Das offizielle
P45-Logo (Bild: Intel) [Quelle: siehe Bildergalerie]
Überraschungen gab es bei der
Computex-Präsentation nicht: Wir haben bereits in unseren Vor-Ort-Tests bei Gigabyte und MSI erfahren, dass der
P45 genau wie sein Vorgänger P35 offiziell nur 333 MHz FSB unterstützt -
FSB400-Unterstützung gibt es nur beim X48. Zudem arbeitet er wie P35 und X48 mit DDR2- oder DDR3-RAM. Als offiziellen Maximaltakt gibt Intel DDR2-800 beziehungsweise DDR3-1333 an.
Übertakter wissen, dass sich bereits der P35 für deutlich höhere Taktraten eignet. Mehrere Mainboard-Hersteller werben daher bei Ihren Platinen trotzdem mit FSB400- und
DDR2-1200- Unterstützung - etwa Asus beim
P5Q Deluxe, das uns als erste finale Platine zur Verfügung stand. Den kompletten Test finden Sie in der aktuellen Ausgabe 07/2008. Passend dazu hat sogar Intel dem P45 offiziell ein gutes
Übertaktungspotenzial eingeräumt - eine Intel-Präsentation auf dem Gigabyte-Vor-Ort-Test in Taiwan bestätigt beim P45: "FSB/DDR Tunability - yes".
Mehrere P35-Platinen erreichen allerdings bereits
500 MHz FSB oder mehr - hier limitiert oft eher die CPU als der Chipsatz. Ein Vorteil des P45 gegenüber dem P35 ist hingegen die Unterstützung von
PCI-Express 2.0 mit doppelter Bandbreite gegenüber PCI-E 1.1. Zudem werden im
Crossfire-Modus beiden Grafikkarten jeweils acht Lanes mit PCI-E-2.0-Bandbreite zugeteilt. Beim P35 bekommt die erste Karte zwar 16 PCI-E-1.1-Bahnen und hat damit die gleiche Bandbreite wie acht PCI-E-2.0-Bahnen, bei der zweiten sind es allerdings nur vier PCI-E-1.1-Lanes. Wenn Sie nur eine Grafikkarte verwenden, stellt ihr der P45 natürlich alle 16 Bahnen zur Verfügung.
Außerdem kommt beim
P45-Chipsatz zum ersten Mal die neue Southbridge
ICH10 zum Einsatz. Intel hat jedoch selbst bestätigt, dass es kaum Unterschiede zur ICH9-Serie gibt.
Welchen Vorteil
PCI-E 2.0 bei aktuellen Spielen bringt und wie sich der P45 (PCI-E 2.0, zweimal acht Lanes) im Crossfire-Test gegen Intels Top-Chipsatz
X48 (PCI-E 2.0, zweimal 16 Lanes) schlägt, zeigen unsere Benchmarks auf den nächsten Seiten. Vorher vergleichen wir die allgemeine Performance von P35, P45 und X48. Beim neuen Chipsatz hat Intel zudem die Standardspannung gegenüber dem P35 von 1,25 auf
1,1 Volt gesenkt. Welche Auswirkungen das auf den Stromverbrauch hat, haben wir ebenfalls geprüft.
Bilder der P45-Boards von Asus, Gigabyte und MSI finden Sie weiter unten in unserer Galerie.
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P45 - Performance Super Pi Gerade bei Übertaktern ist der Benchmark
Super Pi besonders beliebt. Bei unserem Test mit dem Modus
1M erzielte die P45-Platine P5Q Deluxe von Asus das gleiche Ergebnis wie die X48-Variante Asus Rampage Formula. Das P35-Board EP35-DS4 von Gigabyte liegt um etwas weniger als ein Prozent zurück.
Bei unserem Test-System haben wir einen Core 2 Duoe E6600 sowie eine Radeon X1950 XTX verwendet. Als Arbeitsspeicher kamen zweimal 1.024 MiByte DDR2-800-RAM mit den JEDEC-Standardlatenzen 5-5-5-18 und 2T Command-Rate zum Einsatz. Beim P5Q Deluxe haben wir das Beta-BIOS 0304 verwendet.
Anno 1701 Unser Spielebenchmark mit der CPU-limitierten Aufbauschönheit
Anno 1701 zeigt ebenfalls nur minimale Performance-Unterschiede. Die P45-Platine P5Q Deluxe liegt hier knapp hinten. Das kann allerdings auch am Beta-BIOS liegen. Wir haben in 1.024 x 768 ohne FSAA oder AF getestet.
