Intels Gulftown-CPU im Test: Core i7-980X auf Westmere-Basis
Mit dem Core i7-980X und der Westmere-Architektur stellt Intel den ersten Hexa-Core-Prozessor für Desktop-PCs vor. Im Test prüft PC Games Hardware, was der Sechskern-Chip in Spielen und Anwendungen leistet.
Intel Gulftown: Einleitung
Im Januar stellte Intel mit den Clarkdale-CPUs (PCGH-Test der Clarkdales) Prozessoren auf Westmere-Basis vor, die erstmals im 32-Nanometer-Prozess belichtet wurden. Damit war der erste Testlauf erfolgreich absolviert. Die bis heute offiziell schnellste Nehalem-CPU, der Core i7-975 XE, wird noch in 45 Nanometer gefertigt und bringt vier Kerne plus Simultaneous Multithreading. Nun fährt Intel den Prozess aus und offeriert den ersten Hexa-Core-Prozessor in 32-Nanometer-Fertigung: Vorhang auf für den Core i7-980X, Codename Gulftown.
Quelle: Intel
Intel Gulftown Core i7-980X (1)
Intel Gulftown: Architektur
Streng genommen gehören auch Westmere-Prozessoren wie die Clarkdales und der i7-980X noch zur Nehalem-Familie, auch Intel sieht dies laut PDFs so. Gemäß des Tick-Tock-Modells wird der Gulftown in einem kleineren Herstellungsprozess gefertigt als die Nehalem-CPUs, außerdem beherrscht die Westmere-Generation sieben neue Befehle, die "AES-NI" (Advanced Encryption Standard, New Instructions). Ansonsten bleiben die wesentlichen Architekturmerkmale im Uncore-Bereich gleich: Wie die aktuelle Nehalem-Oberklasse mit Bloomfield-Kern setzt auch Gulftown auf drei Speicherkanäle sowie je einen QPI-Link zu weiteren Prozessoren und dem Chipsatz. Offiziell wird nur DDR3-1066-Speicher unterstützt, im Test liefen aber auch 1.790 MHz problemlos - Limit offen.
Quelle: Intel
Intel Gulftown Core i7-980X (3)
Die kleineren Chipstrukturen des neuen Fertigungsprozesses schaffen Platz für zusätzliche Transistoren. Diese nutzt Intel für zwei weitere Prozessorkerne und deutlich mehr L3-Cache. Gulftown-Chips kommen also auf sechs physische Kerne und (bei aktiviertem SMT) auf zwölf logische. Der L3-Cache ist 12 MiByte groß (Bloomfield: 8 MiByte). L1- und L2-Cache bleiben unverändert und sind pro Kern 64 KiByte (L1, je 32 KiByte für Befehle und Daten) beziehungsweise 256 KiByte (L2) groß.
Das uns vorliegende Engineering Sample trägt die CPUID Q4EG, was auf ein B1-Stepping hinweist. Der Standardtakt des i7-980X Chips liegt bei 3,33 GHz, was einem Multiplikator von 25 bei 133 MHz Referenztakt entspricht. Der Multiplikator ist wie für Xtreme Editions üblich offen, allerdings legt der Gulftown mit aktivem Turbomodus ohnehin einen (2-6 Kerne ausgelastet) beziehungsweise zwei (1 Kern ausgelastet) Multiplikatorschritte oben drauf.
Quelle: Intel
Intel Gulftown Core i7-980X (4)
Intel Gulftown: Infrastruktur
Der Core i7-980X läuft nach einem BIOS-Update auf den meisten aktuellen Platinen mit Intels X58-Chipsatz, im Test nutzten wir den Chip unter anderem auf einem Asus P6T und einem EVGA Classified 4-Way SLI. Spannend ist der neue Boxed-Kühler: Erstmals setzt Intel auf einen verschraubten (Backplate!) Tower-Cooler, welcher mit vier Heatpipes, Kupferboden und einem 100-Millimeter-Lüfter für kühle Temperaturen sorgen soll. Er ist laut Intel aktuell nur für den 980X vorgesehen. Auf technischer Ebene ist dies ein klarer Fortschritt, Silent-Freunde und Übertakter aber sollten sich nach einem anderen Kühler umschauen: Im Kurztest maßen wir knapp 1,0 bis klar über 6,0 Sone aus 0,5 Metern.


Aber schön zu sehen das die Technik nicht stehenbleibt!
Mfg
V
Außer Cinebench und dergleichen profitiert nichts von den 6 Kernen.
mfg
Außer Cinebench und dergleichen profitiert nichts von den 6 Kernen.