[Quelle: siehe Bildergalerie]
Intels neues Core-Aufgebot für den Sockel 1156 wird zu Jahresbeginn durch den Clarkdale-Einsteigerprozessor komplettiert. Er ist der erste Angehörige einer neuen CPU-Familie namens Westmere, die anders als Nehalem bereits im 32-Nanometer-Prozess gefertigt wird. Da die Umstellung auf ein neues Fertigungsverfahren äußerst komplex ist, halten sich Änderungen an der Architektur in Grenzen; es gibt höchstens ein paar kosmetische Neuerungen, etwa zusätzliche SIMD-Befehle. Der Clarkdale soll sowohl Core i3-500 als auch - mit mehr Kernen - Core i5-600 heißen und sich damit unter dem Lynnfield (i5-700/i7-800) einordnen, der stets mit vier physischen Kernen arbeitet. Auch eine dritte Variante ist nach inoffiziellen Informationen geplant: Ein Clarkdale mit zwei Kernen ohne Hyperthreading taucht in inoffiziellen Intel-Roadmaps als Pentium auf. Später wird wahrscheinlich auch die Marke Celeron auf Clarkdale-Technik umgestellt.
| Desktop |
Familie |
Modell |
Codename |
Takt / Turbo |
Taktrate Grafikkern |
Kerne / Threads |
L3-Cache |
Sockel |
TDP |
DDR3 |
Preis US-Dollar |
| |
Core i5 |
670 |
Clarkdale |
3,46 / 3,73 GHz |
733 MHz |
2C/4T |
4 MB |
LGA1156 |
73 Watt |
1.333 / 1.066 MHz |
284 |
| |
Core i5 |
661 |
Clarkdale |
3,33 / 3,60 GHz |
900 MHz |
2C/4T |
4 MB |
LGA1156 |
87 Watt |
1.333 / 1.066 MHz |
nicht bekannt |
| |
Core i5 |
660 |
Clarkdale |
3,33 / 3,60 GHz |
733 MHz |
2C/4T |
4 MB |
LGA1156 |
73 Watt |
1.333 / 1.066 MHz |
196 |
| |
Core i5 |
650 |
Clarkdale |
3,20 / 3,46 GHz |
733 MHz |
2C/4T |
4 MB |
LGA1156 |
73 Watt |
1.333 / 1.066 MHz |
176 |
| |
Core i3 |
540 |
Clarkdale |
3,06 GHz |
733 MHz |
2C/4T |
4 MB |
LGA1156 |
73 Watt |
1.333 / 1.066 MHz |
143 |
| |
Core i3 |
530 |
Clarkdale |
2,93 GHz |
733 MHz |
2C/4T |
4 MB |
LGA1156 |
73 Watt |
1.333 / 1.066 MHz |
123 |
| |
Pentium |
G6950 |
Clarkdale |
2,80 GHz |
533 MHz |
2C/2T |
3 MB |
LGA1156 |
73 Watt |
1.066 MHz |
87 |
Obwohl sich Clarkdale-CPUs bei der Anordnung der SMD-Bauteile auf der Unterseite von Lynnfield-Chips unterscheiden, bleibt die eigentliche Neuheit unter dem Heatspreader verborgen. Unter der Metallkappe stecken nämlich zwei Dies unterschiedlicher Größe: Das kleine Die beherbergt den in 32 Nanometer Strukturbreite gefertigten Zweikern-Chip. Der Speichercontroller und die integrierte Grafikeinheit wurden in dem größeren Die untergebracht, für das bei der Produktion auf den momentan noch üblichen 45-nm-Prozess zurückgegriffen wurde. Mit den erhältlichen P55-Mainboards lässt sich die Grafikeinheit nicht nutzen, denn nur Mainboards mit H57-, H55- oder dem für professionellere Anwendungsgebiete angedachten Q57-Chip werden das dazu benötigte Flexible Display Interface (FDI) unterstützen und einen DVI-Ausgang bieten.
Die
Kollegen von Tweaktown haben nun den Heatspreader entfernt und zeigen damit, wie die beiden Dies angeordnet sind. Das Bild wollen wir Ihnen nicht vorenthalten.
Zum Thema Clarkdale/Westmere: PC Games Hardware hatte bereits einen
ersten Ausblick auf Intels kommende Clarkdale-Prozessoren mit integrierter Grafikeinheit gewährt. Bereits in der
Printausgabe 10/2009 der PC Games Hardware haben wir ein erstes Muster des Clarkdale CPU-seitig (ohne Grafikkern, da hierfür spezielle Mainboards nötig sind) testen können. In der aktuellen
Ausgabe 11/2009 finden Sie einen mehrseitigen Test des Sechskern-Prozessors mit Codenamen
Gulftown.
Alle Artikel zu
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Intel- und AMD-CPUs: Test-Übersicht und aktuelle Kauf-Tipps. Mehr zum
Phenom-Entwickler AMD und
Core-Entwickler Intel erfahren Sie in unseren Themen-Specials.
PC-Selbstbauer
30.11.2009 13:02
Entweder ist dieser Satz oder die Tabelle fehlerhaft. Laut der Tabelle hat der Clarkdale nämlich stets 2 Kerne.
Ex-Lookbeyond-Member
27.11.2009 20:01
Der Clarkdale ziehlt als Produkt meienr Ansicht nach eher auf den OEM Markt ab. Fuer OfficePC werden sich wohl damit guenstige Loesungen anbieten lassen.
Kabelverknoter
26.11.2009 23:00
So schafft man sich überhaupt keine Feinde. Es wäre dämlich, P55-Boards mit DVI-Ausgang zu bauen, der DVI-Ausgang kostet nur Geld und Platz obwohl der Prozessor keinen Grafikkern hat. Und niemand macht ein "Upgrade" eines i5 oder i5 zu nem i3, weil das ein Downgrade wäre. Und wenn man sich nen i3 kauft, kann man sich gleich ein Mainboard mit H5x-Chipsatz kaufen, und ein P55-Mainboard wäre sinnlos, wenn man auf eine "richtige" Grafikkarte verzichtet, wie soll dann das Bild übertragen werden? Außerdem kann man glaube ich ein i3 auch auf nem P55-Chipsatz betreiben und muss dann halt eine andere Grafikkarte nutzen, also nein, mann muss sich kein neues Mainboard kaufen, wenn man warum auch immer bereits ein P55-Board hat, aber dass man dann die integrierte GPU nicht nutzen kann ist ja wohl klar.
Oder hast du ne bessere Lösung?