Street View stößt auf Widerstand

Britisches Dorf wehrt sich gegen Street-View-Aufnahmen von Google-Autos

Im britischen Dörfchen Broughton stieß nun ein Google-Steet-View-Fahrzeug auf Widerstand, als es Bilder für die entsprechende Funktion in Google Maps machen wollte. Die Bewohner organisierten sich und ließen das Fahrzeug unverrichteter Dinge von dannen ziehen. (Andreas Link, 06.04.2009)
 
Broughton (Milton Keynes, Buckinghamshire, Vereinigtes Königreich)
 
Broughton (Milton Keynes, Buckinghamshire, Vereinigtes Königreich) [Quelle: siehe Bildergalerie]
Für Aufnahmen von Streetview entsendet Google Fahrzeuge mit Kamera auch in europäische Städte und Dörfer. Doch das Fotografieren der Straßenzüge stößt unter den Bewohnern zunehmend auf Widerstand. Viele Mensche sehen sich in ihrer Privatsphäre verletzt - darunter auch Menschen aus einem britischen Dorf, die jüngst ein Fahrzeug der Street-View-Flotte angriffen.

Die Einwohner des britischen Dörfchens Broughton in der Grafschaft Buckinghamshire griffen das Google-Fahrzeug mit Street-View-Kamera an. In Berichten heißt es, dass ein Einwohner, der das Fahrzeug sah, seine Nachbarn informierte, die dann eine Menschenkette auf der Straße bildeten. Der Fahrer konnte seine Aufgabe nicht erfüllen und musste ohne Aufnahmen des Dorfes abreisen.

In der gehobenen Wohngegend soll in in den vergangenen Wochen vermehrt zu Einbrüchen gekommen sein. Die Bewohner haben Angst, dass Bilder ihrer Straßenzüge von Einbrechern missbraucht werden könnten. Angeblich habe einer der Einbrecher aus den vergangenen Wochen sein Ziel via Google Maps, in das die Street-View-Bilder eingebunden werden, ausspioniert.
 
 
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Aktuelle Kommentare
HerrWu
Komplett-PC-Aufrüster
10.04.2009 10:58
AW: Britisches Dorf wehrt sich gegen Street-View-Aufnahmen von Google-Autos

Wenn ich irgendwo hinreise kauf ich mir nen Reiseführer. Oder leihe mir einen aus. Aber mal ehrlich. Was zum Teufel soll ich in irgend nem Kaff in England. Da soll mir mal einer den Sinner erklären. Das ist wieder einfach ein Mittel um die Neugier der Menschen zu befriedigen. Stellt sich nur die Frage wo man den Schlussstrich zieht.

strider11f
Freizeitschrauber
07.04.2009 21:37
AW: Britisches Dorf wehrt sich gegen Street-View-Aufnahmen von Google-Autos

Quote: (Zitat von Gunny Hartman)
Also Ich sags ganz ehrlich, Ich wär nicht damit einverstanden, dass mein Dorf bei Google Street View zu sehen ist. Der Nutzen dem man von diesem Google Dienst hat, rechtfertigt nicht die Datenschutzverletzungen und die Belästigung durch dieses Google Auto. Sobald Einbrecher anfangen, damit potentielle Ziele auszusuchen, hört der Spaß auf. Mich intressiert diese "Errungenschaft" in keinster weise. Es gibt Landkarten, es gibt Navis. Wer auch noch Fotoaufnahmen sämtlicher Straßen braucht, um sich irgendwo zurecht zu finden, der ist sowieso nicht ganz richtig im Kopf.
Die andere Frage ist: Wie geht das weiter? Irgendwann kommen diese Leute noch auf die Idee, dass man das Recht hat, alles über jeden zu wissen.
Ich finde es jedenfalls gut, dass die Bewohner dieses Dorfes sich wehren. Denn welches Recht hat Google schon, Ihre Videoaufnahmen durchzusetzen. Wenn die Bevölkerung es nicht möchte, muss sich auch die Politik danach richten. Für mich ist das Überwachung und gehört verboten. Als nächstes stellt Google noch Live-Cams an jedem Eck auf, wo der Hund hinscheißt
Am Ende siehts so aus, dass Google sich doch durchsetzt und die Eibruchrate rapide ansteigt. Die betroffenen Leute werden genervt sein und ein paar Computerfreaks in Silicon Valley freuen sich darüber, dass Ihre völlig Sinnfreie Technologie so gut funktioniert, wenn auch nur um Einbrüche zu erleichtern. Mir geht sowas einfach nur auf den Sack, weil es nicht sein kann, dass sich eine Firma das Recht nimmt und alle Straßen der Welt Fotografiert und für jeden Deppen zugänglich ins Netz stellt.


Da hast Du absolut recht. Zum einen läßt sich eine nachträgliche "Schwärzung" bekannterweise wieder aufheben, zum anderen hüpft GoSpy ja schon ein paar Schritte weiter. Im "Brainstorming" sind so tolle Dinge wie GoogleHealth und GoogleDNA. Die Leute regen sich zurecht über die ausufernde Überwachung durch ihre Innen-, Justiz- und Gesundheitsminister auf. Wenn aber ein Unternehmen diese Projekte "anbieten" finden es die meisten in Ordnung. Dabei gilt jedoch das dieses Unternehmen mit seinen "Produkten" Geld verdienen will und bestenfalls amerikanisches Datenschutzrecht gilt. Bestenfalls deshalb weil auch das Recht des Landes in dem die Server stehen geltend gemacht werden kann. ( China, Nordkorea..... haben ja hervorragende Datenschutzgesetze )

Gunny Hartman
Gesperrt
07.04.2009 16:45
AW: Britisches Dorf wehrt sich gegen Street-View-Aufnahmen von Google-Autos

Also Ich sags ganz ehrlich, Ich wär nicht damit einverstanden, dass mein Dorf bei Google Street View zu sehen ist. Der Nutzen dem man von diesem Google Dienst hat, rechtfertigt nicht die Datenschutzverletzungen und die Belästigung durch dieses Google Auto. Sobald Einbrecher anfangen, damit potentielle Ziele auszusuchen, hört der Spaß auf. Mich intressiert diese "Errungenschaft" in keinster weise. Es gibt Landkarten, es gibt Navis. Wer auch noch Fotoaufnahmen sämtlicher Straßen braucht, um sich irgendwo zurecht zu finden, der ist sowieso nicht ganz richtig im Kopf.
Die andere Frage ist: Wie geht das weiter? Irgendwann kommen diese Leute noch auf die Idee, dass man das Recht hat, alles über jeden zu wissen.
Ich finde es jedenfalls gut, dass die Bewohner dieses Dorfes sich wehren. Denn welches Recht hat Google schon, Ihre Videoaufnahmen durchzusetzen. Wenn die Bevölkerung es nicht möchte, muss sich auch die Politik danach richten. Für mich ist das Überwachung und gehört verboten. Als nächstes stellt Google noch Live-Cams an jedem Eck auf, wo der Hund hinscheißt
Am Ende siehts so aus, dass Google sich doch durchsetzt und die Eibruchrate rapide ansteigt. Die betroffenen Leute werden genervt sein und ein paar Computerfreaks in Silicon Valley freuen sich darüber, dass Ihre völlig Sinnfreie Technologie so gut funktioniert, wenn auch nur um Einbrüche zu erleichtern. Mir geht sowas einfach nur auf den Sack, weil es nicht sein kann, dass sich eine Firma das Recht nimmt und alle Straßen der Welt Fotografiert und für jeden Deppen zugänglich ins Netz stellt.

 
 
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