PCGH vor Ort bei Nvidia

Nvision 2008: Spielen in der dritten Dimension - 3D-Brillen im Hands-on-Test

Der überwiegende Teil aller Grafikanwendungen, Spiele und Demos auf der Nvision 08 liefen wie nicht anders erwartet in zwei Dimensionen ab. Doch in einer Ecke des Konferenzzentrums hatten Nvidia, Viewsonic und Mitsubishi zahlreiche 3D-Monitore, -Brillen und -Sender aufgebaut. PCGH machte den Test. (Roland Austinat, 29.08.2008)
 
Comeback der 3D-Brille: PCGH-Hands-on-Test auf der Nvision
 
Comeback der 3D-Brille: PCGH-Hands-on-Test auf der Nvision [Quelle: siehe Bildergalerie]
Wir setzten uns selbst die aktive 3D-Brille auf und staunten über einen 73-Zoll-Projektionsfernseher von Mitsubishi, auf dem Guitar Hero den Sprung in die dritte Dimension machte. Neben den im richtigen Moment zu aktivierenden Noten, die uns mit Macht entgegenflogen, waren auch kleine Details im Hintergrund wie etwa Zuschauer, die Band-Avatare oder der jeweilige Club erstaunlich plastisch. Knapp 3000 Dollar soll Mitsubishis Kanalschwimmer allerdings in den USA kosten, der auch mit etwas günstigeren Bilddiagonalen von 65 und 60 Zoll ausgeliefert wird.

Besser haben es da PC-Besitzer: Auf sie wartet Viewsonics 22-Zoll-3D-Monitor, der seine 1.680 x 1.050 Bildpunkte mit 120 Hertz, einem Kontrastverhältnis von 1000:1 und einer Schaltgeschwindigkeit von 3 Millisekunden ansteuert. Duane Brozek von Viewsonic wollte uns noch nichts zum Preis des Gerätes verraten, das zum Weihnachtsgeschäft in den USA und wenig später weltweit erhältlich sein soll. "Eine zu große Wartezeit zwischen den verschiedenen Märkten kann sich heute jedoch niemand mehr erlauben", sagte Brozek. Der seit über einem Jahr in Entwicklung befindliche Bildschirm soll noch einmal von den Viewsonic-Ingenieuren verfeinert werden, bevor die Serienproduktion anrollt. Ob und wann Viewsonic die noch proprietäre Monitortechnik an andere Hersteller lizenzieren wird, steht noch nicht fest.

Nvidias 3D-Technik im Einsatz: Gut zu erkennen die verschobenen Bilder für
das rechte und linke Auge, die dem Betrachter durch die aktive Brille getrennt übermittelt und in dessen Gehirn zu einem 3D-Bild zusammen gesetzt
werden.
 
Nvidias 3D-Technik im Einsatz: Gut zu erkennen die verschobenen Bilder für das rechte und linke Auge, die dem Betrachter durch die aktive Brille getrennt übermittelt und in dessen Gehirn zu einem 3D-Bild zusammen gesetzt werden. [Quelle: siehe Bildergalerie]
Was fehlt noch für das 3D-Erlebnis? Ken Brown von Nvidia zählt auf: "Neben dem Monitor braucht ihr eine Geforce-8800- oder eine schnellere Grafikkarte, eine aktive 3D-Brille sowie einen Sender, der über Infrarot Bildschirm und Brille synchronisiert." Die 3D-Brille ist erstaunlich leicht und verbirgt ihren Akku clever im Brillenbügel. Sie wird über einen Mini-USB-Stecker zum Aufladen mit dem PC verbunden. Zwischen 24 und 36 Stunden soll eine Ladung reichen, die im Standby-Modus mindestens 24 Stunden auf ihren Einsatz wartet. Derzeit unterstützen die 3D-Treiber noch Direct X 9, bis zum Verkaufsstart soll auch Direct X 10 problemlos funktionieren. "Rund 350 Spiele laufen dann mit unserer Technologie", freut sich Ken Brown.

Nvidias 3D-Technik im Einsatz: Gut zu erkennen die verschobenen Bilder für
das rechte und linke Auge, die dem Betrachter durch die aktive Brille getrennt übermittelt und in dessen Gehirn zu einem 3D-Bild zusammen gesetzt
werden.
 
Nvidias 3D-Technik im Einsatz: Gut zu erkennen die verschobenen Bilder für das rechte und linke Auge, die dem Betrachter durch die aktive Brille getrennt übermittelt und in dessen Gehirn zu einem 3D-Bild zusammen gesetzt werden. [Quelle: siehe Bildergalerie]
Auf der Nvision 08 waren das Age of Empires 3, GoW, Unreal Tournament 3 und das schon erwähnte Guitar Hero. Je nach Spiel empfiehlt es sich, einen Tiefenregler am Emitter nachzujustieren. Während Shooter wie Unreal Tournament 3 mit einer Einstellung von etwa 30 Prozent ein famoses 3D-Bild lieferten, konnten wir den Regler in Age of Empires 3 noch weiter nach oben schrauben, um einen plastischen Blick auf unsere Basis und deren Einheiten zu bekommen. Ob die Brille wie bei früheren 3D-Experimenten wie Nintedos Virtual Boy oder Elsas Revelator-3D-Brille nach längerem Spielen für Kopfschmerzen sorgt, können wir nach kurzer Spielzeit noch nicht sagen. Eine etwas länger nicht mehr aktualisierte Liste aller unterstützten 3D-Titel finden Sie übrigens direkt bei Nvidia.

(Ansicht vergrößern für Quellenangaben)
     
 
 
News, Tests und Wissen zu Monitore, LCDs bzw. TFTs finden Sie auf der Monitore-Produktseite von PC Games Hardware Online.
 
 
 
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