Was passierte heute im Jahre ...?

Bill Gates und die ersten Raubkopien (PCGH-Retro, 3. Februar)

Bill Gates und die ersten Raubkopien - das geschah am 3. Februar. Jeden Tag wagt PC Games Hardware einen Blick zurück in die noch junge, aber bewegte Geschichte des Computers. (Spille, Schröder, 03.02.2012)
 
PCGH-Retro, 3. Februar
 
PCGH-Retro, 3. Februar [Quelle: siehe Bildergalerie]

...1976: Der Softwaremarkt ist im Jahre 1976 noch sehr jung, denn frei verfügbare Rechner für jedermann, die sich mit Programmen füttern lassen, gibt es kaum. Nur einer hat nennenswerte Verbreitung erreicht: der MITS Altair 8800. Die beliebteste Software für diesen simplen Rechner ist die Programmiersprache Altair Basic, das erste Produkt der jungen Softwareschmiede Micro-Soft (die sich zu dieser Zeit noch mit Bindestrich schreibt). Doch nicht jeder Besitzer eines 8800, der Altair Basic einsetzt, hat das Programm auch gekauft: In den Computerclubs kursieren "Raubkopien". Zu einem Treffen des legendären Homebrew Computer Clubs, dem auch die späteren Apple-Gründer Steve Wozniak und Steve Jobs angehören, brachte ein Mitglied mehr als 70 unautorisierte Kopien des Programms mit, um sie kostenlos zu verteilen.

Bill Gates, der gemeinsam mit Paul Allen Microsoft gegründet und Altair Basic geschrieben hatte, reagiert auf diesen Vorfall mit einem offenen Brief im Nachrichtenblatt des Homebrew Computer Clubs, der später auch in anderen Blättern abgedruckt wird. Der Text unter dem Titel "An Open Letter to Hobbyists" ("Ein offener Brief an Hobby-Anwender") ist datiert auf den 3. Februar 1976. Darin beklagt sich Gates über die Kultur des unbekümmerten Kopierens kostenpflichtiger Software, die der jungen Softwareindustrie und damit auch den Anwendern schade: "Wer kann es sich erlauben, professionelle Arbeit für nichts zu leisten?" Der Brief spricht zum ersten Mal das Problem der Software-Piraterie an und gilt auch als wegweisend für die Entwicklung quelloffener und kostenloser Software. Bill Gates' Schreiben können Sie hier abrufen.

...1999: DirectX 6.1 kommt auf den "Markt" und fügt der Schnittstellensammlung von Microsoft Unterstützung für die damals noch "Katmai New Instructions" (KNI), später iSSE und noch später einfach nur SSE genannte Befehlssatzerweiterung des Pentium III hinzu. Darüber hinaus gibt es mit "DirectMusic" nun erstmals eine standardisierte Musikschnittstelle in der Windows-Welt, welche die Vorteile der Wavetable Synthesis des MIDI-Verbandes mit herunterladbaren Samples sowie ein MIDI-Instrumentenset unter Lizenz von Roland und eine Software-Synthesizer-Lösung vereint. Damit soll dynamisch anpassbare Musik, wie sie in proprietären Lösungen im Einzelfalle schon zum Einsatz kommt, endlich Standard werden. Die Entwickler reagieren zunächst positiv, doch schnell gerät die Schnittstelle wieder in Vergessenheit.

Weiterführende Links zum Thema:
Bill Gates tritt zurück (PCGH Retro)
Bill Gates' letzter Tag bei Microsoft (PCGH Retro)

(Ansicht vergrößern für Quellenangaben)
     
 

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Aktuelle Kommentare
DaStash
PCGH-Community-Veteran
06.02.2012 12:10
AW: PCGH-Retro: Bill Gates und die ersten Raubkopien

Quote: (Zitat von Ardastoriana)
Wie schon vorher erwähnt von diversen anderen es ensteht beim download kein direkter Schaden ( Publisher verliert kein Geld)

Das ist schlicht falsch. Er verliert Geld, dass ihm durch die illegale Nutzung verwehrt bleibt. Würden die Leute dafür zahlen hätte er es, da sie es aber nicht tun, fehlt es ihm. Das ist folglich ein Verlust und somit ein finanzieller Schaden.

