Fujitsu stellt angeblich schnellste CPU der Welt vor - Update

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Fujitsu stellte jüngst eine neue CPU mit dem Namen Venus vor, welche die Rohleistung allen bisher dagewesenen Prozessoren übertrumpfen soll. Als Einsatzgebiet sieht man vor allem Supercomputer, aber auch eine Adaption auf den Mainstream-Markt hält man für möglich.

Fujitsu scheint die Entwicklung einer neuen CPU für Supercomputer abgeschlossen zu haben. Auf dem Fujitsu-Forum-2009 stellte man den neuen Prozessor vor, der zu mehr Rohleistung fähig sein soll als alles bisher dagewesene - die schnellste CPU weltweit.

Die offizielle technische Bezeichnung ist SPARC64 VIIIfx, vermarktet wird er aber vermutlich unter dem Namen Venus. Das Transistor-Monster soll in der Lage sein, satte 128 Milliarden Berechnungen pro Sekunde umzusetzen, damit wäre er um den Faktor 2,5 schneller als Intels bisheriger Spitzenreiter.
Fujitsu Venus CPU Quelle: http://pc.watch.impress.co.jp Fujitsu Venus CPU
45-Nanometer-Herstellungsprozess, acht Kerne und integrierter Speicher-Controller auf gerade einmal zwei Quadratzentimeter Chipfläche soll er haben - Takt und andere Details bleiben dagegen noch verborgen.

Die gezeigte CPU ist noch ein Prototyp und Fujitsu wird nach eigener Aussage noch mehrere Jahre benötigen, um eine sinnvolles Einsatzgebiet für die CPU zu finden. Venus wäre aber sehr vielversprechend für den Einsatz in Supercomputern, die in Forschungszweigen wie Astronomie, Medizin und Wettervorhersagen ihre Verwendung haben. Fujitsu hält es auch für möglich, Venus in den nächsten Jahren für den Mainstream-Markt tauglich zu machen, man müsse die Möglichkeiten prüfen, heißt es auf pc.watch.impress.co.jp.

Update: 18.05.2009
Wie nun bekannt wurde, soll Fujitsus SPARC64 VIIIfx, der über einen IMC verfügt, lediglich eine Leistungsaufnahme von 35 Watt haben. Dies entspräche 33 Prozent weniger als Intel beim Itanium 2 aufweisen kann.

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    • Kommentare (82)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Dr.-Ing. Ivo Robotnik
        Zitat von Stefan Payne
        Streich das x86, trifft nämlich auf alle zu
        Damit meine ich den Befehlssatz, nicht (nur) den Aufbau!

        Das die meisten CPUs am Markt auch nicht mehr nativ sind sondern 'übersetzt werden', kommt noch dazu...

        Naja, so wenig Register hat x86 auch nicht mehr, in der aktuellen Version sinds AFAIR 16 für den 'classic Part' sowie weitere 16 für den SSE Part.

        Wieviele Alus eine CPU hat, hängt von der CPU ab und weniger der Architektur.
        Hmmm wie ich sehe kann man die Begriffe Befehlssatz und Architektur, was Mikroprozessortechnik betrifft, schlecht differenzieren.
        Gerade die Implementierung von x86-Decodern in Mikroprozessoren würde doch für einen CISC sprechen.(sehr vage vermutung meinerseits)

        Außerdem scheint der einsatz von Decodern auch nicht das gelbe vom ei zu sein.
        Die "neuen" Hybrid-CPU machen eine on-the-fly übersetzung von x86 CISC Instruktionen zu RISC Mikro-operationen (uops).
        In zahlreichen Test, in denen die Anzahl der erzeugten Instruktionen erfasst wird, sah man, dass gerade der einsatz von Decodern die Anzahl im Stack-frame erzeugten Instruktionen gegenüber normalen x86er(also reinen CISC) um 50% erhöht und somit auch den Verbrauch von Arbeitsspeicher.
      • Von Dr.-Ing. Ivo Robotnik
        Zitat von Stefan Payne
        Streich das x86, trifft nämlich auf alle zu
        Damit meine ich den Befehlssatz, nicht (nur) den Aufbau!

        Das die meisten CPUs am Markt auch nicht mehr nativ sind sondern 'übersetzt werden', kommt noch dazu...

        Naja, so wenig Register hat x86 auch nicht mehr, in der aktuellen Version sinds AFAIR 16 für den 'classic Part' sowie weitere 16 für den SSE Part.

