3D-Monitore von Hyundai (2) [Quelle: siehe Bildergalerie]
Hyundai hat insgesamt vier 3D-Bildschirme im Angebot: Der W220S (22 Zoll) und der W240S (24 Zoll) sind als PC-Monitore konzipiert, der S320D (32 Zoll) und S465D (46 Zoll) sind Präsentations- beziehungsweise TV-Displays. Die Monitore zielen laut Hyundai vor allem auf professionelle Anwender ab, die etwa CAD-Entwürfe realitätsnah erleben oder präsentieren wollen. Doch die Technik eignet sich auch hervorragend, um Spiele eine virtuelle dritte Dimension zu geben. PC Games Hardware hat den Test gemacht.
3D-Monitor Hyundai W220S: Technik Hyundai setzt ein stereoskopisches 3D-Verfahren ein, das ähnlich wie Nvidias Shutterbrillen arbeitet. Allerdings werden nicht die Augen abwechselnd abgedunkelt, sondern zirkulare Polarisationsfilter eingesetzt, sodass die zwei Bilder gleichzeitig und nicht hintereinander dargestellt werden. Die 3D-Bilder werden mit Hilfe eines Streifengitters im Horizontal-Interlaced-Verfahren erzeugt. Die von oben interlaced dargestellten ungeraden horizontalen Zeilen enthalten dabei die Information für das rechte Auge, die geraden Zeilen das Bild für das linke Auge. Da die Zeilen unterschiedlich polarisiert sind, sieht man mit aufgesetzter Polarisationsbrille nur die für das jeweilige Auge bestimmten Bilder. Im Display selbst wird ein sogenanntes Xpol 3D Filter Glas eingesetzt. Mithilfe des zirkularen Polarisationsfilters in der 3D-Brille wird aus den zwei Bildern eine 3D-Ansicht.
Trotz der 3D-Technik kann das Hyundai W220S auch als normaler 2D-Monitor eingesetzt werden. Für die 3D-Ansicht am PC ist die Software Tridef notwendig. Das Programm unterstützt auch 3D-Filme und vor allem aktuellen Spiele. Falls ein Game fehlt, kann man problemlos ein neues Profil erstellen.
3D-Monitor Hyundai W220S: 3D in der Praxis Bei unserem Testmuster lag eine veraltete Version von Tridef im Karton. Damit wurden kaum Spiele unterstützt. Nach einem Update auf 4.02 konnte der Spielspaß beginnen: Die meisten Anwender benötigen ein bis zwei Minuten Gewöhnungszeit, bis der 3D-Effekt sichtbar wird. Dann ist beispielsweise Left 4 Dead oder Resident Evil 5 ein echtes Erlebnis. Zudem ermüden die Augen bei dieser 3D-Technik kaum und ein Flimmern der Umwelt wie bei 3D Vision ist technikbedingt nicht erkennbar. Allerdings kostet die 3D-Funktion Leistung: Die Fps-Rate bricht um 45 bis 55 Prozent ein; eine "kräftige" Grafikkarte ist also Pflicht.
Die meisten Mitarbeiter von PC Games Hardware finden die 3D-Effekte auf dem Hyundai W220S besser als per Nvidia 3D Vision/Samsung Syncmaster 2233RZ (Shutterbrille) oder per 3D Vision Discover (Rot/Cyan-Folienbrille) - die Hyundai-Lösung ist aber auch die teuerste. Zeigen kann man den 3D-Effekt leider nur am Gerät.
3D-Monitor Hyundai W220S: Testwerte Das Hyundai W220S arbeitet mit der Auflösung 1.680 x 1.050 und kann gedreht, geneigt und in der Höhe verstellt werden. Allerdings spiegelt das Display sehr stark. Die Reaktionszeit des Hyundai W220S liegt bei 25 Millisekunden - für ein Spieler-LCD ist das recht hoch, dennoch sind nur geringe Schlieren erkennbar. Das Inputlag haben wir mit einer neuen Methode ermittelt und die Erkenntnisse unserer Partnerseite Prad.de (
Mysterium Input-Lag entschlüsselt) einfließen lassen. Das Inputlag liegt bei 26 Millisekunden, damit ist es bei schnellen Actionspielen spürbar. Die Ausleuchtung ist leicht unregelmäßig und der "Stromverbrauch" ist mit 45 (100 % Helligkeit) beziehungsweise 10 Watt (Stand-by) hoch.
