Neue VGA-Kühler von Arctic Cooling, Thermalright & Co. getestet

Grafikkarten-Kühler Arctic Cooling Accelero Xtreme 8800 im Test

PCGH testet den Grafikkarten-Kühler Accelero Xtreme 8800 von Arctic Cooling auf Lautstärke, Kühlleistung und Kompatibilität. (Marc Sauter, 04.06.2008)
 
Xtreme 8800: Alles Notwendige dabei
 
Xtreme 8800: Alles Notwendige dabei [Quelle: siehe Bildergalerie]
AC Xtreme 8800: Verpackung und Inhalt
Die wuchtige Blister-Verpackung samt Sichtfenster lässt bereits erahnen, welch ein Gigant in ihr schlummert. Entgegen unseren Befürchtungen zeigte sich das Plastik umgänglich, auch ohne Schere oder blutende Finger ließ sich der Inhalt der Verpackung problemlos entnehmen. Das Zubehör besteht aus einer (deutschen) Anleitung, einer gelochten Slotblende, mehreren Schrauben, einem Case-Badge, Wärmeleitpads und vier Kühlkörperchen für die Spannungsregulatoren. Die MX-2 Wärmeleitpaste ist bereits auf dem Boden des Xtreme aufgetragen.

AC Xtreme 8800: Der Kühler im Detail
Der Accelero Xtreme ähnelt einer Art neumodischem Backstein. Mit einer Länge von 25 Zentimetern und 478 Gramm Gesamtgewicht ist der Kühler schlicht die gewaltigste Grafikkarten-Kühlkonstruktion, die je unsere Redaktion erreichte. 107 Lamellen aufgeteilt in einmal 35 und einmal 72 Stück ergeben einen zweigeteilten Korpus, welcher von fünf Kupfer-Heatpipes durchzogen ist - zwei Stück durchwandern den Xtreme doppelt. Basis des Accelero ist eine Grundplatte aus Aluminium. Einzig die Stelle, welche auf der GPU sitzt, besteht aus Kupfer und verfügt über eine leicht raue Oberfläche - laut Arctic Cooling die ideale Voraussetzung für die hauseigene MX-2. Die Verarbeitung ist im Vergleich zu anderen Arctic Cooling Produkten deutlich besser. Einzig die Lamellen sind recht scharfkantig.

Der Video-Speicher und der NVIO-Chip finden durch Wärmeleitpads Kontakt zur Bodenplatte. Die große Oberfläche des Xtreme wird durch einen sehr geringen Lamellenabstand erkauft; auf dem Papier könnte die Kühlleistung bei niedrigen Drehzahlen einbrichen. Für frische Luft sorgen drei gekoppelte, aber nicht entkoppelte Low-Profile-Lüfter mit jeweils 80 Millimetern Durchmesser. Dank des 4-Pin-Steckers können diese direkt am PCB angeschlossen und mit Tools wie dem Rivatuner geregelt werden; die Maximaldrehzahl liegt bei 2.200 U./min. Ein den ganzen Kühler umspannender Fan-Duct sorgt dafür, dass keine Luft ungenutzt am Korpus vorbeizieht.

AC Xtreme 8800: Montage & Kompatibilität
Die Xtreme Serie hat einen großen Nachteil - sie passt nur auf sehr wenige Karten. Das 8800-Modell kann nur auf die beiden G80-GTS, die GTX und die Ultra montiert werden.

Hierfür werden die Pads auf den VRAM und den NVIO-Chip gelegt und die kleinen Kühlrippen auf die vier Spannungsregulatoren geklebt. Dann schließen Sie den Lüfterstecker an, bei einer Ultra oder GTX lassen sich so fummelige Arbeiten vermeiden. Danach wird der Accelero mit der Bodenplatte nach oben hingelegt und die Grafikkarte darauf positioniert, anschließend verbindet man beide Komponenten durch sechs Schrauben.

Aufgrund seiner Ausmaße sorgt der Xtreme im Gehäuse für einige Probleme. Eventuell werden einige SATA-Ports verdeckt, in unserem Fall (Gigabyte 965P-DS3) muss die HDD per abgewinkeltem Stecker angeschlossen werden. Eingebaut verschlingt der Gigant drei PCI-Steckplätze. Wirklich eng wird es beim Versuch, das PCI-E-Stromkabel nach dem Test wieder aus dem Anschluss der 8800 GTS zu bekommen. Selbst schlanke Finger haben da keine Chance. Wer sich also nicht selbst mit den scharfkantigen Lamellen verletzen möchte, greift zu einer kleinen Zange.

AC Xtreme 8800: Praxistest
Unter folgendem Link bekommen Sie alle Infos zu Testsystem, Lautstärke und Kühlleistung:

Fünf Grafikkarten-Kühler im PCGH-Test




Bildergalerie zum Artikel
 

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