        Wieviele Alus eine CPU hat, hängt von der CPU ab und weniger der Architektur.
        Hmmm wie ich sehe kann man die Begriffe Befehlssatz und Architektur, was Mikroprozessortechnik betrifft, schlecht differenzieren.
        Gerade die Implementierung von x86-Decodern in Mikroprozessoren würde doch für einen CISC sprechen.(sehr vage vermutung meinerseits)

        Außerdem scheint der einsatz von Decodern auch nicht das gelbe vom ei zu sein.
        Die "neuen" Hybrid-CPU machen eine on-the-fly übersetzung von x86 CISC Instruktionen zu RISC Mikro-operationen (uops).
        In zahlreichen Test, in denen die Anzahl der erzeugten Instruktionen erfasst wird, sah man, dass gerade der einsatz von Decodern die Anzahl im Stack-frame erzeugten Instruktionen gegenüber normalen x86er(also reinen CISC) um 50% erhöht und somit auch den Verbrauch von Arbeitsspeicher.
      • Von Stefan Payne Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Voyager10
        Heutige x86-Prozessoren sind hybride CISC/RISC-Prozessoren denn sie übersetzen den x86-Befehlssatz zunächst in RISC-Mikro-Instruktionen konstanter Länge, auf die moderne mikro-architektonische Optimierungen angewendet werden können.
        Streich das x86, trifft nämlich auf alle zu
        Damit meine ich den Befehlssatz, nicht (nur) den Aufbau!

        Das die meisten CPUs am Markt auch nicht mehr nativ sind sondern 'übersetzt werden', kommt noch dazu...

        Zitat von Voyager10
        Der erste hybride x86-Prozessor war der Pentium Pro.
        Quatsch!
        Das war vielleicht bei Intel so, bei AMD wars der K5, wobei ich das auch nicht 'hybride x86 Prozessor' nennen würde, der erste dürfte wohl der NX586 gewesen sein.
      • Von rabe08 BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von Rollora
        ich könnts dir sagen, aber du könntest dir auch die ganzen Posts mal durchschauen, dann wirst du es sehen. Ach ich sags dir trotzdem NULL und wenn du die erklärung finden willst guck den Thread durch
        Schnuckelchen, Du erkennst die Ironietags wohl erst, wenn ich sie Dir mit dem Brandeisen auf die - uups, das könnte hier gelöscht werden.

        Glaub mir einfach, ich verstehe von der Sache mehr als Du. Ich habe hier einen schönen EV6 als Briefbeschwerer, als die Dinger noch aktuell waren, hatte ich hunderte davon im RZ zu betreuen. Mit Sparc habe ich seit 2001 zu tun, damals E420, E450, E4500, E10k, etc.pp.

        Davon unabhängig:

        x86: Das Arbeitstier im RZ, flexibel, billig, tritt oft in Massen auf

        Sparc: die aktuellen Maschinen haben das Beste Energie zu Leistung Verhältnis auf dem Markt

        Itanium: hat man mal gehört und getestet. Preis/Leistung uninteressant, der Switch des OS - ich glaube das war 2006 - hat die letzten Sympatien gekostet.

        Power: hat die größte Power pro Core. Führt kein Weg dran vorbei, wenn Dampf auf einem Thread benötigt wird. Haben wir in 2007 groß getestet: Sparc vs. P vs. Itanium. Eine DB Applikation, die nur Singlethreaded läuft und in 24h abgearbeitet werden muß - dann kommen die neuen Daten. P hat es in 8 Stunden geschafft, alle anderen haben deutlich länger gebraucht. Virtualisierungslayer haben es auch nicht gebracht.

        HA-Systeme gibt es auch nur als nicht-x86er, jedenfalls die, die diese Bezeichnung wirklich verdienen - nichtsdestotrotz ist x86 unverzichtbar wg. Preis/Leistung. Eine Quadcore-Blade kriegt man inzwischen für unter 1k€...

        Jetzt aber wieder zurück:
        Ne schöne VM auf den Cluster, 1 Monat Arbeit und ich schwöre Dir, ich kriege Crysis darauf zum Laufen!!! Kleingeister.
      • Von X-CosmicBlue BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von Hardy227
        Venus soll die CPU heissen.

        Soll wohl auf die echte Venus hinweisen, wird sehr heiss und nicht abzukühlen
        Bei 35 Watt?
      • Von Hardy227 Schraubenverwechsler(in)
        Venus soll die CPU heissen.

        Soll wohl auf die echte Venus hinweisen, wird sehr heiss und nicht abzukühlen
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