Besserer Datenschutz bei StudiVZ, MeinVZ und SchülerVZ [Quelle: siehe Bildergalerie]
Der Betreiber der sozialen Netzwerke StudiVZ, MeinVZ und SchülerVZ hat eine neue Offensive beim Thema Datenschutz gestartet. "Deine Daten gehören Dir" heißt es auf dem Logo. Den Nutzern wird zugesichert, dass die Daten, die dort hinterlegt werden, sicher sind. Mit vier Punkten legt das soziale Netzwerk in einem
Manifest offen, wie man Daten der Nutzer schützt und sichert.
1. Daten sind persönliches Eigentum.
Soziale Netzwerke leben von der Aktivität ihrer Nutzer. Was Nutzer machen und welche Daten sie preisgeben, entscheiden sie allein. Ohne die ausdrückliche Zustimmung darf Persönliches nicht im Internet einsehbar sein, genutzt oder verbreitet werden, auch nicht durch Suchmaschinen oder von Freunden. Wer seine Daten entfernt, muss sich darauf verlassen können, dass Anbieter sie schnell und restlos löschen. Daten bleiben das Eigentum der Nutzer. Netzwerke haben sie geliehen und tragen Verantwortung, sie zu schützen.
2. Nutzer brauchen Transparenz.
Jeder Nutzer bestimmt, welches Ziel er im Netz verfolgt. Blankovollmachten über die Verwendung persönlicher Daten missachten die Autonomie. Der Nutzer entscheidet, welche Option er annimmt. Das gilt auch für Werbung: Wer keine personalisierten Informationen will, muss die Option haben, sie abzuschalten. Wer etwas verkauft, ist verpflichtet, transparent zu agieren und die Kosten zu nennen. Die Kontrolle liegt immer beim Nutzer. Jeder Anbieter hat das zu respektieren und zu unterstützen, indem er offen und klar informiert.
3. Es gilt das gleiche Recht für alle.
Das Daten-, Verbraucher- und Jugendschutzrecht in Deutschland ist streng - so streng wie in fast keinem anderen Land. Nutzer in Deutschland verlassen sich auf diesen Schutz. Die Regeln für soziale Netzwerke dürfen nicht davon abhängen, in welchem Land die Server eines Anbieters stehen. Wer in Deutschland Dienste anbietet, muss sich an deutsches Recht halten - ohne Ausnahme und ohne Tricks.
4. Jugend braucht Sicherheit.
Eltern, Schulen und Internetdienste haben die Aufgabe, Kinder und Jugendliche zu schützen. Sie müssen aufklären, welche Chancen und Risiken virtuelle Kommunikation hat. Anbieter müssen klar informieren, Nutzer unterstützen und schnell helfen - unabhängig von Landesgrenzen und Sprachbarrieren. Sie müssen Jugendliche dort abholen, wo sie sind: in ihrer Sprache und gemäß ihren Bedürfnissen. Inhalte, die für Minderjährige nicht gedacht sind, haben auch im Netz für Jugendliche nichts verloren. Sicherheit hat Vorrang - für Jugendliche und darüber hinaus.
Fazit: Wir stellen uns der Verantwortung.
Deutschland ist wegweisend im Daten-, Verbraucher- und Jugendschutz. Damit Nutzer von den Rechten profitieren, müssen Anbieter den Schutz stärken. Wer in Deutschland eine Plattform zum Austausch bietet, muss das Recht befolgen, das in Deutschland gilt. Als führende Internetportale Deutschlands stellen wir uns der Verantwortung. Wir fordern klare Regeln für alle - und eine offene Debatte, die transparent macht, was Vertrauen verdient.
Nebenbei halten auch einige Neuerungen im VZ-Netzwerk Einzug: Twitter wird künftig in das Netzwerk integriert.
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PCGH-Community-Veteran
30.07.2009 09:53
nachdem sie über jahre hinweg erstmal alle userdaten schön gesammelt und verarbeitet haben schreiben sie jetzt datenschutz groß. *ppft*
das hätten sie mal schon zu gründungszeiten so machen sollen.
jetzt sind sowieso alle daten, die bei denen auf den servern liegen im umlauf
Freizeitschrauber
29.07.2009 14:35
Es geht hier ja auch um andere Dinge, wie zb. das die Daten nach dem löschen des Accounts auch zügig gelöscht werde. Zudem kann man nicht ohne weiteres Bilder von StudiVZ runterladen.
Facebook hatte mal "versucht" genau das Gegenteil zu machen und in seinen AGBs festgelegt, dass Bilder usw. bei einstellen ins Facebook nicht mehr dem Nutzer, sondern Facebook gehören. Ich weiß nicht mehr genau warum, aber das haben die wieder rausgenommen.
Am Ende finde ich StudiVZ und co. echt gut, man entscheidet ja selber, wer was sieht und natürlich auch, was man online stellt. Man ist auch selber Schuld wenn man Fotoalben der letzten Sauforgie öffentlich macht. Viele Leute sind sich dessen halt nicht so bewusst, dass im StudiVZ und co nicht nur Freunde verkehren. 100%ige Sicherheit gibt es natürlich nicht.
bye
Spinal
Freizeitschrauber
29.07.2009 14:04
Wenn du dich da komplett gläsern machst, sicher. In den Profilsettings kannst du es aber quasi soweit einschränken, dass nur noch z.B. dein Name ersichtlich ist.
Ansich handelt der User bei diesen Portalen immer für sich selbst, mehr als default alles ausblenden zu lassen, kann ein Anbieter ja schon bald nicht machen. Wenn es der User dann ohne Wissen über Mögliche Konsequenzen ändert... selbst schuld.