Google Dashboard

Google-Nutzer bekommen Einsicht in ihre gespeicherten Daten - Update: Bleibt der Datenschutz auf der Strecke?

Ab sofort kann jeder registrierte Benutzer eines Google-Dienstes mit dem neuen Programm Google Dashboard einsehen, welche Daten der Konzern über einen speichert. Damit will der Konzern seinen Nutzern mehr Transparenz und Kontrolle über ihre Daten geben. (Thomas Schleider, 08.11.2009)
 
Google-Nutzer bekommen EInsicht in ihre gespeicherten Daten (Im Bild: Google-HQ USA)
 
Google-Nutzer bekommen EInsicht in ihre gespeicherten Daten (Im Bild: Google-HQ USA) [Quelle: siehe Bildergalerie]
Original-Artikel 05.11.2009:
Internet-Riese Google veröffentlicht die Web-Software Dashboard, mit welcher registrierte Benutzer mindestens eines Google-Dienstes einsehen können, welche Daten über sie aktuell gespeichert werden und bislang wurden. Zusätzlich kann man von dort aus alle aktuellen Datenschutz-Optionen, in denen teilweise festgelegt werden kann, welche Daten Google sammeln darf, überprüfen und gegebenenfalls ändern.

Zu Google-Diensten gehören unter anderem Youtube, Blogger.com oder Google Mail. Bei der Registrierung für einen dieser muss man vorher einwilligen, dass bestimmte persönliche Daten während der Benutzung von Google gespeichert werden dürfen. Mit Dashboard will der Online-Gigant bezüglich dieser Vorgehensweise nun für mehr Transparenz gegenübern den Nutzern sorgen.

Das Unternehmen selbst veröffentlichte zu Google Dashboard zusätzlich ein Youtube-Video, welches die Funktionsweise des neuen Programmes erläutert. Dieses wollen wir Ihnen natürlich nicht vorenthalten:


Update 08.11.2009:
Viele Datenschützer scheinen die Integrität des von Google propagierten Datenschutzes stark anzuzweifeln. So berichtet der tagesspiegel.de über viele Datensammler, welche eben nicht über das Google-Dashboard verwaltet werden können.

Internet-Experte Falk Lüke vom Bundesverband der Verbraucherzentralen ist nicht überzeugt:"Von einem neuen Datenschutzinstrument zu sprechen ist übertrieben. Schön daran ist, dass viele erstmals merken werden, was inzwischen alles zu Google gehört. Einen Blumenstrauß wird Google dafür von uns nicht bekommen." Google sei auch mit dem Dashboard weiterhin eine "Datenkrake".

Die Datensammlung, die Lüke am meisten stört ist die, die man eben nicht im Dashboard verwalten kann. So protokolliert Google beispielsweise auch Suchanfragen und Seitenaufrufe nicht eingeloggter Nutzer. Es werden individuelle, auf bestimmte Computer eingestellte Profile möglich. Auf diesem Wege könnte zum Beispiel Werbung eingeblendet werden, die auf dem Surfverhalten des Nutzers aufbauen. Der Datenschutz bliebe somit auf der Strecke.
 

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Aktuelle Kommentare
Isengard412
PC-Selbstbauer
08.11.2009 18:04
AW: Google-Nutzer bekommen EInsicht in ihre gespeicherten Daten

Daten sind einfach in der heutigen Zeit etwas sehr wertvolles geworden. Ich denke, dass so wie so viel mehr Daten im Internet gesammelt werden, als wir denken. Es ist jedoch falsch, deshalb nur google anzuprangern. Viele Dienste dienen hauptsächlich dafür dem Kunden die Benutzung von Googles Seiten einfacher zu gestalten. Ich möchte damit jedoch nicht sagen, dass ich das Sammeln von Daten grundsätzlich befürworte...

Harlekin
PCGH-Community-Veteran
08.11.2009 16:08
AW: Google-Nutzer bekommen EInsicht in ihre gespeicherten Daten

Google ist sicherlich ne Datenkrake, aber ob die net etwas zuviel Aufmerksamkeit bekommen...
Vermute mal, dass Firmen wie Akamai theoretisch/potenziell deutlich mehr und privatere Daten von Nutzern sammeln könnten als Google.

Datenschutzalltag
Schraubenverwechsler
07.11.2009 19:31
AW: Google-Nutzer bekommen EInsicht in ihre gespeicherten Daten

Als praktizierender Datenschutzbeauftragter bin ich froh über jede Verbesserung und habe ich einen anderen Fokus: "Ich traue Google nicht. Warum das neue Dashboard trotzdem hilft" : Ich traue Google nicht. Warum das neue Dashboard trotzdem hilft Datenschutzalltag

 
 
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