Google Maps [Quelle: siehe Bildergalerie]
Google Street View, der Dienst, bei dem Google Kamera-Fahrzeuge in die verschiedensten Städte schickt, um die Gebäude- und Straßenansichten online zu stellen, wurde bisher oft wegen fehlender Datenschutzrichtlinien kritisiert. Kamerafahrzeuge wurden zum Teil sogar bereits von Passanten angegriffen, die nicht wollten, dass ihre Straße, ihr Haus oder gar sie selbst bei Street View gezeigt würden.
Nun scheint es, als ob Google dem Ultimatum des Hamburger Datenschutzbeauftragten Johannes Caspar gefolgt sei. Google bietet eine Unkenntlichmachung von Gebäuden, Gesichtern und Autoschildern. Außerdem habe jeder Bürger ein Widerspruchsrecht, das sowohl vor als auch nach der Aufnahme noch Gültigkeit hat.
Googles Kamerafahrzeug mit Spezialkamera [Quelle: siehe Bildergalerie]
Hausbesitzer können bereits vorher in der Street-View-
FAQ einsehen, ob und wann ihre Gegend an der Reihe ist und entsprechend reagieren. Google wäre es am liebsten, wenn gar keine Menschen zu sehen wären, man wolle den Nutzern schließlich nur die Möglichkeit geben, sich ein Bild von anderen Städten zu machen. Der Datenschutz betrifft bisher nicht die Rohdaten, also das unangetastete Filmmaterial. Google weigere sich bisher, diese nach der Verarbeitung zu löschen und begründete dies damit, dass man nur mit dem Rohmaterial eventuelle Verbesserungen an der Verpixelung erreichen könnte.
Datenschützer Caspar habe sowohl Google Germany GmbH als auch die in den USA ansässige Google Inc. schriftlich aufgefordert, den Datenschutz für das Projekt einschließlich der Rohdaten zu garantieren. Dies betreffe vor Allem die Unkenntlichmachung der Gesichter der Passanten bereits in den aufgenommen Rohdaten. Auch sollen, bei Widerspruch eines Einwohners, sämtliche relevanten Daten nicht nur aus den fertigen Ansichten, sondern auch in den Rohdaten unkenntlich gemacht werden. Sollte Google nicht rechtzeitig reagieren, wolle man das Projekt in Hamburg stoppen. Wir halten Sie auf dem Laufenden.
Weitere Links zum Thema: •
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Google Street View: deutsche Gemeinde wehrt sich •
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Komplett-PC-Käufer
25.05.2009 15:55
Ich hoffe es geht weiter, ich nutze die Service gerne und möchte Ihn nicht missen. Ist einfach schön sich vor dem Urlaub schonmal am Urlaubsort umsehen zu können. Ich finde die Aufregung völlig übertrieben.
Komplett-PC-Käufer
22.05.2009 22:37
Vollkommen übertrieben...
Naja, so einfach ist das eben nicht.. Ein privates Unternehmen ist nunmal nicht berechtigt einzelne Personen, private und kartographische Daten über einen gewissen Genauigkeitsgrad hinaus ohne die Einwilligung der betreffenden Person zu veröffentlichen und u.U. damit Geld zu verdienen.
Stell Dir vor Du wartest auf den Bus und im Hintergrund ist ein Sex-Kino zu sehen. Weil Du dichter an der Eingangstür des Kinos stehst als an dem Haltestellenschild und zufällig in diese Richtung schaust, wirst Du in einen Kontext gestellt der Dir möglicherweise nicht recht ist. Oder jemand küsst jemanden der nicht der Ehepartner ist, popelt, kratzt sich den Hintern etc..
Menschen mit spezifischen ethischen, religiösen oder moralischen Grundsätzen werden da völlig übergangen und das kann einfach nicht sein.
Die Frage ist einfach, festzustellen wo die Grenze liegt. Ich finde den Einwand der Datenschützer absolut sinnvoll und wenn Dich eine Stadt interessiert, dann fahr halt hin.
Freizeitschrauber
22.05.2009 22:26
Bleibt zu hoffen das unsere Datenschützer Google endlich den Netzstecker ziehen. Die Dreistigkeit mit der bei Google zu komeriellen Zwecken Daten erhoben, verarbeitet und gespeichert werden ohne auch nur auf die Idee zu kommen sich dafür eine Erlaubniss zu holen ist unglaublich.
Witzig finde ich dabei manche Netzuser die eine riesige Welle schieben wenn in einem deutschen Unternehmen "Datenabgleiche der Mitarbeiter" durchgeführt werden aber es völlig in Ordnung finden was Google abzieht.