Shadow Harvest: Physix und DirectX 10 (5) [Quelle: siehe Bildergalerie]
Bei der auf der Messe gezeigten, noch sehr frühen Version wird die per Physx-Engine in Szene gesetzte Spielphysik zwar noch per Software, also vom Prozessor berechnet. Wenn das dann aber stabil laufe, so Tobias Hoefle, Programmierer bei Black Lion, plane man, eine per Hardware berechnete Physik (Nvidia Physx) in die Engine zu integrieren. Die soll dann beispielsweise den Detailgrad bei zerstörbaren Objekten (Destructable Objects) erhöhen, damit Explosionen noch spektakulärer aussehen.
Anhand der gezeigten Version gab Tobias Höfle aber noch weitere Beispiele, wie Physx in Shadow Harvest zum Einsatz kommt. Wird die Stoffsimulation (Cloth Simulation) per Software berechnet, setzt man auf eine alternative, ressourcen-schonende Morph-Target-Technik. Übernimmt dagegen der Grafikchip die Berechnungen, läuft die physikalisch korrekte Stoffsimulation ab. Bei den Rauchspuren (Smoke Trails) von Granaten sieht das ähnlich aus. Übernimmt die CPU die Arbeit, werden maximal fünf bis sechs Smoke-Trails sichtbar, während per Grafikchip bis zu 20 Rauchspuren berechnet und dargestellt werden können.
Das allgemeine Problem bei der Integration von GPU-Physik ist laut Hoefle, dass diese Technik das Spielgeschehen nicht beeinflussen darf, damit für Spieler mit nicht kompatibler Hardware kein Nachteil entsteht. So habe man als Entwickler nur die Möglichkeit, optische Physik-Schmankerl zu liefern, mit deren Berechnung der Prozessor generell überfordert ist.
Abschließend gab Tobias Höfle schon eine erste Einschätzung ab, mit welcher Hardware die GPU-Physik ohne Leistungseinbrüche laufen wird. Ohne Physx reicht bei allen Details schon ein Dualcore-Prozessor und eine Geforce 8800 GT/GTS. Wolle man auf die optischen, per Grafikchip berechneten Boni nicht verzichten, sollte es schon eine GTX 280 sein. Generell gelte, je schneller die GPU, desto besser. Des Weiteren verspricht Hoefle auch Spielern mit einem Vierkerner Leistungsvorteile, da die Engine von Shadow Harvest multicore-optimiert ist und Systeme wie die Physik, die Spiellogik, der Renderer sowie das Streaming in getrennten Threads ablaufen.
Die Engine der Black Lion Studios aus Deutschland beherrscht DirectX 10. Paradoxerweise zeigen die Bilder in unserer Galerie noch die DX9-Optik. Wie wir im Interview mit den Entwicklern erfuhren, hat man es vorläufig geschafft, die gewünschte visuelle Präsentation auch ohne DX10 zu erzielen. Das gelingt laut der Entwickler dank Deferred-Redering mit einer Postprocessing-Pipeline, die in vielen Einzelschritten das Bild manipuliert. Und das Ergebnis ist mehr als akzeptabel, wie die Screenshots in der Galerie zeigen. Die finale Version wird aber definitiv mit DX10-Unterstützung ausgeliefert, was den Render-Prozess ernorm beschleunigen soll und schönere Effekte ermöglicht.
Shadow Harvest spielt in der Zukunft des Jahres 2025, der Spieler wird zwei Charaktere steuern, Myra Lee und Aron Alvarez. Erstere ist die Spionage- und Schleich-Spezialistin, letzterer der Nahkampf-Experte der US Army Delta Force. Der Spieler soll in Shadow Harvest beide Charaktere steuern und ihre Fertigkeiten entsprechend des Auftrages einsetzen können.
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Freizeitschrauber
22.08.2009 17:22
Sieht wirklich nicht schlecht aus aber warum steht da dx 10 ich habe mal gelesen die screens sollen von der dx9 version stammen
Volt-Modder
22.08.2009 15:37
Das Spiel sieht nicht grade schlecht aus. Bin sehr gespannt vielleicht ein gutes Spiel mit Physix. Ich hoffe auf jeden fall.