Sharkoon Flexi-Drive S2S [Quelle: siehe Bildergalerie]
SSDs sind im Verhältnis zu herkömmlichen Festplatten immer noch recht teuer. Dieser Umstand inspirierte Sharkoon offenbar zum Flexi-Drive S2S: Das Sharkoon Flexi-Drive S2S ist ein SSD-Adapter mit Bauform und Anschluss einer 2,5-Zoll-SATA-Festplatte. Den nötigen Flashspeicher liefern bis zu sechs SDHC-Karten, die in die passenden Slots im Gehäuse gesetzt werden. Hersteller, Anzahl, Chiptyp (SLC oder MLC) und Kapazität der Speicherkarten kann der Anwender nach eigenem Wunsch und Bedarf auswählen. Ein Ausbau mit sechs 8-GByte-SD-Karten (48 GByte) kostet rund 200 Euro. In unserem Testmuster stecken sechs Kingston SDHC (MLC) mit 8 GByte.
Selbstbau-SSD: die Leistung Laut Sharkoon lieferen sechs 8-GByte-SDHC-Speicherkarten der Klasse 6 eine Leserate von 140 MByte/s und eine Schreibrate von 115 MByte/s (in HDTune). Wir erreichen mit H2benchw diese Wert nicht: Der Sharkoon Flexi-Drive S2S liest mit ordentlichen 125,9 MByte/s und schreibt mit 69,2 MByte/s. Zum Vergleich: Die Intel SSD X25-M (
SSD Intel X25-M 80 GB im PCGH-Test), ebenfalls eine MLC-SSD, erreicht 205,4 MByte/s (lesen) beziehungsweise 75,9 MByte/s (schreiben). Die durchschnittliche Zugriffszeit des Flexi-Drive S2S beim Lesen liegt bei 0,5 Millisekunden. Allerdings ist die durchschnittliche Zugriffszeit beim Schreiben mit 206 Millisekunden viel zu hoch. Eine herkömmliche Festplatte (
Preisvergleich Samsung Spinpoint F1 1000) kommt in dieser Disziplin schon auf 20 Millisekunden, eine Velociraptor (
Preisvergleich) auf unter 5 Millisekunden.
Die Lese-/Schreibrate skaliert mit der Anzahl der eingesetzten SDHC-Karten: Erreicht das Flexi-Drive S2S lesend mit 1 Karte 21 MByte/s, sind es mit identischen 2 Karten 42 MByte/s usw.
Selbstbau-SSD: das Fazit Das Sharkoon Flexi-Drive S2S ist durchaus eine Alternative zu einer SSD und leicht aufrüstbar; allerdings macht der Hersteller keine Angaben zur Datensicherheit und zusammen mit den SDHC-Karten ist das Sharkoon Flexi-Drive S2S teurer als eine normale SSD (Preisvergleich). Das Sharkoon Flexi-Drive S2S ist noch nicht im
PCGH-Preisvergleich gelistet.
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Kabelverknoter
08.11.2008 02:11
Wie man es auch dreht, es kommt bei dieser Variante doch dann hauptsächlich auf die Geschwindigkeit der verwendeten Speicherkarten an, zumindest was die konstante Übertrangungsrate beim Lesen und Schreiben angeht. Bei den Zugriffszeiten, die ja hauptsächlich zu tragen kommt, wenn viele kleinere Datein gespeichert werden, kann auch die Elektronik ein gewaltiges Wörtchen mitreden, und zu einer schlechten (lagen) Zeit führen. Man kann aber grundsätzlich davon ausgehen, dass so ein System schneller wird, wenn zukünftige neue schnellere Speicherkarten eingelegt werden.
Denn dieser Kurztest zeigt eigentlich nicht, wie gut das Gerät ist, sondern wie "schlecht" die Speicherkarten sind. "Schlecht" natürlich in Anführungszeichen gesetzt, da es ja nicht schneller geht, wenn die schnellsten Speicherkarten bereits verwendet werden.
Ich finde die Idee für solch ein flexibel bestückbares Gerät absolut genial. Sharkoon sollte jetzt noch versuchen, die Zugriffszeit beim Schreiben zu beschleunigen, dann wäre diese Selbstbau-SSD deutlich interessanter.
Allerdings ist ein Vergleich dieses Systems mit der Intel X25-M wie ein Vergleich von Bananen und Kirschen. Der Speicher der Intel X25-M ist ja speziell für diesen Anwendungsbereich konzipiert, hingegen die Speicherchips der SDHC-Karten das nicht sind. SDHC-Karten sind als robuster, mobiler, zu vielen verschiedenen Geräten kompatibler Speicher weiterentwickelt worden, der zwar eine gewisse Übertragungsrate bietet, aber weit von einer Festplatte bzw, SSD entfernt ist.
In digitalen Spiegelreflexkameras wird ja auch ein fest eingebauter schnellerer Speicher als Puffer verwendet, um schnelle Bildfolgen zu ermöglichen, da ja eine SDHC-Speicherkarte das nicht so schnell bewältigen kann.
Sharkoon könnte also mit einem Onboard-Pufferspeicher die Zugriffszeit überbrücken, und würde so auf deutlich kürzere Zugriffszeiten kommen.
Bei den mechanischen Festplatten sind ja auch ein paar MB Pufferspeicher integriert, um den Transfer zu beschleunigen, warum also nicht auch so bei der Selbstbau-SSD.
Ich kenne die Intel X25-M nicht, und auch nicht deren Arbeitsweise, aber es könnte ja auch sein, dass Intel auch mit einem Pufferspeicher arbeitet, um eine Zugriffszeit beim Schreiben zu erreichen, die kürzer ist als die beim Lesen.
PC-Selbstbauer
05.11.2008 09:51
Mich würde mal ein Test von SuperTalent und Patriot interessieren.
Die geben 100 MB/s Schreiben an und zwischen 150 und 175 MB/s Lesen.
Und das bei einem Preis von ca. 100 €/32 GB.
Mal sehen welche Speichermonster wir nächstes Jahr bekommen.
32 GB reicht gerademal fürs System und ein paar Spiele.
64 GB ist nicht wirklich der Hammer, aber ab
128 GB wird es für mich bei Performance-Anwendungen interessant.
Aber knapp 400 Euro, da warte ich dann doch lieber noch auf etwas Günstigeres.
Ex-Lookbeyond-Member
04.11.2008 23:09
Mich wuerde der Stromverbauch im Vergleich zu einer normalen 7200U/min Festplatte interessieren.