Special: Windows-Dateimanager und Explorer im Wandel der Zeit [Quelle: siehe Bildergalerie]
Am 20.11.1985 erschien mit Windows 1 der erste mit der Maus zu bedienende Dateimanager. Dieser diente bei Windows 1.1 auch als Hauptbildschirm. Natürlich waren die Funktionen damals noch sehr eingeschränkt. Ein Menü blieb nur offen, wenn die Maustaste gedrückt war, und die Programme mussten noch einzeln über ihre Dateinamen ausgewählt werden.
Doch das sollte sich im Laufe der Zeit schnell ändern. Nachdem sich in Windows 2 nichts Erwähnenswertes verändert hatte, erschien mit Windows 3 eine Erweiterung des Dateimanagers von Windows 1 und 2 mit eigener Baustruktur. Dieser wurde nun auch nicht mehr als Hauptbildschirm genutzt, sondern konnte mit eigenem Symbol aufgerufen werden. Erstmals war auch ein Symbol für CDs vorhanden. Mit Windows 3.1 und später Windows 3.11 erschien ein neuer Dateimanager. Er war nun in zwei Hälften geteilt, wobei die eine die Ordner- und die andere die Dateistruktur enthielt. Erstmals war es auch möglich, per Drag&Drop Dateien zu verschieben. Mit Windows 3.11 erhielt der Dateimanager noch eine eigene Symbolleiste und die Netzlaufwerke wurden nun angezeigt. Dadurch waren nun Freigaben möglich. Mit Windows NT 3.1 und Windows NT 3.5 erschienen weitere Versionen, die das FAT-Dateisystem nutzten, was längere Dateinamen ermöglichte. Zudem war der Dateimanager jetzt Jahr-2000-fest.
Windows 95 bracht einen relativ großen Umbruch mit sich. Mit dem Windows Explorer war ein nagelneuer Dateimanager enthalten, dessen Grundfunktionen noch bei Windows Vista vorhanden sind. Er bot eine erweiterte Baumstruktur auf der linken Seite, die neben allen wichtigen Laufwerken auch wichtige Orte, wie den Desktop, den Papierkorb oder die Netzwerkumgebung enthielt. Windows 95B brachte das FAT32-System mit sich. Diese machte das Erstellen von Partitionen möglich. Die Änderungen in Windows 98 waren hingegen relativ gering. So wurde eine Adressleiste zur Webintegration von Dateipfaden und Weblinks eingeführt. Ab Windows ME war der Dateimanager in der Lage, mit Zip-Archiven umzugehen.
Einen weitaus größeren Schritt als seine Vorgänger macht dann Windows XP. Bitmaps werden nun als Vorschau gezeigt, auch wenn sie in Unterordnern liegen. Auch von Filmen wird das erste Bild als Vorschau gezeigt. Zusätzlich bietet der Explorer noch einige Komfortfunktionen wie das Brennen von CDs sowie Bilderdienste von Online-Fotolaboren. Zip-Archive sind mittlerweile einfach komprimierte Ordner.
Windows Vista bietet neben der herkömmlichen Baumstruktur nun auch die Möglichkeit, durch "virtuelle" Ordner zu navigieren. Diese sind themenbezogene Zusammenfassungen von inhaltlich gleichen Orten. Mit Windows 7 beginnt, ähnlich wie bei Windows 95, eine neue Zeitrechnung für die Dateimanager. Zwar wurde einiges von früheren Dateimanagern übernommen, jedoch wurde auch vieles geändert oder ganz neu entworfen. Auf der linken Seite findet nun eine deutlich weniger hierarchische Unterteilung statt. Die harte Trennung zwischen Favoriten und Ordnerstruktur wurde aufgehoben. Es gibt fünf große Bereiche. Neben Computer, mit den klassischen Ordnerstrukturen, den Favoriten, den Verknüpfungen zu Orten auf der Festplatte und den Bereichen für Netzwerk gibt es jetzt zusätzlich eine Bibliothek.
Damit wollen wir unsern kleinen Exkurs durch die Welt der Dateimanager beenden. Wie wir gesehen haben hat sich im Laufe der Zeit vieles verändert, vieles ist aber auch gleich geblieben.
Zu
Windows 7, Windows Vista und Windows 8 finden Sie News, Tests und Downloads auf der Windows-Produktseite von PC Games Hardware Online. Ebenfalls spannend ist der
Windows 7-Sammelthread auf PCGH Extreme sowie alle wichtigen
Treiber für Windows 7.
Schraubenverwechsler
22.11.2011 19:46
Was ja noch cool wäre Tab support für den Explorer.
Schraubenverwechsler
21.11.2011 19:24
Also soo übermäßig viel hat sich auch nicht getan. Windows 8 soll da ja besser werden. Wer sich mal an einen Total Commander gewöhnt hat, will eh keinen Explorer mehr.
Software-Overclocker
21.11.2011 17:54
NTFS ist nichts anderes als eine Abwandlung von HPFS welches in IBMs OS/2 genutzt wurde.