Neue VGA-Kühler von Arctic Cooling, Thermalright & Co. getestet

Grafikkarten-Kühler Xigmatek Battle-Axe im Test

PCGH testet den Grafikkarten-Kühler Battle-Axe von Xigmatek auf Lautstärke, Kühlleistung und Kompatibilität. (Marc Sauter, 04.06.2008)
 
Xigmatek Battle-Axe: Lieferumfang
 
Xigmatek Battle-Axe: Lieferumfang [Quelle: siehe Bildergalerie]
Xigmatek Battle-Axe: Verpackung und Inhalt
Der Karton des Xigmatek ist an sich nichts besonderes, er verrät jedoch, dass auch der Battle-Axe eher zu den großen VGA-Kühlern zählt. In der Schachtel finden sich neben der "Schlachtaxt" ein NVIO-Kühlkörper, acht VRAM-Kühler (seche kurze und zwei lange), Montagematerial und ein Tütchen mit Wärmeleitpaste. Eine Besonderheit stellen der Y-Adapter und die vier Lüfter-Entkoppler dar.

Xigmatek Battle-Axe: Der Kühler im Detail
Die Optik des 612 Gramm schweren Battle-Axe steht seinem martialischen Namen in nichts nach. Als erstes sticht die die über den Lüfternaben axtähnlich gestaltete Abdeckung hervor.Darunter verbergen sich die beiden 92-Millimeter-Propeller. Unverständlicherweise sind diese nur an den äußeren Löchern entkoppelt, in der Mitte sorgt nur die Verschraubung mit der Abdeckung für Halt. Die Art der Entkopplung ist raffiniert gelöst, die Gummistecker werden zwischen den Lamellen verhakt. Beide mit 2.200 U./min. drehenden Lüfter verfügen über einen eigenen Stromanschluss, so kann jeder einzeln geregelt werden. Alternativ werden die Propeller per Y-Adapter zusammengeführt und gemeinsam mit Strom versorgt.

Nach der Demontage der Propeller kommt der eigentliche Kühlkörper zum Vorschein. Während der Xigmatek von oben noch sehr gewöhnlich aussieht, ist er von unter betrachtet einzigartig. Nicht nur die geschwungene Form der 38 Alu-Fins, welche Probleme mit hohen VRAM-Kühler verhindern, weicht von der Norm ab, auch deren umgeknickte Enden. So fließt die Luft zwar seitlich ab und durchläuft alle Lamellen, doch das PCB erhitzt sich mangels Airflow stärker, zudem ist die Oberfläche nicht sehr groß. Die vier Kupfer-Heatpipes bilden praktisch die Bodenplatte. "Heatpipe Direct Touch" lautet dieses Prinzip, bei welchem die abgeflachten, von einem Stück Aluminium umgegebenen Pipes direkt auf dem Heatspreader aufliegen. Kein anderer Hersteller nutzt diese angeblich sehr effektive Art der Kühlung im VGA-Kühler-Sektor. Der Test in der PCGH 06/08 zeigte allerdings, dass bei kleinen Dies wie einem G92 nur zwei der vier Wärmerohre genutzt werden, auf unserem großer G80 Chip kann der Battle-Axe jedoch sein volles Potenzial entfalten.

Leider ist die Verarbeitung des Battle-Axe nicht ganz optimal. Die Lamellen lassen sich sehr leicht verschieben und verbiegen, zudem finden sich kleine Lücken zwischen den Heatpipes und dem stabilisierenden Aluminium - letzteres ist aber nicht tragisch.

Xigmatek Battle-Axe: Montage & Kompatibilität
Dank der variablen Verschraubung können neben der 8800-Serie (G80) alle Karten mit 7,5 Zentimetern Lochdiagonale mit dem Xigmatek bestückt werden. Solche Bohrungen bieten etwa alle Geforce 9, die Radeon HD38x0 sowie die meisten Geforce 7 und die Radeon X19x0 Reihe.

Im Falle unserer GTS reichen die kleinen Speicher-Kühler nominell leider nicht aus, um auch die Spannungsregulatoren zu bestücken. Da aber unter den Heatpipes gar kein Platz für VRAM-Kühler ist, verschiebt sich die Wärmeproblematik von den Spannungsregulatoren zum Video-Speicher. Nun werden links und rechts der Heatpipes zwei Schienen befestigt, daran vier Doppelschrauben. Im Prinzip würde es nun reichen, die Karte auf den Kühler zu legen und mit den vier gefederten Muttern alles fest zu zurren. Leider mussten wir erst die Halteärmchen zurechtbiegen, da ansonsten eine Schraube partout nicht durch das zugehörige Loch passen wollte.

Xigmatek Battle-Axe: Praxistest
Unter folgendem Link bekommen Sie alle Infos zu Testsystem, Lautstärke und Kühlleistung:

Fünf Grafikkarten-Kühler im PCGH-Test



Bildergalerie zum Artikel
 
 
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