Der Streit zwischen Google und dem Hamburger Datenschutzbeauftragten Johannes Caspar, der bundesweit für die Prüfung des Projektes verantwortlich ist, scheint zu einem Ende zu kommen.
Google lenkt ein und macht bei Bedarf die aufgenommenen Rohdaten unkenntlich. [Quelle: siehe Bildergalerie]
Laut Caspar soll Google auf alle Punkte seiner Einschränkungen eingegangen sein. Der Streit befasste sich mit dem Problem, persönliche Daten wie Autokennzeichen und Gesichter bereits in den Rohdaten unkenntlich zu machen, bevor diese auf amerikanische Server zur Weiterverarbeitung transferiert werden würden - diese wären dann außerhalb des Zugriffes deutscher Datenschützer.
Ziel war es zwar, dass Google alle bereits vorhandenen Rohdaten löscht, aber die nun getroffene Lösung scheint auch die Datenschützer zufrieden zu stellen: Gesichter und Autokennzeichen werden nun automatisch unkenntlich gemacht. Wem das nicht ausreicht, dem steht nun eine weitere Möglichkeit zur Verfügung: Wer sich selbst oder andere Daten, die er schützen will, auf Google Street View entdeckt, kann unverzüglich über einen entsprechenden Link die Unkenntlichmachung beziehungsweise die Löschung der Daten veranlassen - bisher gab es für solche Fälle nur eine Email-Adresse als Anlaufpunkt.
Google Street View: Video Fahrzeug. [Quelle: siehe Bildergalerie]
Wem das nicht reicht, dem gibt Google die Möglichkeit, schon vorher zu erfahren, wo die Videofahrzeuge mit der 360-Grad-Kamera auftauchen werden. Hier kann man dann direkt Einspruch einlegen, worauf hin dann die betroffenen Daten direkt gelöscht werden.
Update 06.08.09: Und weiter geht der Ärger um Google Street View und den Datenschutz. Gegenüber der Rhein-Zeitung äußerte Datenschutzbeauftragter Johannes Caspar, Google habe wieder einmal gegen die Vereinbarungen verstoßen.
In diesem Fall haben Google-Mitarbeiter Straßenzüge in ländlichen Bereichen fotografiert, ohne die Betroffenen Bürger davon zu informieren. Auch auf der
Street-View-Informationsseite, wo alle Standorte gelistet sein sollten, tauchten diese nicht auf.
Ein Google-Sprecher erklärte, dass künftig auch Landkreise in die Übersicht eingearbeitet werden und die Liste schnellstmöglich aktualisiert würde. Bisher hat Google die Liste, zumindest für den Zeitraum August bis September, aktualisiert und auch kleinere Landkreise hinzugefügt.
Links zum Thema: •
Gefährdet Google Street View die Sicherheit deutscher Politiker? •
Google Street View: Datenschutz angeblich groß geschrieben •
Britisches Dorf wehrt sich gegen Street-View-Aufnahmen von Google-Autos
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Komplett-PC-Aufrüster
07.08.2009 01:40
Ganz ehrlich, wer bitte schön würde so einen Aufwand betreiben? Wenn man wirklich vor hat jemanden auszuspionieren gibt es ganz andere Möglichkeiten dazu braucht man nicht Street View.
Mal davon abgesehen gibt es jetzt schon tausende von Fotos bei Google Maps, welche von Privatpersonen erstellt worden. Dort sind auch z.T Menschen darauf zu sehen. Denkst du wenn ich ein Foto dort einstelle tue ich extra die Gesichter unkenntlich machen?! Brauchst dir nur mal Bilder vom Brandenburger Tor anschauen. Dort erkennt man jedes Gesicht. Und darüber beschwert sich auch keiner.
Man kanns halt auch einfach übertreiben.
Moderator
07.08.2009 00:45
Da sie von "privat" sind, sind sie garantiert nicht zugelassen.
Aber auch eine grobe Zeitangabe macht keinen Unterschied, wenn man vorm Bordell geparkt hat oder sich noch weitere Anhaltspunkte für den Tag ergeben. (z.B. reicht ein Zeitungskiosk -Titelseiten- bereits aus, um die Woche, ggf. sogar den Tag zu bestimmen. Und da Google den Ort am Stück abfährt, muss der auch nicht auf dem gleichen Bild, sondern nur in der Nähe sein)
Komplett-PC-Aufrüster
06.08.2009 20:42
Naja das mit dem "zur falschen Zeit am falschen Ort" wäre ja ganz einfach zu lösen. Bei den Fotos dürfte man halt nur den Monat und nicht den Tag und Uhrzeit angeben und schon kann keiner mehr feststellen ob nun z.B der Arbeitnehmer während der Krankschreibung abgelichtet wurde oder nicht.
Wie gesagt ich finds halt übertrieben. Wenns hier um Videos gehen würde oder um fest installiere Kameras wärs was anderes aber so ist mir das relativ wurst.
Glaub auch nicht mal, dass solche Bilder als Beweismaterial z.B beim Falschparken zugelassen wären.