Lithium-Ionen-Akkus lassen sich in Zukunft blitzschnell laden. Auch in diesem Ferrari-Notebook steckt ein solcher Akku. [Quelle: siehe Bildergalerie]
Byoungwoo Kang und Gerbrand Ceder, Forscher am MIT, gelang es im Labor einen Lithium-Ionen-Akku innerhalb weniger Sekunden zu laden. Damit wurde der Beweis erbracht, dass sich Akkus unter Verwendung enstprechender Materialen wesentlich schneller laden und entladen lassen als bisher angenommen.
Technisch wurde eine Nano-Beschichtung aus Kristallen, welche aus Lithium-Eisen-Phosphat besteht, entwickelt. Die Beschichtung ist lediglich fünf Nanometer dick und wird durch zehnstündige Erhitzung auf 600 Grad Celsius aufgebracht. Diese Kristalle haben die Möglichkeit Ladungen wesentlich schneller im Akku zu transportiern als herkömmliche Techniken.
Theoretisch ließe sich so ein Handy in zehn Sekunden laden, wenn der Akku eine Wattsunde leistet. Jedoch ist das Ladegerät problematisch, da es 360 Watt leisten müsste und so nicht sonderlich günstig zu produzieren ist.
Für die Zukunft bedeutet dies jedoch, dass sich bei enstprechender Entwicklung Handys, Notebooks und andere mobile Geräte mit Lithum-Ionen-Akku in
deutlich geringerer Zeit laden ließen, als es bisher der Fall ist. Schöne Aussichten, doch mit marktreifen Geräten dürfte so schnell nicht zu rechnen sein.
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PCGH-Community-Veteran
14.03.2009 08:11
P = U * I
10 KW = 400 V * 25 A
10 MW = 400 KV * 25 A
Soll heißen: Bei 1.000facher Spannung und gleicher Stromstärke kann man 1.000x so viel Strom transportieren.
Wenn man das so extrem macht, bräuchte man an der Verbraucherseite natürlich einen großen Trafo und dicke, wassergekühlte Kabel, aber möglich wäre es.
Das ist eine nette Idee, aber siehe
Man kann das gesamte Stormnetz von Portugal bis Moskau nicht einfach so verändern. Besonders wegen der durchschlagspannung von Luft. Denn da würdest du mit der 1000fachen spannung locker drankommen. Es wäre also viel zu gefährlich. Umgekehrt, wenn du weiter runter gehst, hättest du in jedem Haushalt 400Volt mit 25kA, absolut tödlich. (400Volt aus den drei adern, die aufgeteilt dann jeweils wieder 230V hätten, aber das setzte ich jetzt mal voraus)
Ein zweites "hochleistungsstromnetz" zu erstellen, wäre viel zu teuer und nicht realisierbar, da dann Kraftwerke auch getrennt für die Netze arbeiten müßten, womit wir dann zwei Kraftwerke hätten statt eines...
Die Idee die du hattest ist ja nicht schlecht und ist auch der Grund, weshalb unser Stromnetz überhaupt weiter als 1-2km reicht, aber in der praxis diese umstellung, ist zu extrem.
Kabelverknoter
13.03.2009 21:34
P = U * I
10 KW = 400 V * 25 A
10 MW = 400 KV * 25 A
Soll heißen: Bei 1.000facher Spannung und gleicher Stromstärke kann man 1.000x so viel Strom transportieren.
Wenn man das so extrem macht, bräuchte man an der Verbraucherseite natürlich einen großen Trafo und dicke, wassergekühlte Kabel, aber möglich wäre es.
Du bekommst auf der Sekundär Seite des Trafos nur die Leistung P raus die du auf der Primär Seite reinschickst: also schickst du die Spannung hoch
Moderator
13.03.2009 20:58
19800 Kilowatt oder 19,8 Megawatt. Das ist unmöglich diese Menge an Strom durch eine Hausanschlussleitung zu bekommen. Das ist der Verbrauch einer Kleinstadt. Ziemlich sinnlose Technologie!
Musst ja nicht direkt aus dem Stromnetz laden (wenn alle paar Sekunden ne komplette Kleinstadt ans/vom Netz geht, wäre die Kraftwerksleistung das kleinste Problem...), wenn die Technik wirklich so billig ist, kannst du mit Energiespeichern vor Ort arbeiten, die die Last gleichmäßiger verteilen.
Die Stromverteilung wäre aber trotzdem n Problem. Aktuell sind die Energieversorger ja nicht mal bereit, n bissl was in Stromleitungen zu investieren, damit man mal das norddeutsche Windpotential einigermaßen nutzen kann - und dann soll auf einmal jede Tankstelle n MW Anschluss bekommen?
Ich sehe da Probleme
Wo ich auch noch welche sehe:
Selbst wenn man 20MW Leistung an der Tankstelle bereitstellen kann und auch im Auto verarbeiten - wie soll eigentlich der Kontakt und die Schalt- und Transformationstechnik aussehen?
1kV - okay. 10kV? Da konstruier mal was narrensicheres... 100kV? Die Schaltest du nicht mehr mit nem kleinen Bauteilchen und die Isolierung wird auch eher aufwendig...
Aber selbst bei dieser Höchstspannung ständen immer noch 200A an, die fließen sollen. Das passt nicht durch nen Klingeldraht.
Und im Fahrzeug (oder besser "im Anhänger") bräuchte man dann noch nen passenden Transformator, der daraus eine brauchbare Ladespannung macht.
Würd mich nicht mal wundern, wenns bei so starken Strompulsen schon Probleme mit der Induktion gibt...
Nöp. Mit Laden in 10 Sekunden wird das nichts. 1-10kW, das mag handhabbar sein, alles darüber fällt aus. N Elektroauto mit gleicher Leistungskapazität wie nen Verbrenner wird man also auch nicht kürzerer Zeit betanken können - nur die Technik dafür wird teurer.