Cyberlink Advisor checkt, ob HD-Wiedergabe möglich ist. [Quelle: siehe Bildergalerie]
Rein von der Rechenleistung sind aktuelle PCs ohne weiteres in der Lage, den Film einer Blu-ray-Disc abzuspielen. Zudem betonen Grafikkartenhersteller immer wieder, ihre Produkte könnten die Wiedergabe solcher Filme beschleunigen. Doch in der Praxis steht man all zu oft vor Problemen.
Denn: Um die Datenübertragung vor unbefugtem Zugriff zu schützen, wird der Datenstrom verschlüsselt. Die High-bandwidth Digital Content Protection (HDCP) begleitet die digitalen Bild- und Tondaten vom HD-Laufwerk bis zum Ausgabegerät. Das Abfangen von Daten zum Zwecke einer unerlaubten Weiterverwendung soll so verhindert werden.
Auch auf dem PC muss diese digitale Weitergabe des Datenstroms funktionieren. Alle eingesetzten Komponenten, sei es Hard- oder Software, müssen den HDCP-Handshake beim Blu-ray-Laufwerk, dem Betriebssystem, der eingesetzten Software, der Grafikkarte und dem Monitor erfolgreich vollziehen. Spielt eine Komponente nicht mit, wird die Filmwiedergabe verhindert. Besonders wichtig ist ein Monitor, der HDCP unterstützt - dafür ist nicht zwingend eine HDMI-Schnittstelle nötig, DVI ist genauso in der Lage, ein HDCP-Signal zu verarbeiten, wenn die entsprechende Logik im System steckt. Mit HDMI sind Sie aber auf der sicheren Seite.
Ist mein PC "HD ready"? Ob der PC überhaupt Blu-ray-Disc-tauglich ist, lässt sich mit dem Tool Cyberlink BD Advisor überprüfen, welches auf der
Cyberlink-Webseite heruntergeladen werden kann. Sofern die Grafikkarte dem Computer bei der Wiedergabe des komprimierten Bildmaterials nicht unterstützend zur Seite steht, benötigen Sie einen leistungsstarken Prozessor. Programme, die die Grafikkarte während des Abspielens belasten, sollten ebenfalls deaktiviert werden - dazu gehört zum Beispiel der GPU-Client von Folding@Home, welcher beim Autor mit einer 8800 GT zu einer stockenden Wiedergabe führt.
Wenn Grafikkarte oder Monitor als Schwachstelle in der Datenkette erkannt wurden, kann die Wiedergabe noch gelingen. Mit einem per VGA-Kabel an den Computer angeschlossenen Monitor lässt sich, nunmehr nicht mehr digital, das Videobild einer Blu-ray-Disc ausgeben, sofern dies nicht vom Rechteinhaber für die betreffende Videodisc untersagt wurde. Beim Ton muss man in der Regel nachbessern.
Da den Laufwerken meist nur eine eingeschränkte Version der jeweiligen Player-Software beiliegt, sollten Sie hier auf eine kostenpflichtige Version von WinDVD oder dem Konkurrenten PowerDVD setzen, um vollen Mehrkanal-Ton zu genießen. Um eine eventuell vorhandene Heimkino-Anlage mit dem PC zu verbinden, reicht der Onboard-Sound, sofern eine digitale Übertragung möglich ist: Ob das Signal von einer X-Fi oder dem Onboard-Chip weitergereicht wird, macht letztlich keinen Unterschied; viele aktuelle Mainboards verfügen entweder über Toslink oder S/PDIF-Ausgänge.
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Laufwerk oder Brenner? Wie bei DVDs gibt es auch für Blu-rays reine Lese- und Kombi-Laufwerke, die gleichzeitig brennen können. Mit einer maximalen Speicherkapazität von 50 GByte auf einer Disk eignet sich Blu-ray gut als Speichermedium für Backups, aber auch Urlaubsvideos, die moderne Camcorder in hohen Auflösung aufgezeichnet haben, lassen sich so für die Nachwelt erhalten.Die Preise für reine Leselaufwerke, zum Beispiel das Liteon DHS-401S, beginnen bei 70 Euro. Für einen Brenner müssen Sie 160 Euro investieren.
Wenn Sie nicht vorhaben, selbst Blu-rays zu brennen (die Medien sind mit rund 5,60 Euro für 25 GByte noch recht teuer), können Sie das gesparte Geld in eine Festplatte investieren und auf ein reines Leselaufwerk setzen - für den Filmgenuß im Heimkino ergibt sich kein Unterschied.
Detaillierte Testergebnisse zu Blu-ray-Laufwerken finden Sie in der kommenden PC Games Hardware 01/2009, welche ab dem 03. Dezember 2008 im Handel ist. Weitere Informationen zu Blu-ray, dem mittlerweile gescheiterten HD-DVD und HDTV im allgemeinen gibt es bei unseren Kollegen von os-informer.de:
Fragen und Antworten rund um High-Definition [index]
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Alle Infos zu
SSDs oder Solid State Disks finden Sie auf der Themenwebseite. Wenn Sie sich über
HDDs oder Festplatten informieren möchten, empfehlen wir unsere Themenseite. News, Tests und Wissen zu
Festplatten, SSDs und (optischen) Laufwerken allgemein finden Sie auf der Laufwerke-Produktseite von PC Games Hardware Online.
Komplett-PC-Aufrüster
24.11.2008 19:36
Das kann ich so nicht ganz bestätigen... bei mir gibt´s so gut wie keine probleme (sony blu-ray brenner xbox 360 hd-dvd lw)
im moment hab ich 60 hd-dvd´s und 40 blu-rays und ausser das der pc abstürzte bei 4x3,5 ghz obwohl er in games 1a ging ist mir noch nichts aufgefallen. und wer das bild auf nem 94 cm fernseher und ner 3,xm Leihnwand gesehen hat der bestätigt mir das es sich lohnt
PCGH-Community-Veteran
24.11.2008 17:47
Blue-Ray macht in der Praxis immer noch jede Menge Probleme. Bei 2 Kumpels mit HD-HTPC läuft beispielsweise die Ironman-Blue-Ray nicht. Das ist besonders ärgerlich, wenn man mehr als 20 Euronen für den Film bezahlt hat und das notwendige Equipment (Hardware+Software) vollständig vorhanden ist. Einige Probleme kann man zwar mit AnyDVD beheben (in Deutschland nicht erlaubt), manche bleiben aber trotzdem bestehen (siehe Ironman). Insgesamt ist der ganze HD-Kram noch längst nicht vollständig ausgereift. Man sollte den alten Röhrenfernseher so lange behalten wie möglich. Zur Zeit macht der HD-Kram nur für Besitzer der "Next-Generation"-Konsolen halbwegs Sinn.
Freizeitschrauber
23.11.2008 23:42
man möchts kaum glauben aber sogar auf meinem alten sony trinitron röhrenfernseher sieht man das die blu-ray ein schärferes bild bringt als eine normale dvd.