Moderne Kunst, Teil 2: Das passiert in Grid, wenn der VRAM nicht ausreicht. (Bild: PCGH) [Quelle: siehe Bildergalerie]
Die FSAA-Modi und Tests ändern sich nicht: Angefangen bei
16xQ, steigern wir die Rechenlast weiter mit
16xS,
32xS und
16x OGSSAA. 16xS ist ein Hybrid-Modus, welcher aus 4x Multi- (MSAA) und 4x Supersampling (SSAA) besteht. 32xS enthält ebenfalls
4x SSAA, paart dies jedoch mit
8xQ-MSAA. Unter qualitätsbewussten Spielern gilt dieser Modus nicht nur als wunderschön, sondern auch als extrem leistungshungrig. Kein Wunder, durch 4x SSAA wird die komplette Szenerie intern mit der vierfachen Auflösung berechnet. Die Mischung mit dem ohnehin teuren 8x Multisampling sorgt für einen Cocktail, der vor allem Geforce-Karten mit nur
512 MiByte Speicher das Genick bricht. Als Sahnehäubchen aktivieren wir bei allen Modi zusätzlich Transparenz-AA auf Supersampling-Basis.
16x bzw.
4x4 Supersampling veranlasst die Grafikkarte, intern jede Achse mit der vierfachen Auflösung zu berechnen. Dadurch entsteht eine exzellente Glättung der Texturen und Shader; in Kombination mit
16:1 AF über den Treiber wird de facto
64:1 anisotrop gefiltert. Sie ahnen sicher, dass auch die
Geforce GTX 280 hier Probleme bekommt.
Alle Supersampling-Modi lassen sich nur über das Tool
Nhancer aktivieren.
Probanden und Taktraten Zu den Karten aus dem vorangegangenen Test gesellen sich die von uns
mittels BIOS-Mod simulierte Geforce GTX 260 und eine
Geforce 9800 GTX+ im Referenzdesign. Letztere setzt auf den
G92b, welcher in 55-Nanometer-Strukturbreite gefertigt wird. Der "alte"
G92 setzt noch auf 65 Nanometer, der
G80 auf 90 nm. Neu an der 9800 GTX+, welche mit jeder bekannten Nvidia-Nomenklatur bricht, ist abseits dessen nur der höhere Takt: Mit
738/1.836/1.102 MHz geht sie mit 9 Prozent mehr GPU-Leistung an den Start, während der Speichertakt der alten
9800 GTX gleicht.
Alle Testkarten und -takte im Überblick:
- Geforce GTX 280 (1.024 MiByte) @ 750/1.512/1.296 MHz
- Geforce GTX 280 (1.024 MiByte) @ 602/1.296/1.107 MHz (Standard)
- Geforce GTX 260 (896 MiByte) @ 702/1.512/1.296 MHz
- Geforce GTX 260 (896 MiByte) @ 576/1.242/999 MHz (Standard)
- Geforce 9800 GTX+ (512 MiByte) @ 864/2.214/1.296 MHz
- Geforce 9800 GTX+ (512 MiByte) @ 738/1.836/1.102 MHz (Standard)
- Geforce 8800 Ultra (768 MiByte) @ 675/1.674/1.080 MHz
- Geforce 8800 Ultra (768 MiByte) @ 612/1.512/1.080 MHz (Standard)
Testwerte Die Geforce GTX 260 bestätigt, was wir beim Vergleich GTX 280 gegen 8800 Ultra diagnostizierten: Je höher die Rechenlast, desto weiter kann sie sich vor das G80-Flaggschiff setzen. Gerade bei 32xS-FSAA dominiert die GTX 260 die 8800 Ultra, was vermutlich an den ROPs (Raster Operatoren) liegt. Der GT200 hat 32, der G80 24 und der G92 nur 16 dieser gerade bei 8x MSAA wichtigen Recheneinheiten.
Die Geforce 9800 GTX+ schlägt sich bei 16xS und 16x Supersampling wacker, oft überholt sie die 8800 Ultra. Hier schlägt die überlegene Füllrate durch. Kommt es mehr auf Bandbreite und VRAM an - speziell bei 32xS -, ist sie auch übertaktet langsamer. Im Extremfall reicht der 512 MiByte große Videspeicher nicht aus - das ist bei 32xS eher die Regel als die Ausnahme.
Fazit: Extrem-FSAA und OC 32xS und 16x OGSSAA sind ab Werk nur mit der GTX 280 vernünftig nutzbar. Eine stark übertaktete GTX 260 erreicht meist dieses Niveau. Grafikkarten vom Schlage Geforce 8800 GTX/Ultra oder 9800 GTX(+) bewältigen immerhin 16xS ausreichend schnell..
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