Grafikkarten: Übersicht & PCGH-Kaufempfehlung für Juli
Die neue Chipsatzgeneration von AMD und Nvidia ist endlich verfügbar. Doch auch ältere Modelle sind nach wie vor interessant, zumal die Preise gesenkt wurden. Damit Sie bei den vielen Modellen nicht den Überblick verlieren, präsentieren wir Ihnen die PCGH-Kauftipps.
Quelle: Bild PCGH
Bei welchen Grafikkartenmodellen lohnt sich die Anschaffung?
Sowohl AMD als auch Nvidia hat den Launch der neuen Grafikkartengeneration erfolgreich hinter sich gebracht. Die Radeon HD 4850/4870 sowie die Geforce GTX 260/280 sind in ausreichenden Stückzahlen verfügbar und bereits erhältlich. Preislich gibt es zwischen den einzelnen Modellen große Unterschiede. Doch welcher 3D-Beschleuniger ist für Ihre Bedürfnisse die perfekte Wahl?
Preisentwicklung
Preisvergleich Grafikkarten
Einen deutlichen Preisverfall hat vor allem die Geforce 8800 GTX hinter sich. Kostete die Karte im September 2007 noch 500 Euro, hat sie seitdem über 60 Prozent an Wert verloren (Preisvergleich: ab 200 Euro). Die Geforce 9800 GTX kostet mit ca. 230 Euro im Durchschnitt etwas mehr. Sehr günstig ist das Modell von Club 3D mit einem Preis von ca. 180 Euro. Direkt nach dem Launch wurde die Karte noch für 280 Euro gelistet. Einen relativ hohen Preisverfall gab es auch bei der 9800 GX2. Zuerst wurde dieses Modell für ca. 540 Euro gelistet. Die Preise haben sich nun inzwischen bei ca. 380 Euro eingependelt (Preisvergleich).
Die Geforce GTX 280 ist die derzeit schnellste Single-GPU-Grafikkarte.
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Ähnlich sieht das ganze bei AMD aus. Während die Radeon HD 3870 X2 anfänglich für rund 400 Euro gelistet wurde, hat sich der Preis bis heute auf ca. 270 Euro reduziert (Preisvergleich). Wer aber sowieso ein Crossfire-fähiges Mainboard besitzt, fährt mit zwei HD-3870-Karten günstiger, da eine einzelne Karte schon für ca. 110 Euro verfügbar ist (Preisvergleich).
Welche Einsteigergrafikkarte?
Von den DirecX-10-Einsteiger-Karten wie Geforce 8600 GTS oder Radeon HD 2600 XT sollten Sie die Finger lassen, auch wenn gerade einige Hersteller versuchen ihr Lager zu leeren und gute Preise anbieten. Bei der Geforce 8800 GS (Preisvergleich: 95 Euro) handelt es sich um einen abgespeckten G92, bei dem nur noch sechs ROP-Cluster ans Werk gehen. Daraus resultieren 96 Shader-ALUs und ein 192 Bit breites Speicher-Interface mit einer Bestückung von insgesamt 384 MiByte. Von der Leistung ist die Karte zwischen einer 8800 GTS mit 320 MiByte und einer 8800 GT mit 512 MiByte Speicher einzuordnen. Besonders interessant ist die 8800 GS von Xpertvision, da dieses Modell mit 768 MiByte Speicher ausgestattet ist und über höhere Taktraten verfügt.
Bei den Einsteigerkarten positioniert Nvidia die Geforce 9600 GT gegen die Radeon HD 3850. Die Nvidia-Grafikkarte ist von der Leistung mit einer Geforce 8800 GS vergleichbar und punktet mit einem niedrigen Stromverbrauch sowie einer relativ geringen Hitzeentwicklung. Relativ neu ist außerdem die Geforce 9600 GSO. Dieses Modell wird zu Preisen ab etwa 70 Euro angeboten, verfügt über 384 MiByte RAM, 96 Shader-ALUs und wird mit 550/800 MHz getaktet. Xfx bietet aber bereits eine OC-Version mit 650/900 MHz an. Das Speicherinterface der Karte liegt bei 192 Bit. Technisch sind die Daten also mit einer 8800 GS identisch und Unterschiede gibt es nicht einmal bei den Taktfrequenzen.
Wenn Sie auf der Suche nach einer passiv gekühlten Grafikkarte sind, sollten Sie einen Blick auf die Sapphire HD 3850 Ultimate werfen. Etwas günstiger, aber auch deutlich leistungsschwächer sind die MSI NX8600GTS-T2D256EZ-HD oder die Gigabyte GV-RX26T256H (ab ca. 70 Euro).
