprach man über den weiteren Ausbau von Breitbandinternet-Anschlüssen für alle deutschen Bürger. Bis zum Ende 2010 soll jeder Bundesbürger mit mindestens 1 Mbit/s ins Internet surfen können. Ein einklagbares Recht auf Breitbandinternet, wie es Mitte 2010 in Finnland durchgesetzt wird, ist jedoch nicht geplant.

Stiftung Datenschutz
Außerdem ist eine Beratungsstelle für Internetnutzer geplant. Hierher können sich all diejenigen wenden, deren Rechner etwa mit schädlicher Software befallen ist und passenden Rat suchen. Desweiteren soll es eine Stiftung Datenschutz geben, welche Angebote und Online-Shops auf Sicherheit und die Einhaltung des Gesetzes überprüft. So könnten, ähnlich wie bei der Stiftung Warentest, Qualitätssiegel vergeben werden.

Dialog mit der Internetgemeinde
Man habe anfänglich viele Fehler begangen. Besonders beim Thema Kommunikation zwischen Regierung und Internetgemeinde sei einiges schief gelaufen. Das wolle man zukünftig besser machen.

Bundesinnenminister Thomas de Maizière wies darauf hin, dass zwischen den beiden Diskussionspartnern ein großer Graben entstanden sei. Dieser sei zwar nicht zu übersehen, aber sicherlich überbrückbar. Der Staat müsse lediglich die Anliegen und Vertreter der Netzgemeinschaft ernst nehmen.

Vorratsdatenspeicherung
Zum Thema der allgemeinen Datenspeicherung möchte man allerdings festhalten. De Maizière verglich diese mit dem Aufbewahren von Handwerkerrechnungen, auf die man ebenfalls nur im Ausnahmefall zugreifen müsse. Im Falle der gespeicherten Daten muss schon ein triftiger Verdachtsmoment bestehen.

Die vollständige Stuttgarter Erklärung mit allen Punkten zum IT-Gipfel 2009 finden Sie direkt auf bmwi.de.

Weitere, interessante Artikel zum Thema Zensur, Internet und Co. finden Sie natürlich direkt bei PC Games Hardware:
Alien vs. Predator: Die australische Regierung verbietet den Action-Shooter
Heavy Rain: Von Sex-Szenen, Zensur, Gameplay-Videos und neuen Infos
ICANN: Änderungen bei der Internetverwaltung
China will PCs mit Internetz-Filter ab Werk austatten - Update: Grüner Damm vorerst gestoppt
 
 
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Aktuelle Kommentare
Havenger
Gesperrt
10.12.2009 21:00
AW: IT-Gipfel 2009: Über Datenschutz, Vorratsdatenspeicherung und Breitbandinternet-Ausbau

jeder soll 1mbit erhalten ... bei uns sind 3/4 der stadt noch mit isdn verkabelt ... die einzige alternative ist hier entweder umts ( bähhh!!!!!! ) oder primacom ( kabeldose, ) ...

aber das ansinnen ist löblich jedem einen "schnellen" inetzugang verschaffen zu wollen auch wenn es der armen autoindustrie nicht gefallen wird das dann kein mensch mehr sein haus verlässt ...

ne ein bissl schneller könnte es schon sein ... das 10fache wäre gut ...

Adam West
Software-Overclocker
10.12.2009 09:24
AW: IT-Gipfel 2009: Über Datenschutz, Vorratsdatenspeicherung und Breitbandinternet-Ausbau

Quote: (Zitat von theping)
Und uns im Schadensfall
a) zu schützen und/oder
b) zur Rechenschaft zu ziehen.

Bin zwar auch kein Freund davon aber man muss schon objektiv bleiben und beide Seiten sehen, auch wenn einem die eine nicht gefällt.

In der Theorie könntest du ja auch deine Rechnungen analysieren und z.b. eine Statistik zum Kaufverhalten deiner Kunden erstellen. Das Potential was hinter der Datenspeicherung steht is beeindruckend und erschreckend zugleich.

Anderes Beispiel ist Amazon und Google... deren Datenbanken sind bereits jetzt schon prall gefüllt mit Informationen von ihren Nutzern. Nur hier kann der Nutzer noch selbst entscheiden ob er diesen Dienst zustimmt oder nicht. Wobei das bei google nicht ganz so klar ist.


das ist, meiner meinung nach einfach nur naiv.

Quote: (Zitat von Gornadar)
"Zum Thema der allgemeinen Datenspeicherung möchte man allerdings festhalten. De Maizière verglich diese mit dem Aufbewahren von Handwerkerrechnungen"

Mal davon abgesehen das mir der Handwerker die Rechnung freiwillig in die Hand drückt und ich mich nich in seinen PC Hacke um sie mir zu besorgen


das meine ich z.B.

Gornadar
Komplett-PC-Aufrüster
10.12.2009 09:15
AW: IT-Gipfel 2009: Über Datenschutz, Vorratsdatenspeicherung und Breitbandinternet-Ausbau

"Zum Thema der allgemeinen Datenspeicherung möchte man allerdings festhalten. De Maizière verglich diese mit dem Aufbewahren von Handwerkerrechnungen"

Mal davon abgesehen das mir der Handwerker die Rechnung freiwillig in die Hand drückt und ich mich nich in seinen PC Hacke um sie mir zu besorgen

 
 
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