SchülerVZ: Verdächtiger beim Datenklau begeht Selbstmord [Quelle: siehe Bildergalerie]
Original-Artikel: 31.10.2009Die Affäre um den Datendiebstahl bei SchülerVZ und die anschließende Erpressung ist um ein neues Kapitel erweitert worden. Wie mehrere Medien übereinstimmend unter Berufung auf dpa-Meldungen berichten, habe sich der 20 Jahre alte Verdächtige aus Erlangen in der Berliner Jugendstrafanstalt Plötzensee selbst umgebracht. Man habe den jungen Mann tot in seiner Zelle gefunden. Details wurden bisher nicht bekannt.
Zu Erinnerung:
SchülerVZ war Opfer eines groß angelegten Datenmissbrauchs geworden. Ein anfangs unbekannter Täter hatte illegale Kopien der Daten vieler Nutzer angelegt. Anschließend nahm die Polizei einen Verdächtigen in Gewahrsam. Gegen den verhafteten Mann wurden wegen versuchter Erpressung ein Haftbefehl erlassen.
Update: 4.11.2009Im Fall des SchülerVZ-Datenskandals und des Selbstmords des Verdächtigen gibt es Neuigkeiten. So hat der Anwalt des verstorbenen Hackers
per Pressemitteilung verlauten lassen, dass offenbar eine Zahlungsbereitschaft seitens SchülerVZ bestanden habe. Im Originalton stellt sich laut Anwalt Dost die Frage, "ob das Unternehmen Daniel ein Schweigegeld angeboten hat, um das Aufdecken von „Sicherheitslücken“ der Plattform in der Öffentlichkeit verhindern zu können". Eine Erpressung läge in dem Fall nicht vor. Die Medienberichterstattung über einen "Datenklau" sei sachlich falsch.
Die VZ-Netzwerke weisen diese Vorwürfe
in einer Stellungnahme zurück. Markus Berger-de León, CEO VZ-Netzwerke: „Die Vorwürfe des Anwalts Ulrich Dost sind ebenso unglaublich wie haltlos. Die Beurteilung und Handhabung des Falls lag und liegt aber bei den zuständigen Behörden.“
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PCGH-Community-Veteran
06.12.2009 17:33
Nur sieht es leider so aus das er rechtlich gesehen kein Mist gemacht hat und ihm nur etwas vorgewurfen wurde was strafrechtlich ahndbar ist, nämlich Erpressung. Diese hat aber nach seiner Aussage gar nicht stattgefunden, sondern StudiVZ wollte ihm für die Daten eine Summe x zahlen. Der Fall wird weiterhin überprüft und der verantwortliche Administrator, der mit ihm gesprochen hatte und der Rest, können sich warm anziehen, wenn das nachweisbar werden sollte. Stichwort fahrlässige Tötung.
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MfG
Sysprofile-User
06.12.2009 14:37
Oder bist Du der Meinung, das man wegen Datenklau auf den Stuhl sollte
Ich denke mir mal, es wird schon enormer Druck da gewesen sein, keiner weiß was in einem Menschen vorgeht, manche sind halt labiler als andere.
Gruß Explosiv
Wollte das ganze nicht ver harmlosen wie du denkst sondern nur darauf aufmerksam machen das wenn man mist macht auch die möglichen folgen nicht ausser acht lassen sollte und abwägen ob man sie tragen kann!
PCGH-Community-Veteran
11.11.2009 09:50
Topic:
Wenn sich das bestätigt, dass StudiVZ ihn beschuldigten das Unternehmen erpresst zu haben, obwohl sie laut neuen Erkenntnissen ihn selber Geld für die Daten geboten zu haben, dann könnte man ja schon glatt von "in den Selbstzmord getrieben" reden.
Wirklich ein interessanter Artikel zu dem Thema.
heise online - Selbstmord nach SchülerVZ-Datenklau: VZnet in Erklärungsnot
MfG