Der Cinebench R10 skaliert gut mit der Taktfrequenz, der Turbo-Modus bringt die erwartete Ergebnisverbesserung. Ähnlich groß ist hier der Einfluss von Hyperthreading (SMT). [Quelle: siehe Bildergalerie]
Hyperthreading, Turbo-Modus, integrierter Speichercontroller, QPI - Intels Core i7 steckt voller Neuerungen (wenn es auch so manches schon längst bei AMD gibt). Doch all das macht Ihren Rechner nicht automatisch schneller. In PCGH 01/2009 zeigen wir Ihnen, was es beim Aufbau eines i7-Systems zu beachten gibt und wie Sie das Maximum herausholen.
Folgende Themen behandeln wir dabei:
- Hyperthreading (SMT) in Theorie und Praxis
- Performancetest: "virtuelle" gegen echte Kerne
- Automatische gegen manuelle Prozessverteilung
- Automatische Übertaktung: der Turbo-Modus im Praxistest
- Theorie und Praxis: manuelle Übertaktung
- Undervolting, Leistungsaufnahme und Stromsparmodi
- Speicherperformance
- Erste Sockel-1366-Kühler
- Aufrüstempfehlungen und Vorschau auf Sockel 1156
All das und mehr finden Sie auf fünf Seiten im Praxisteil des Hefts, das am 3. Dezember erscheint - Abonnenten erhalten es in der Regel noch etwas früher (
Infos zum PCGH-Abonnement). Als kleinen Vorgeschmack präsentieren wir Ihnen unseren Praxistest des Turbo-Modus.
Turbo-Modus: die Theorie Der Turbo-Modus von Intels Core i7 (
siehe: Nehalem-CPU im Benchmark-Test), auch Dynamic Speed Technology genannt, erhöht bei Bedarf selbsttätig die Frequenz einzelner Kerne. Als Grenze dient hier die TDP, beim i7 beträgt sie 130 Watt - solange der Chip innerhalb dieses Thermalbudgets bleibt, darf er etwas schneller arbeiten; sind etwa nur zwei von vier Kernen beschäftigt, legt der Taktgeber für diese noch ein paar Megahertz drauf. Dies geschieht über die Regulierung des Multiplikators, der gemeinsam mit dem Referenztakt von 133 MHz den Kerntakt ergibt; beim Core i7-920 steigt der Multiplikator von 20 auf 21 oder gar 22, der Kerntakt damit von 2,67 also auf 2,93 GHz. Das ist zumindest die Theorie.
Turbo-Modus im PCGH-Praxistest Tatsächlich treibt der Turbo-Modus unter Last den Multiplikator auf 21 bis 22 - je nachdem, wie viele Kerne gerade arbeiten. Bei Anwendungen und Spielen arbeitet der Chip meist mit dem Multiplikator 21, was 2.800 Megahertz entspricht: eine Übertaktung um 5 Prozent, auf die unsere CPU-affinen Benchmarks wie erwartet mit 3 bis 5 Prozent besseren Ergebnissen reagieren (siehe Benchmark). Ähnlich verhält sich unser i7-940, der seinen Multiplikator von 22 auf 23 und gelegentlich auf 24 steigert. Beim Core i7-965 XE dürfen Sie den maximalen Multiplikator sogar selbst festlegen und die TDP-Grenze verschieben. Übrigens funktionierte bei uns der Turbo-Modus nur mit aktiviertem EIST/Speedstep.
Turbo-Modus: Fazit Intels Dynamic Speed Technology ist eine sinnvolle Neuerung. Ganz frei von Schwächen ist die Technik aber nicht: Im Test des i7-920 stellten wir mit aktivem Turbo-Modus gelegentliche Performance-Einbrüche fest, die etwa den Cinebench-Wert um 1.500 Punkte schwanken ließ. Eine Erklärung fanden wir nicht - plötzliche Taktveränderungen lassen sich nicht einwandfrei per Software erkennen. Möglicherweise ist dieses Phänomen nur auf den Vorserienstatus unseres X58-Boards zurückzuführen, Serienplatinen zeigten es nicht. Das Hauptproblem des Turbo-Modus ist jedoch ein anderes: Manuelles Übertakten ist effizienter.
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Bildergalerie zum Artikel
Komplett-PC-Aufrüster
04.12.2008 19:20
ist schon ein super prozessor, aber mir noch ein wenig zu teuer. ich hole mir lieber noch ein update für den 775 sockel und warte ab.
Lötkolbengott
01.12.2008 12:29
Fudzilla - Nehalem also has a TLB bug
Die Meldung kommt wohl leider zu spät für den Artikel...
Scheint wohl so, als hätte der Nehalem den gleichen Fehler wie es die Agenas hatten...
PCGH-Community-Veteran
01.12.2008 10:57
Alle i7 CPUs können bis zu 2 Taktschritte (266 MHz) im Tubomode hoch takten.
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Aufgrund der neuen Sockelhalterung ist auch ein neuer Kühlkörper notwendig.
Auch das ist so ncht ganz richtig. Hersteller wie Noctua bieten kostenlose Upgrade Kits für ihre Kühler an. Bzw. bei einigen Herstellern kostet eine neue Backplate zwischen 2,50 und 10 Euro.