Kritik an Windows-7-Browserauswahl: Opera will keine Logos
Das vorgeschlagene Browser-Auswahlmenü in der Windows-7-Installation bevorteilt mehreren Kritikern zu Folge weiterhin den Internet Explorer.
Quelle: Microsoft
Der Microsoft-Vorschlag für ein Browser-Auswahl-Menü ordnet alle Browser nebeneinander an und sortiert sie nach ihrem Marktanteil. So steht der Internet Explorer an erster Stelle, während die Plätze 7 bis 10 auf den ersten Blick gar nicht zu sehen sind.
Als Microsoft nach langem Streit die Integration weiterer Browser in Windows 7 ermöglichte, dachten viele, der Kampf wäre beendet. Doch bereits die Frage, welche Browser auf der Installations-DVD enthalten sind und welche erst heruntergeladen werden müssen, brachte neuen Streit. Jetzt kommt Kritik am Design des Auswahlmenüs hinzu.
So wird der Internet Explorer im vorgeschlagenen Design an erster Stelle geführt. Einige andere Browser dagegen sind erst zu sehen, wenn man seitlich durch die Liste scrollt. Der Grund: Microsoft will die Browser nach ihrem aktuellen Marktanteil sortieren. Aufgrund der geringen Bildschirmauflösung während der Installation passen aber nicht alle Browser der vorgeschlagenen 10er-Liste nebeneinander. Da Microsoft keine Anordnung in zwei Reihen vorsieht, erstreckt sich die Liste über anderthalb Bildschirmbreiten.
Opera Technologie-Chef Hakon Wium Lie ist trotzdem mit dem Vorschlag zufrieden, bringt aber noch einen weiteren Kritikpunkt ins Gespräch: Der Microsoft Entwurf betont die Logos der Browser sehr stark. Nutzer, die über Jahre hinweg daran gewöhnt wurden, dass Internet-Explorer-Logo mit dem Internet zu assoziieren, könnten so beeinflusst werden.
Die finale Entscheidung über das Aussehen dürfte in den Händen der EU-Kommission liegen, die das Verfahren gegen Microsoft leitet.
Hintergrund: Microsoft gegen EU-Kommission:
Seit Windows 95C ist in jeder Windows-Version der Microsoft Internet Explorer integriert. In den Augen der EU-Komission handelt es sich hierbei um eine Wettbewerbsverzerrende Maßnahme. Microsoft nutzt sein Quasi-Monopol für Betriebssysteme aus, um auch am Browser-Markt eine dominierende Rolle einzunehmen. Die Argumentation: Der Internet Explorer wird dem Nutzer automatisch und als einziger Weg ins Internet präsentiert. Andere Browser kommen nur dann zum Einsatz, wenn der Nutzer von sich aus nach ihnen sucht, sie herunterlädt und installiert. Unabhängig von der Qualität der Software kann der Internet Explorer somit auf der Basis von Faulheit und Unwissen einen hohen Marktanteil halten. Zudem kann Microsoft die Entwicklungskosten auf den Preis des Betriebssystems umlegen.

Das OS-Monopol wird ausgenutzt.
Also kannst du deinen Text fast ganz streichen
heise online - 13.08.09 - Microsoft kannte kritische 0-Day-Lücke seit über zwei Jahren
Es nützt M$ nur recht wenig, wenn auf einmal große Mengen Software inkompatibel werden - schließlich ist die Kompatibilität der Stützpfeiler des Monopols
Deswegen gibts nur Kleinigkeiten, z.B.
welcher Browser oder Mediaplayer automatisch aufgerufen wird, wenn ein Programm z.B. eine Online-Hilfe anzeigen oder irgendwas abspielen möchte...
Oder welche Festplattenformate unterstützt werden (Festplatte >32GB so formatieren, das andere Systeme nativ drauf zugreifen können? Zum letzten mal mit ME möglich gewesen)...
Oder welche Sicherheitsmaßnahmen vom entsprechenden Center anerkannt werden und bei welchen man rummeckert...
Welche Webseiten vom verbreitesten Browser richtig dargestellt werden...
Habe derzeit auch nichts mehr hinzuzufügen, außer, dass ich es schade finde, dass bei den Betriebssystemen keine Konkurrenz da ist und MS quasi bestimmen kann. Es war für mich ein Horror, als damals die Diskussion um TCPA / Paladium aufflammte. Danach habe ich jedoch nicht mitbekommen, wie es damit weiterging, da ich 2 Jahre eher wenig am PC gemacht habe. Wenn sowas käme, also ein System, bei dem MS vollkommen kontrollieren kann, was wo wie für ihr OS entwickelt wird und kompatibel ist, dann gute Nacht...
Dann zieht bei mir sicherlich trotz den netten PC-Spielen eine Playstation und ein Linux-PC ein.