Neue Informationen zu Rambus XDR2-Speicher
Selten gibt es Neues vom innovativen Speicherhersteller zu berichten und spätestens seit der Einführung der Playstation 3 von Sony (256 MiByte XDR) ist es relativ ruhig geworden. Nun greift Rambus jedoch mit seinem neuen XDR2-Speicherstandard wieder offensiv in den Kampf um die Leistungsspitze ein.
Quelle: (Bild: Rambus.com)
XDR2 gegen GDDR5 (Bild: Rambus.com) (1)
Mit der Einführung der XDR2-Technologie zielt Rambus auf die direkte Konkurrenz aus dem GDDR5-Lager. Diesem gegenüber bewirbt man die neue Architektur mit einer verdoppelten Bandbreite und einer um rund 30 Prozent verringerten Stromaufnahme. Während mit GDDR5 aktuell Transferraten von 6 Gbit/s erreicht werden, bietet XDR2 satte 12,8 Gbit/s, was alleine bei einer 32 Bit breiten Speicheranbindung eine Bandbreite von 51,2 GiByte/s darstellt. Die Packungsdichte entspricht mit bis zu vier Gigabit dem Doppelten von GDDR5.
Rambus hat mit XDR2 eine exzellente Technologie in der Pipeline, die zumindest von der technischen Seite dem GDDR5-Standard weit überlegen ist. Dies allein ist allerdings kein Garant, um am hart umkämpften Speichermarkt zu bestehen. Angesichts der vielen Patentklagen gegen andere große Firmen der Branche, die zuletzt für viel Zündstoff sorgten, hat sich Rambus sicher keine Freunde gemacht. Abzuwarten bleibt auch, ob Rambus in der Lage ist, seine Technologie zu einem günstigen Preis anzubieten, was in der Vergangenheit nicht unbedingt eine Stärke des Herstellers war. Aktuelle Preise zeigen derzeit, wie hart umkämpft der Markt für Speicherchips ist.

Nur die Top-Down-Einführung, ausgehend von einer überteuerten High-End Plattform war (wieder) der falsche Einsatz.
Cache könnte man sich übrigens keineswegs sparen, Rambus hat vergleichsweise hohe Latenzen und einen sehr großen Prefetch, so dass viel der Bruttobandbreite ungenutzt bleibt, wenn die Daten die nicht "am Stück" vorliegen.
Selbst als Arbeitsspeicher ist die Technologie damit schon kritisch zu betrachten, am meisten Sinn würde sich wohl noch auf Grafikkarten machen.
(Wo das mögliche schmalere Speicherinterface so langsam aber sicher auch interessant werden könnte)
Aber geil wärs irgendwie schon, wenn es wirklich so einwandfrei funzt wie von Rambus proklamiert und auch BREITEN Einsatz (d. h irgendwann schrumpfen dann auch schnell die Preise) gibt. Dann wäre nämlich bei den Billiggrakas wieder ein ziemlicher Leistungssprung möglich deren Bus ja nich so dick is...
Nur die Top-Down-Einführung, ausgehend von einer überteuerten High-End Plattform war (wieder) der falsche Einsatz.
Cache könnte man sich übrigens keineswegs sparen, Rambus hat vergleichsweise hohe Latenzen und einen sehr großen Prefetch, so dass viel der Bruttobandbreite ungenutzt bleibt, wenn die Daten die nicht "am Stück" vorliegen.
Selbst als Arbeitsspeicher ist die Technologie damit schon kritisch zu betrachten, am meisten Sinn würde sich wohl noch auf Grafikkarten machen.
(Wo das mögliche schmalere Speicherinterface so langsam aber sicher auch interessant werden könnte)
Damals vorübergehend einziger Ram für P4-CPUs und erheblich teurer als der damalige Konkurrent DDR1 SDRam. So bescherte dieser Ram Intel schon damals geringere Abverkäufe, da es den Meisten einfach zu teuer war.
Schliesslich hat Intel dann Rambus den Laufpass gegeben und ist ins DDR1-Lager übergetreten.
Solte sich an Rambus's Preisvorstellungen seitdem nichts oder nur wenig geändert haben, kann der Speicher noch so performant sein, er wird sich dann aber wohl lediglich bei Enthusiasten ohne Geldwertgefühl einnisten.
Im alten Format mit NB dazwischen machte das ganz natürlich weniger Sinn.
War auch eine ziemlich blöde Idee von Intel, aur RDRAM umzusteigen, das macht vielleicht in Konsolen (wie der Playstation) Sinn, aber nicht in aufrüstbaren PCs.