Merkel: Kritik an Google Books [Quelle: siehe Bildergalerie]
Original-Artikel: 12.10.2009Bundeskanzlerin Angela Merkel will sich für das Urheberrecht im Internet stark machen. Daher kritisiert sie aktuell Googles Buchprojekt:
"Wir müssen international darüber diskutieren, wie wir geistiges Eigentum schützen können und trotzdem die neuen technischen Möglichkeiten nutzen."
Dies sagte Merkel per eigenem Video-Podcast. Laut Merkel will die Bundesregierung dafür sorgen, dass deutschen Autoren Schutz im Netz gewährt wird.
"[...] Deshalb lehnen wir es ab, dass ohne jeden urheberrechtlichen Schutz die Bücher einfach eingescannt werden, wie dies von Google gemacht wird, " erklärt sie weiter.
Anlass für ihre Aussagen ist die demnächst beginnende Frankfurter Buchmesse.
Seit 2004 hat Google laut
spiegel.de bereits sieben Millionen Bücher eingescannt. Unter den urheberrechtlich geschützten Werken befinden sich demnach auch rund 100.000 deutschsprachige Titel. Das Ziel von Google Books ist es unter anderem, gespeichertes Wissen in digitalisierter Form für eine Volltextsuche verfügbar zu machen.
Google selbst betont, dass man keinen Schaden verursachen wolle. Es gehe auch darum, nicht mehr lieferbare Bücher wieder verfügbar zu machen.
Update: 15.10.2009Mittlerweile hat Google Stellung zu den Aussagen von Bundeskanzlerin Merkel genommen. Der Justitiar von Google, David Drummond, stellte auf der Frankfurter Buchmesse klar: "Es gibt einige Missverständnisse zum Programm von Google Books. Wir scannen keine urheberrechtlich geschützten Bücher in Europa ein. Und wir erkennen an, dass es für jedes Land eine andere Regelung geben kann". Google würde sich um bilaterale Vereinbarungen mit Verlagen auf der ganzen Welt bemühen. 30.000 dieser Partnerschaften wären schon abgeschlossen worden, darunter auch 9.000 Verlage in Europa.
Für die erste Jahreshälfte 2010 sei ein neuer Dienst für den Vertrieb elektronischer Produkte geplant. Die sogenannten Google Editions wären ein Angebot für Buchhändler, die keinen eigenen Onlineshop aufbauen wollten. E-Book-Käufer könnten die Bücher im Browser oder auf anderen Geräten lesen.
Update: 15.11.2009Nachdem nicht nur Bundeskanzlerin Merkel Kritik an Google Books geäußert hatte, sondern auch diverse andere Regierungen, Verlage und das US-Justizministerium, gibt es nun Neuigkeiten zum Google-Buch-Projekt.
Google sowie Autorenverbände und Verlage in den USA haben ein neues Konzept des Google Book Settlements vorgelegt. Eingearbeitet sind nun auch Kritikpunkte, die unter anderem von Merkel ins Spiel gebracht wurden. Nur urheberrrechtlich geschützte Bücher, die in den USA, Großbritannien, Australien oder Kanada veröffentlicht wurden, dürfen demnach in den Google-Katalog. Etwaigen Mitbewerbern soll der Zugang zu den gescannten Büchern vereinfacht werden.
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Volt-Modder
16.11.2009 08:53
stagnierende Wirtschaft.. auf den ersten Blick ja.. aber wird auch wider aufwärts gehen.. die CDU muss erstmal ausbaden was SPD verbockt hat..
zum Rentensystem: man wusste schon vor 50 Jahren, dass das mit der Rente nicht hinkommt und hat es in Kauf genommen.. Wer sich heute nicht privat absicher ist selber schuld..
soziale Ungerechtigkeit?? gerade Deutschland ist über Sozial, hier schmarozt was das Zeug hält.. In anderen Ländern sitzt du sofort auf der Straße wenn du keine Rücklagen hast, heir gibt's erstmal diverse Bezüge für ein entspantes Leben vor der Glotze.. Klar gibt es auch immer FAmilien die es nicht verdient haben, aber grundsätzlich geht es uns im internationalen Vergleich immer noch sehr gut.. Jeder ist für sich slebst verantwortlcih
Was google das abzieht ist eiskalt.. aber die können sich halt alles erlauben, da sie mittlerweile sehr mächtig sind, die haben weitaus mehr geld für gute anwälte als anderswer.. :/
-wer arbeiten will der findet auch arbeit.. Anders ist es wenn man körperlich eingeschränkt ist, da finde ich soziale Unterstützung wichtig..
P.S. Sorry UK3k, habe deinen Beitrag jetzt einfach mal exemplarisch ausgewählt..
Schraubenverwechsler
16.11.2009 07:43
Ein Tipp: hier die rechtliche Lage nachlesen: UrhG - Einzelnorm
Software-Overclocker
15.11.2009 22:34
Dann zeig mal her den passus...
Bücher komplett kopieren ist nicht erlaubt, auch nicht privat. Zitieren ist was ganz anderes, da gibst du ja die Quelle mit an und hat eine ganz andere Motivation.
Warum sollten die Gefängnisse von Studenten und Professoren überquillen? Ich kenne nicht einen, der Bücher kopiert - wozu auch? Ansonsten wird es halt toleriert, wenn du 3 Seiten aus einem Buch kopierst und das ist für privatgebrauch scheinbar auch erlaubt.
Sofern es bei Wiki richtig steht, darfst du Bücher nicht komplett kopieren auch nicht privat: Privatkopie ? Wikipedia.
Höchstens einmal komplett abschreiben. Analoge Kopie sozusagen.
Natürlich gibt es DVDs und CDs in Bibliotheken - es ist aber die Frage, ob das dann nicht Verleih-Versionen sind. Und es wird da ja nichts kopiert, es sind Originale, die du ausleihen kannst. Kopieren ist dann auch nicht erlaubt - es sind ja nicht deine...