Mit Verboten Probleme lösen

Baden-Württemberg und Bayern fordern härteres Vorgehen gegen "Killerspiele"

Und wieder wird gegen die "Killerspiele" gewettert: In Bayern und Baden-Württemberg gehen die Politiker weiterhin auf Konfrontationskurs gegen die Spiele-Industrie. (Mario Riemann, 05.05.2009)
 
Haderthauer gegen die USK und World of Warcraft
 
Haderthauer gegen die USK und World of Warcraft [Quelle: siehe Bildergalerie]
PC Games Hardware berichtete bereits über die beiden E-Sports-Events in Stuttgart und Nürnberg, die aufgrund von politischem Druck abgesagt beziehungsweise verlegt worden waren.

Baden-Württembergs Innenminister der CDU, Heribert Rech, äußerte sich jetzt in den Medien. Man hätte richtig entschieden, dass E-Sport-Event in Stuttgart zu verbieten und machte sich analog dazu für ein generelles Verbot von "Killerspielen" stark. Auch in Bayern wird weiter harsche Kritik geübt. Dort wolle die CSU-Landesregierung die Verbreitung solcher Spiele eindämmen. Sozialministerin Christine Haderthauer und Innenminister Joachim Herrmann fordern weiterhin eine Überarbeitung für die Bewertungsrichtlinien der USK in Hinsicht auf die Altersfreigabe von Computerspielen. Man wolle hier jugendliche Testkäufer verpflichten, um die Abgabe von nicht jugendfreien Medien zu testen.

Wie wir bereits berichteten, gab es seitens Haderthauer scharfe Kritik an den Richtlinien der USK. Auf heise.de liest man nun, dass auch Heribert Rech diese Kritik teilt. Er bezeichnet die Alterseinstufungen der USK als "völlig unzureichend". Diese Aussagen würden sich auf die Einschätzungen des Kriminologen und ehemaligen niedersächsischen Justizministers Christian Pfeiffer stützen. Dieser kritisierte schon häufiger die Arbeit der USK und legte jüngst eine Untersuchung über suchtgefährdete Spiele vor - unter anderem für World of Warcraft. Die niedersächsische CDU und die bayrische CSU wollen gemeinsam ein generelles Verbot für World of Warcraft durchsetzen.
Das es auch anders geht, zeigt das sehr interessante Interview unserer Kollegen auf buffed.de mit Dorothee Bär, CSU-Abgeordnete im Bundestag und Sprecherin des Unterausschusses Neue Medien.

Mehr Infos zum Thema Verbot von Spielen finden Sie unter folgenden Links:
Bayerische Regierung fordert Verbot von World of Warcraft
Intel Friday Night Game: Nach Stuttgart streicht auch Nürnberg das LAN-Event - Update 2
Bayerischer Innenminister: Killerspiele sind Tötungstrainingssoftware - Update: Petition mit großem Erfolg
Spieleverbände wehren sich gegen Kinderpornografie-Vergleich
(Ansicht vergrößern für Quellenangaben)
     
 

Sie möchten mehr zum Thema wissen? Dann nutzen Sie unsere Specialseiten:
- killerspiele
 
News, Tests und Wissen zu allgemeinen Spielen-Themen finden Sie auf der Spiele-Übersichtsseite von PC Games Hardware Online.
 
 
 
Verwandte Artikel:   Killerspiele   CDU   CSU   USK   Baden-Württemberg   Bayern  
 
 
 
Aktuelle Kommentare
jon
Schraubenverwechsler
15.10.2009 13:39
AW: Baden-Württemberg und Bayern fordern härteres Vorgehen gegen 'Killerspiele'

Quote: (Zitat von Woohoo)
Das ist schon unheimlich, das es Personen gibt die denken mit diesem Verbot kann man Amokläufe verhindern und alle anderen sozialen Aspekte vernachlässigen.

Aber was verbieten was viele Menschen wollen hat schon bei der Alkoholprohibition gut funktioniert.

Welche Partei will denn eigentlich diese Verbot nicht? Gibt es da eine ?

Da sagst du was, denn die Alkoholprohibition hat doch die Mafia erst stark gemacht, so viele Kunden für illegale Drogen hatten die nie wieder.
Dann werden eben nicht nur Zigaretten schwarz gehandelt, sondern auch verbotene Spiele.

jon
Schraubenverwechsler
15.10.2009 13:16
AW: Baden-Württemberg und Bayern fordern härteres Vorgehen gegen 'Killerspiele'

Fakt ist, das die meisten Amokläufer Zugang zu Waffen hatten! die ihnen im Elternhaus frei Haus geliefert wurden.

Fakt ist, das Drogenabhängige in der Regel zu erst mit Alkohol konfrontiert wurden, den sie im Elternhaus bekamen, und sich nicht auf der Strasse nen Dealer gesucht haben, um sich die "Einstiegsdroge" Hasch zu besorgen.

Fakt ist, das der letzte Amokläufer weder Zugang zu Waffen hatte, noch sogenannte "Killerspiele" spielte. Müssen jetzt Äxte und Küchenmesser verboten werden?

Es lässt sich kein Kausalzusammenhang zwischen "Killerspielen" und Gewalttaten herstellen. Warum seriöse Studien zu diesem Them, genauso wie zum Thema "Einstiegsdroge" kein Gehör finden, bleibt mir schleierhaft.
Dies alles erinnert mich an die Tatsachen verdrehende Propaganda des dritten Reichs und des Stalinismus.

SchumiGSG9
PCGH-Community-Veteran
08.05.2009 10:55
AW: Baden-Württemberg und Bayern fordern härteres Vorgehen gegen 'Killerspiele'

Quote: (Zitat von bob90)
Das ist doch alles lächerlich!!!
Bin zwar keine WOW - Zocker aber hallo gehts noch???

Meine Meinung:

Wenn man keine Ahnung hat - fresse halten

das schaffen die doch nur wenn es um ihre eigenen Steuerbetrügereien geht

 
 
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