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P45 - Leistungsaufnahme Beim Stromverbrauch erzielt das P45-Board von Asus ein sehr gutes Ergebnis: Im Windows-Leerlauf liegt es vor dem EP35-DS4 von Gigabyte, in unserem
Stabilitätstest (Volllast) hingegen knapp dahinter. Ob die geringe
Leistungsaufnahme hauptsächlich an der niedrigeren Northbridge-Spannung oder am Asus-Stromsparmodus EPU liegt, lässt sich nicht genau feststellen.
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P45 gegen P35 - Vorteil von PCI-E 2.0 Bei manchen Spielen bringt die höhere Bandbreite von PCI-Express 2.0 einen Vorteil. Dementsprechend ist das System mit P45-Mainboard (PCI-E 2.0) und Radeon HD 3870 bei
Call of Duty 4 bis zu zehn Prozent schneller als ein P35-PC (PCI-E 1.1) mit ansonsten gleichen Komponenten. Dabei macht sich die hohe Bandbreite bereits bei der Standardauflösung 1.280 x 1.024 mit 4x FSAA und 8:1 AF bemerkbar. Voraussetzung ist natürlich, dass die Grafikkarte ebenfalls
PCI-E 2.0 unterstützt. Dazu gehören alle Radeon-HD-3xxx-Karten, sowie Nvidias Geforce-9-Serie, die Geforce 8800 GT sowie die Geforce 8800 GTS mit 512 MiByte und G92-Chip.
Bei anderen Spielen wie
Crysis, ist es egal, ob das Mainboard PCI-E 1.1 oder PCI-E 2.0 unterstützt.
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P45 gegen X48 - Crossfire-Performance Auch im Crossfire-Modus profitiert
Call of Duty 4 von einer höheren Bandbreite. So ist das X48-Board (PCI-E 2.0, zweimal 16 Lanes) mit zwei Radeon HD 3870 bis zu zehn Prozent schneller als die P45-Platine (PCI-E 2.0, zweimal acht Lanes).
Crysis profitiert wie erwartet nicht von den zusätzlichen PCI-E-Lanes. Wir haben auch versucht ein P35-Board für den Crossfire-Test zu nutzen. Vorhergehende Tests haben bereits gezeigt, dass
Crossfire aufgrund von nur vier PCI-E-1.1-Lanes für die zweite Grafikkarte nicht nur erstaunlich langsam läuft, es macht auch zahlreiche Probleme und sorgt für Abstürze. Dementsprechend hat uns der Versuch unsere Windows-Installation gekostet - Crossfire lief trotzdem nicht stabil auf dem P35-Board.
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P45 - Fazit Dank PCI-E-2.0-Unterstützung und zweimal acht Lanes im Crossfire-Modus ist der
P45 seinem Vorgänger überlegen. Bei der übrigen Performance und der Leistungsaufnahme gibt es praktisch keine Unterschiede. Wer bereits ein P35-Board hat und nur eine Grafikkarte nutzen will, muss deshalb jedoch nicht zwangsläufig wechseln. Gerade wenn Sie eine PCI-E-1.1-Grafikkarte verwenden, lohnt sich das Aufrüsten nicht. Wenn Sie allerdings eine
PCI-E-2.0-Karte besitzen und die beste Leistung wollen, lohnt sich der Mainboard-Tausch.
Wer
Crossfire nutzen will, sollte P45-Platinen auf jeden Fall dem Vorzug gegenüber P35-Boards geben - Sie bekommen dadurch nicht nur mehr Performance sondern sparen sich auch ärgerliche Probleme. Für leistungsgierige Crossfire-Nutzer lohnt sich allerdings bereits eine X38- oder X48-Platine, da sie bei manchen Spielen bis zu zehn Prozent mehr Performance mit zwei PCI-E-2.0-Karten liefert. Entsprechende Boards gibt es ab 130 Euro.
Wenn Sie noch kein Core-2-System haben und bald einen entsprechenden PC zusammenstellen wollen, bieten
P45-Boards das beste Preis-Leistungsverhältnis, zumal sie laut PCGH-Preisvergleich nicht teurer als P35-Platinen sind. Ob der P45 grundsätzlich ein besseres
Übertaktungspotenzial als der P35 bietet, prüfen wir, sobald mehrere finale P45-Boards zur Verfügung stehen. Einen großen P45-Vergleichstest finden Sie voraussichtlich in der kommenden Ausgabe 08/2008.
Bildergalerie zum Artikel
Moderator & PCGH-EOS-Gründer
26.01.2009 12:19
Denke mal ist ein Fehler im System. News ist vom 6.6.2008
PCGHX-HWbot-Member
25.01.2009 17:41
Und was ist an der News wirklich neu?
BIOS-Overclocker
24.01.2009 09:57
Warum sind eigentlich nie P43/ICH10R Platinen im Vergleichstest? Suche sowas schon lange.