| Produktname |
W220S |
| Hersteller |
Hyundai |
| Webseite |
www.hyundaiq.de |
| Preis |
Ca. 600,- Euro |
| Preis-Leistungs-Verhältnis |
Befriedigend |
| Ausstattung (20%) |
1,76 |
| Diagonale/Anschlüsse |
56 cm (22 Zoll)/D-Sub, DVI-D, HDMI (HDCP) |
| Max. Auflösung/Pixelabstand |
1.680 x 1.050/0,264 mm |
| Panel |
TN (Twisted Nematic) |
| Reaktionszeit (Hersteller)/Netzteil |
2 ms/intern |
| Gewicht/Maße |
8,5 kg/52 x 42 x 20 cm |
| Drehbar/neigbar/höhenverst. |
90 Grad/25 Grad/0 mm |
| TCO/Garantie |
-/3 Jahre |
| Sonstiges |
Virtual 3D (3D-Brille) |
| Eigenschaften (20%) |
2,63 |
| Betrachtungswinkel hor./vert. |
170/170 Grad |
| Kontrastverhält. |
720:1 |
| Leistungsaufnahme/Standby** |
45/10 Watt |
| Leistung (60%) |
2,50 |
| Reaktionszeit/Schlieren-/Corona-Bildung |
25 ms/sichtbar/sichtbar |
| Subjektiv spieletauglich/Inputlag |
Ja/26 ms |
| Regelbereich Helligkeit (0, 50, 100 %) |
65, 121, 217 cd/m² |
| Interpolation |
Befriedigend |
| Helligkeitsverteilung (Abweichungen) |
Max. 14 % |
| Farbbrillanz/Farbechtheit |
|
| Endnote |
2,37 |
| Fazit |
+ 3D-Funktion |
| |
+ Blickwinkel |
| |
- LCD spiegelt stark |
| |
- Hoher Preis |
3D-Monitor Hyundai W220S: Fazit Wäre das Hyundai W220S ein reiner 2D-Monitor, wäre es sicher keine Kaufempfehlung. Doch die 3D-Technik überzeugt uns und ist bisher die beste Umsetzung, die PC Games Hardware bisher in der Redaktion hatte. Allerdings kostet der
Monitor Hyundai W220S rund 600 Euro;
Nvidia 3D Vision samt dem sehr guten 120-Hertz-Monitor Samsung Syncmaster 2233RZ wird schon für etwa 400 Euro verkauft.
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Komplett-PC-Aufrüster
05.10.2009 11:41
Hm...
Für mich ist es praktisch gerade ne Entscheidung der auf Dauer besseren Technik.
Aber ich denke schwer, dass ich bei Shutter landen werde.
Der Syncmaster 2233rz scheint ja auch im 2D Betrieb ein Super Monitor zu sein, was die Polarisationsbildschirme ja nicht so sind.
Jetzt muss ich nur noch rausfinden ob der Viewsonic VX2268wm, nicht noch n bissl besser ist....
PC-Selbstbauer
05.10.2009 00:51
Hab ja nicht gesagt das der IZ3D das Nonplusultra ist. Ich würde den Zalman (bzw. den technisch genauso fkt Hyundai) dem IZ3D in angesichts aller Vor und Nachteile, wieder vor ziehen. Aufgrund der Preisgestaltung aber dann doch eher den IZ3D vor dem Hyundai.
Moderator
04.10.2009 17:38
hmmm. Also aus deiner Erklärung erschließt sich mir schlichtweg gar nichts.
*nachles*
Der Hersteller verrät noch weniger.
*recherchier*
Okay - hier wirds mal erklärt. Fazit: Okay, er stellt das 2D und das 3D Bild auf voller Fläche dar. Aber doppelt so viele Pixel braucht er trotzdem
Und dass das Ergebniss eine 100%ig horizontale Haltung der Brille erfordert (und dann immer noch damit kämpft, dass LCDs einfach nicht 100%ig polarisieren, wenn da noch n bissl Licht rauskommen soll), würde ihn zumindest für mich vollkommen uninteressant machen (neben geringer Helligkeit und vermutlich auch geringem Kontrast in 3D). Man sollte zumindest Head-Orientation-Tracking entwickeln, um ersteres zu korrigieren.