Intel Core i7: Turbo-Modus im Praxistest

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Intels Core i7 bietet erstmals eine automatische Übertaktungsfunktion - wir haben sie uns näher angesehen.

Der Turbo-Modus von Intels Core i7 (siehe Nehalem-CPU im Benchmark-Test), auch Dynamic Speed Technology genannt, erhöht bei Bedarf selbsttätig die Frequenz einzelner Kerne. Als Grenze dient hier die TDP, beim i7 beträgt sie 130 Watt - solange der Chip innerhalb dieses Thermalbudgets bleibt, darf er etwas schneller arbeiten; sind etwa nur zwei von vier Kernen beschäftigt, legt der Taktgeber für diese noch ein paar Megahertz drauf. Dies geschieht über die Regulierung des Multiplikators, der gemeinsam mit dem Referenztakt von 133 MHz den Kerntakt ergibt; beim Core i7-920 steigt der Multiplikator von 20 auf 21 oder gar 22, der Kerntakt damit von 2,67 also auf 2,93 GHz. Das ist zumindest die Theorie.

Turbo-Modus im PCGH-Praxistest
Tatsächlich treibt der Turbo-Modus unter Last den Multiplikator auf 21 bis 22 - je nachdem, wie viele Kerne gerade arbeiten. Bei Anwendungen und Spielen arbeitet der Chip meist mit dem Multiplikator 21, was 2.800 Megahertz entspricht: eine Übertaktung um 5 Prozent, auf die unsere CPU-affinen Benchmarks wie erwartet mit 3 bis 5 Prozent besseren Ergebnissen reagieren (siehe Benchmark). Ähnlich verhält sich unser i7-940, der seinen Multiplikator von 22 auf 23 und gelegentlich auf 24 steigert. Beim Core i7-965 XE dürfen Sie den maximalen Multiplikator sogar selbst festlegen und die TDP-Grenze verschieben. Übrigens funktionierte bei uns der Turbo-Modus nur mit aktiviertem EIST/Speedstep.
Der Cinebench R10 skaliert gut mit der Taktfrequenz, der Turbo-Modus bringt die erwartete Ergebnisverbesserung. Ähnlich groß ist hier der Einfluss von Hyperthreading (SMT). Der Cinebench R10 skaliert gut mit der Taktfrequenz, der Turbo-Modus bringt die erwartete Ergebnisverbesserung. Ähnlich groß ist hier der Einfluss von Hyperthreading (SMT).
Turbo-Modus: Fazit
Intels Dynamic Speed Technology ist eine sinnvolle Neuerung. Ganz frei von Schwächen ist die Technik aber nicht: Im Test des i7-920 stellten wir mit aktivem Turbo-Modus gelegentliche Performance-Einbrüche fest, die etwa den Cinebench-Wert um 1.500 Punkte schwanken ließ. Eine Erklärung fanden wir nicht - plötzliche Taktveränderungen lassen sich nicht einwandfrei per Software erkennen. Möglicherweise ist dieses Phänomen nur auf den Vorserienstatus unseres X58-Boards zurückzuführen, Serienplatinen zeigten es nicht. Das Hauptproblem des Turbo-Modus ist jedoch ein anderes: Manuelles Übertakten ist effizienter.

Mehr über die Funktionsweise des Turbo-Modus und weitere Features des Core i7 finden Sie in der kommenden PCGH-Ausgabe 01/2009.

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    • Kommentare (18)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von pardy Kabelverknoter(in)
        hab problem mit meinen i7 860
        er geht nicht höher als 2,8 ghz, und soweit ich weis ist turbo modus auch an.
        bitte um hilfe
      • Von pardy Kabelverknoter(in)
        hab problem mit meinen i7 860
        er geht nicht höher als 2,8 ghz, und soweit ich weis ist turbo modus auch an.
        bitte um hilfe
      • Von neowkewl Schraubenverwechsler(in)
        kanns nicht sein, ist doch ne simple messung, warum geht pcgh nicht darauf ein O_o

        bekommen sie dann kein spielzeug mehr von intel ?
      • Von XE85 Lötkolbengott/-göttin
        dazu kommt noch das die Spannung um 0,2Volt angehoben wird

        mfg
      • Von neowkewl Schraubenverwechsler(in)
        Zitat von y33H@
        @ neowkewl

        Takt macht nicht viel Watt ... aber 4 statt 2 Cores schon.

        cYa


        2 kerne bleiben auf standart takt und zwei erhöhen den takt! d.h. der verbrauch steigt, und um wieviel ?
      • Von y33H@ BIOS-Overclocker(in)
        @ neowkewl

        Takt macht nicht viel Watt ... aber 4 statt 2 Cores schon.

        cYa
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