AMD Radeon HD 4870 X2 im PCGH-Test [Quelle: siehe Bildergalerie]
Für den Test der finalen
Radeon HD 4870 X2 und somit der Entscheidung des Rennens um die aktuell schnellste Grafikkarte fand sich eine
Retail-Karte von Sapphire in der Redaktion ein.
Wir nahmen dies zum Anlass,
alle Radeon-Karten der HD-4800-Serie mit dem aktuellen Beta-Treiber neu zu benchen, um konsistente Vergleichswerte zu erhalten. Es handelt sich hierbei um eine neue Beta-Version des
Catalyst 8.8 mit der internen Versionsnummer
8.520.2, welcher von AMD zur Verfügung gestellt wurde.
Den erst gestern freigegebenen Geforce-Treiber
177.83 testeten wir anschließend auf seine Leistung. Da sich unter anderem in
Crysis und
Call of Duty 4 Leistungssprünge einstellten, entschieden wir uns, ihn doch in den Test zu integrieren. Da trotz Nachtschicht aber nur wenig Zeit übrig blieb, testeten wir nur die Geforce GTX 280 und GTX 260 mit dem neuen Treiber.
Das Testfeld für unseren High-End-Vergleich besteht somit aus der kompletten, derzeit verfügbaren HD-4800-Reihe und beiden Modellen der Geforce-GTX200-Reihe.
Radeon HD 4870 X2: Doppelherz
AMD Radeon HD 4870 X2: die Karte mit und ohne Kühler (Bild: PCGH) [Quelle: siehe Bildergalerie]
AMD Radeon HD 4870 X2: der GDDR5-Speicher von Hynix (Bild: PCGH) [Quelle: siehe Bildergalerie]
Auf der
Radeon HD 4870 X2 verheiraten AMDs Grafikspezialisten zwei
RV770-Chips, die über die Multi-GPU-Technologie
Crossfire X kooperieren. Dieses Duo nennt AMD in Anlehnung an frühere High-End-Chips
R700. Das V stand und steht übrigens für "Value" - Preisleistung-effiziente Mainstream-Modelle. Zur Kommunikation der GPUs sitzt wie bei der HD 3870 X2 ein Brückenchip der Firma
PLX zwischen beiden RV770-GPUs. Der neue Chip (
PEX86BB-AA50BC F) ist PCI-Express-2.0-kompatibel und verfügt über insgesamt 48 Lanes. Das bedeutet, dass er jeder der beiden GPUs die volle Bandbreite von PCI-E-x16 zur Verfügung stellt, um eine interne Limitierung zu vermeiden.
Dazu gesellt sich der mysteriöse Crossfire "Sideport": Ati gibt an, dass die Grafikprozessoren über ihn miteinander kommunizieren können, dieses Feature mangels Nutzen aber erst in kommenden Treibern aktiviert wird. Bevor wir falsche Hoffnungen schüren: Der Sideport ermöglicht es nicht, dass eine GPU auf den VRAM der anderen zugreifen kann, diese Daten müssen weiterhin redundant (doppelt) gehalten werden. Die einstigen Gerüchte, einen einheitlichen Speicherpool betreffend, sind somit leider nicht zutreffend.
AMD Radeon HD 4870 X2: der Kühler (Bild: PCGH) [Quelle: siehe Bildergalerie]
Die Taktung der
X2 entspricht genau der der HD 4870: Beide GPUs werden mit 750 MHz betrieben, der an 256 Bit gekoppelte GDDR5-VRAM arbeitet mit 900 MHz bzw. 1.800 MHz. Diesmal sitzen 16 Chips à 128 MiByte auf der Platine, woraus eine Gesamtkapazität von 2.048 MiByte resultiert. Jeder Chip kann aufgrund der Dual-GPU-Konfiguration mitsamt ihren AFR-Restriktionen über 1.024 MiByte verfügen - doppelt soviel wie die Standard-Modell der HD 4870.
Die eigentliche Karte misst 27 Zentimeter, was der Länge einer Geforce GTX 280 entspricht. Darauf thront ein ebenso langer Kühler, der fast das ganze PCB abdeckt. Diesmal setzt AMD bei beiden GPUs auf kupferne Kühlblöcke, während der 3870 X2 für eine GPU noch Aluminium genügte. Kein Wunder, denn die
HD 4870 X2 tritt mit einer
TDP von 286 Watt an. Während die Geforce GTX 280 hier nahe herankommt (236 Watt TDP), wirkt die Leistungsaufnahme der einzelnen HD 4870 mit 160 Watt geradezu bescheiden. Die gesamte X2-Konstruktion wiegt 1.080 Gramm.
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Sysprofile-User
19.07.2010 05:36
warum wurde der artikel nie beendet
edit adblock war schuld