Aber ich denke wenn er eine gute Software entwickelt sind einfach mehr Leute dazu bereit es sich zu kaufen anstatt es zu ziehen. = Höherer Gewinn
Es spielt doch gar keine Rolle ob gut oder nicht gut. Man spielt nur das was man gut findet oder welche Beweggründe sollte man haben ein Spiel was schlecht ist nicht zu kaufen und dafür illegal zu spielen, ist es dann weniger schlecht?


Es ist auch eine Art von Respekt weil ich ja will das das auch der nächste Teil des Spiels wieder super entwickelt wird damit ich spass daran habe.
So weit denken die jenigen nur nicht, dass ist ja das Problem.

Das Ziel sollte also sein durch ein gutes Projekt den potentiellen Raubkopierer zum Kauf zu animieren.
Siehe oben. Ein schlechtes Produkt wird nicht besser wenn man es illegal zockt. Folglich wird sich an der Mentalität nichts ändern, wenn die Spiele noch besser werden. Sieht man ja jetzt auch schon bei diversen guten Spielen, die trotz das es eine Demo gibt, kaum Bugs vorhanden sind und reichlich Spieltiefe vorhanden ist, dennoch viel illegal heruntergeladen werden.


z.b ich hab alle Anno Titel verschlungen und Orginal zu hause...aber 2070 das seh ich net ein ständigm eine Daten auslesen zu lassen ! das ist für mich kein Service.

MUltiplayer ja aber nicht für SP....und imemr wieder ma Server downs etc....da platzt mir der Kragen
Ja und was ist ursächlich für solche restriktiven Maßnahmen? Man muss das Problem immer an der Wurzel bekämpfen.

Ich habe mehrere alte Spiele die wegen der alten Windows Version niocht mehr laufen bzw. nicht installierbar sind und die gottseidank durch Kekse zum laufen gebracht werden können.

So lange man sich die Produkte original holt wird kein Hersteller danach krähen wenn man Kekse in solchen Fällen nutzt.

MfG

Ardastoriana
Schraubenverwechsler
03.02.2012 14:02
AW: PCGH-Retro: Bill Gates und die ersten Raubkopien

Wie schon vorher erwähnt von diversen anderen es ensteht beim download kein direkter Schaden ( Publisher verliert kein Geld)

Aber ich denke wenn er eine gute Software entwickelt sind einfach mehr Leute dazu bereit es sich zu kaufen anstatt es zu ziehen. = Höherer Gewinn

(jetzt nicht falsch interpretieren ein Gutes Spiel ist kein Hype Spiel nur weil es am meisten Gezogen wurde wie COD, je grösser der bekanntheitsgrad eines games desto höher die Interressierten daran die e einfach mal saugen! )

Es ist auch eine Art von Respekt weil ich ja will das das auch der nächste Teil des Spiels wieder super entwickelt wird damit ich spass daran habe.

Das Ziel sollte also sein durch ein gutes Projekt den potentiellen Raubkopierer zum Kauf zu animieren.

Das erreichen aber nur wenige...die anderen unterstützen den KOpierschutzwahnsinn.....i

z.b ich hab alle Anno Titel verschlungen und Orginal zu hause...aber 2070 das seh ich net ein ständigm eine Daten auslesen zu lassen ! das ist für mich kein Service.

MUltiplayer ja aber nicht für SP....und imemr wieder ma Server downs etc....da platzt mir der Kragen


noch eine persönliche Sache!

Ich habe mehrere alte Spiele die wegen der alten Windows Version niocht mehr laufen bzw. nicht installierbar sind und die gottseidank durch Kekse zum laufen gebracht werden können.

BigBubby
PCGH-Community-Veteran
03.02.2012 13:50
AW: PCGH-Retro: Bill Gates und die ersten Raubkopien

Nein, aber gute spiele werden tendenziell mehr gekauft. Ich habe mir Oblivion auch z.B. noch extra gekauft, nachdem ich es mir von einem kollegen, der es original hatte, kopiert hatte. Damals

Schlechte Spiele will sich keiner kaufen und die werden auch später nicht billig gekauft.

 
 
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